Brandneu Jetzt kommt Castrex, ein YouTube für die Podcast-Welt

"Podcasts sind hip. Egal, ob Finanzblogger, Ernährungsberater, Zeitungen wie die „Süddeutsche“ oder Persönlichkeiten wie Angela Merkel – sie alle probieren Podcasting aus. Bislang sind Podcasts ja noch meist eine Einbahnstraße. Das soll sich ändern", sagt Jan Karres von Castrex.
Jetzt kommt Castrex, ein YouTube für die Podcast-Welt

Podcasts boomen. Jede Woche drängen neue Formate auf den Markt. “Wie aber finden, was mich interessiert?”, fragt Jan Karres. Und liefert gleich die Antwort: “Das mühsame Suchen hat ein Ende, denn ab heute gibt es Castrex. Was ist Castrex? Castrex ist eine Plattform für Podcasts. Fans von Radiosendungen, Hörspielen und neue Formen von Podcasts finden auf Castrex mehr als zwölf Millionen Episoden aus rund 400.000 Podcast. Suchen, finden, anhören – so einfach funktioniert das mit Castrex”.

Wobei es mit podcast.de auch schön früher Angebote gab, sie das Podcast-Überangebot lichten wollten. Doch Castrex geht deutlich weiter als frühere Plattformen. Konkret soll Castrex Hörer, Podcaster und Werbetreibende zusammenbringen. “Allen voran sehen wir Anchor.fm, Castbox und Stitcher als drei Konkurrenten, die in eine ähnliche Richtung wie wir streben. Alle drei haben jedoch einen anderen Fokus – abseits von Community”, sagt Karres zur Konkurrenzsituation. Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de stellt Sologründer Karres das Konzept hinter Castrex einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt Ihr mit Castrex lösen?
Podcasts sind hip. Egal, ob Finanzblogger, Ernährungsberater, Zeitungen wie die „Süddeutsche“ oder Persönlichkeiten wie Angela Merkel – sie alle probieren Podcasting aus. Bislang sind Podcasts ja noch meist eine Einbahnstraße. Das soll sich ändern. Aus Einbahnstraße soll Zweiwege-Kommunikation werden. Podcasts haben das Zeug zum Massenmedium. Es geht uns darum, Podcaster, Hörer und Werbetreibende zusammenzubringen, denn nur zusammen lässt sich das Potenzial von Podcasting ausschöpfen. Zurzeit sind die technischen Hürden für Podcaster noch hoch. So müssen sie sich um Distribution selbst kümmern, das heißt, eigene Website, eigener Web-Player, eigenes Podcast-Hosting. Sie müssen selbst den RSS Feed des Podcasts vertreiben. Die Hürden sind hoch. Vielen Podcastern fehlt das Know how. Schade, denn viele Menschen hätten fantastische Geschichten zu erzählen, die wegen der hohen Hürden unerzählt bleiben. Wie einfach ist doch das Hochladen von Bildern bei Instagram und das Hochladen von Videos bei YouTube. Warum soll das nicht auch für Podcasting gelten?

Und wie sieht es mit der Hörerseite aus?
Was für Podcaster gilt, gilt leider auch für Hörer. Wie finden sie interessante Inhalte? Die Webseiten der Podcaster sind von gemischter Qualität. Am Smartphone muss ein Podcatcher installiert werden. Wirklich gute Podcasts zu finden, ist schwierig. Podcasts sind auf den über 400.000 Websites der Podcaster verstreut. Viele Apps katalogisieren die Podcasts eher rudimentär. Wenn ein Hörer mit dem Podcaster in Kontakt treten will, muss er ihm eine E-Mail schreiben, auf dessen Reddit Topic gehen oder auf Facebook etwas posten – noch so eine Hürde. Was ein Wunder, dass kaum Feedback kommt; von einer Community kann schon gleich gar keine Rede sein. Das muss anders werden. Wir möchten dem Hörer die Hürde nehmen, sodass Hörer und Podcaster ohne Umwege zu einer Community zusammenfinden. Damit nicht genug, wir denken Podcasting weiter.

Inwiefern?
Mit den Path Showotes liefern Podcaster ihrem Hörer weiterführende Infos während er sich gerade den Podcast anhört. Das können Kapitel, Links, Bilder, Videos und noch vieles mehr sein. Endlich hört das Buchstabieren von Links in Podcasts auf. Hörer sehen zudem schon vor Beginn einer Episode, was sie erwartet. Wie den Erfolg von Podcasts messen? Auch das ist ein Problem – gerade für Werbetreibende. Downloadzahlen und die Region des Hörers sind relevante Informationen, die erfasst werden können. Ob die Werbung nach dem Download je gehört wurde oder ob ