Interview “Anfangs waren wir zu zweit, heute ist expondo ein Global Player”

"Die expondo-Gruppe hat inzwischen über 200 Mitarbeiter. Mit unseren Produkten bedienen wir 29 Länder und können so auf bereits eine Million zufriedene Kunden zurückblicken. Beim Umsatz liegen wir mittlerweile bei einem zweistelligen Millionenbetrag", sagt expondo-Macher Waldemar Moss.
“Anfangs waren wir zu zweit, heute ist expondo ein Global Player”

Vor mehr als zehn Jahren hievten Piotr Stach und Waldemar Moss expondo ins Netz. Die Berliner, die ein echter Hidden Champion sind, beschreiben ihren Shop als “zuverlässigen und kompetenten Onlinehändler für Markenprodukte aus dem Business und Industriesektor”. Nutzer finden bei expondo etwa Dunstabzugshauben, Arbeitshocker und Bodenwaagen. Über 200 Mitarbeiter arbeiten derzeit für das Grownup, das zuletzt in 29 Ländern aktiv war und “Umsätze auf zweistelligem Millionenniveau” erwirtschaftet.

“Wir haben uns mit unseren Produkten im Nischenmarkt die letzten Jahre über gut etabliert und gehören mittlerweile zu einem der größten Hersteller und Händler für professionelle Ausstattung für Gastronomie und Industrie. Dabei setzen wir nach wie vor auf das EXPO-Prinzip: Exklusivität, X-traklasse, Perfektionismus und Offenheit. Diese vier Säulen stützen unseren Erfolg seit Anfang an”, sagt Mitgründer Moss. Zudem ist der Berliner stolz darauf, dass expondo “bereits seit dem ersten Jahr profitabel” wirtschaftet. Investoren hatten die expondo-Macher deswegen nie nötig.

Zum Start im Jahre 2007 war die Welt noch eine andere! Damals waren die Hauptstädter Pioniere. “expondo hat sich vom stationären B2B-Handel gelöst und seit Gründung stattdessen auf eine reine Digitalstrategie gesetzt – 2007 war das noch relativ neu. Damit haben wir Unternehmen eine unkomplizierte Möglichkeit geboten, sich professionell, hochwertig und kostenbewusst auszustatten.” Im Interview mit deutsche-startups.de spricht expondo-Macher Moss zudem über Schweißgeräte, Dynamik und Serviceerlebnisse.

Wie würdest du deiner Großmutter expondo erklären?
expondo ist ein Hersteller und Händler, der sich auf den Verkauf von professioneller und qualitativ hochwertiger Ausstattung für Gastronomie und Industrie spezialisiert. Dazu zählen zum Beispiel Großküchenbedarf und Kochgeräte, aber auch Produkte wie Schweißgeräte und Elektrowerkzeuge. Unternehmen aus Gastronomie, Handwerk und Industrie finden bei uns also die passende Ausstattung. Das Besondere: Die für Profis gedachte Produkte werden von Profis mitentwickelt, die Fachwissen mitbringen und Anforderungen an die Produkte kennen. Faire Preise, hervorragender Service und kundenfreundliche Kaufbedingungen, wie ein 100-tägiges Rückgaberecht, drei Jahre Garantie und eine Tiefpreisgarantie für private wie auch gewerbliche Kunden, runden unser Angebot ab. Nach über zehn Jahren am Markt gehören wir damit mittlerweile zu den führenden Anbietern auf dem Gebiet.

Bei welcher Gelegenheit entstand die Idee zu expondo?
expondo ist aus einer Marktlücke heraus entstanden: Qualitativ hochwertige Produkte, die für den professionellen Arbeitsalltag gemacht sind, waren damals sehr teuer und oft nur in speziellen Geschäften erhältlich. Hier haben wir eine noch unbesetzte Lücke entdeckt und uns fortan komplett auf den Nischenmarkt der professionellen Geräte aus Gastronomie-, Handwerks- und Industriebedarf zu fairen Preisen und mit einfachem Zugang konzentriert. Das hat für uns sehr gut funktioniert und tut es immer noch.

Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Seit der Gründung haben wir einen enormen Sprung gemacht. Anfangs waren wir zu zweit, heute ist expondo ein Global Player. Sprechen wir über Wachstum, können wir bei expondo zwei Achsen ausmachen. In der Breite sind wir durch neue Märkte und neue Produktsegmente gewachsen. Haben wir am Anfang noch über Marktplätze wie eBay oder amazon verkauft, liegt der Vertriebsfokus heute auf unserem eigenen Webshop. Auch unser Sortiment hat sich weiterentwickelt: Wir haben über die Jahre einiges an Erfahrung gesammelt und haben heute die Kompetenz, unser Angebot ständig zu erweitern und auf aktuelle Bedürfnisse anzupassen. Elf Eigenmarken und eine konstant hohe Dynamik bei Umsatz und Expansion zeigen das. Die zweite Ebene geht eher in die Tiefe. Hier liegt unser Fokus auf der Kundenzufriedenheit und darauf, die Bedürfnisse der Branche zu verstehen und entsprechend zu bedienen. Das gewährleistet unsere stets hohe Qualität.

Wie groß ist expondo inzwischen?
Die expondo-Gruppe hat inzwischen über 200 Mitarbeiter. Mit unseren Produkten bedienen wir 29 Länder und können so auf bereits eine Million zufriedene Kunde zurückblicken. Beim Umsatz liegen wir mittlerweile bei einem zweistelligen Millionenbetrag und wachsen jedes Jahr um etwa 50 %.

Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
Ganz am Anfang hat uns ein Betrug fast das Geschäft gekostet: Ein Zulieferer aus China ist mit dem gesamten Startkapital verschwunden. Am Ende haben wir nur einen kleinen Teil des Geldes wiederbekommen. Das war ein bitterer Rückschlag, aus dem wir aber gelernt haben. Heute sind wir dadurch noch gründlicher, prüfen verstärkt alle Informationen und setzen auf ein bewährtes Netzwerk aus Partnern.

Wo steht expondo in einem Jahr?
Im Fokus steht ganz klar, noch weiter in die Tiefe zu gehen. Unsere Kunden noch besser zu verstehen und ihnen ein umfangreiches Serviceerlebnis zu bieten. Dazu gehört auch, Produkte vor dem Kauf genauestens untersuchen zu können und nach dem Kauf immer kompetente Ansprechpartner an der Seite zu haben. Hier sind wir gerade in der Entwicklung eines noch kundenfreundlicheren Tools. Mehr können wir leider im Moment noch nicht verraten. Es kommt aber etwas, das so noch nicht dagewesen ist.

Kennt Ihr schon unseren #StartupTicker? Der #StartupTicker berichtet tagtäglich blitzschnell über die deutsche Start-up-Szene. Schneller geht nicht!

Mehr Startup-Substanz im Newsfeedfolgt ds auf Facebook

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): expondo

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

Aktuelle Meldungen

Alle

#DealMonitor Takeaway kauft Foodarena – und alle Deals des Tages

Takeaway kauft Foodarena – und alle Deals des Tages
Freitag, 22. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (22. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Delivery Hero etwa verkauft seinen Schweizer Ableger an Takeaway.com.

15 Fragen an Dirk Owerfeldt Gründen? Selbstverantwortung! Selbstverwirklichung!

Gründen? Selbstverantwortung! Selbstverwirklichung!
Freitag, 22. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Im Firmen-Marketing ist PR sehr wichtig. Doch was nutzt der bekannteste Name, wenn das Unternehmen am Markt scheitert? Deshalb sind im B2B-Bereich vor allem ein gutes, ausgefeiltes Produkt und professioneller Service essenziell”, sagt Dirk Owerfeldt, Gründer von Gastrofix.

#DealMonitor Silexica bekommt 18 Millionen – und alle Deals des Tages

Silexica bekommt 18 Millionen – und alle Deals des Tages
Donnerstag, 21. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (21. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Baze sammelt Kapital ein. Zudem bekommt talpasolutions 1,5 Millionen.

#Zahlencheck Lesara: Zahlensalat pur! Rohertrag nur 24,7 Millionen

Lesara: Zahlensalat pur! Rohertrag nur 24,7 Millionen
Donnerstag, 21. Juni 2018 Alexander Hüsing

Der Lesara-Jahresabschluss für 2016 ist da! Der Zahlensalat um das Startup wird dadurch nur noch schlimmer. Der Rohertrag des Unternehmens lag damals bei 24,7 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2015 ein Wachstum in Höhe von 254 %.

App für den Schulalltag Scoolio aus Dresden: Schon 175.000 Schüler machen mit

Scoolio aus Dresden: Schon 175.000 Schüler machen mit
Donnerstag, 21. Juni 2018 Alexander Hüsing

“In den vergangenen Monaten haben wir unser Geschäftsmodell sukzessive weiterentwickelt. Inzwischen nutzen wir die Datentiefe, um Angebote zur Berufs- und Ausbildungsorientierung zielgenauer an interessierte Schülern zu adressieren”, sagt Mitgründer Danny Roller.

#DealMonitor 16 Millionen für Blinkist – und alle VC-Deals des Tages

16 Millionen für Blinkist – und alle VC-Deals des Tages
Mittwoch, 20. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (20. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Das Stuttgarter Startup VirtualQ sammelt Millionensumme ein.

#Zahlencheck Verlust von N26 steigt um 214,1 % – auf 14,7 Millionen

Verlust von N26 steigt um 214,1 % – auf 14,7 Millionen
Mittwoch, 20. Juni 2018 Alexander Hüsing

Wir werfen einen Blick in den Jahresabschluss der Startup-Bank N26 für das Jahr 2016. Demnach lag der Jahresfehlbetrag des Startups vor zwei Jahren bei 14,7 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr (4,7 Millionen) ein Plus von 214,1 %. Das Wachstum auf zuletzt 1 Millionen Kunden dürfte somit teuer erkauft sein.

Eversports: Vom holprigen Start zum Millioneninvestment

Eversports: Vom holprigen Start zum Millioneninvestment
Mittwoch, 20. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Die Idee zu Eversports wurde geboren, als ich in Klagenfurt, durch Recherche erfahren habe, wie viel die Stadt an Sportaktivitäten zu bieten hat. Gleichzeitig habe ich jedoch gemerkt, dass nur Wenige von dieser Vielfalt wissen”, sagt Mitgründer Hanno Lippitsch.

#DealMonitor 11,5 Millionen für abracar – und alle VC-Deals des Tages

11,5 Millionen für abracar – und alle VC-Deals des Tages
Dienstag, 19. Juni 2018 ds-Team

Im aktuellen #DealMonitor (19. Juni), unserer täglichen Übersicht über alle Deals und Exits in der DACH-Region, gibt es wieder alle Deals der letzten 24 Stunden! Darunter: Allianz X investiert 11,5 Millionen Euro in abracar. Crate.io bekommt zudem 11 Millionen US-Dollar.

Interview “Mit Geschwistern kann man offener kommunizieren”

“Mit Geschwistern kann man offener kommunizieren”
Dienstag, 19. Juni 2018 Alexander Hüsing

“Wir sind von Hause aus mit sehr ähnlichen Werten und der gleichen Leistungsbereitschaft ausgestattet – was die Zusammenarbeit enorm erleichtert”, sagt Pauline Koehler, die WeddyPlace gemeinsam mit ihrem Bruder Daniel Koehler hochzieht.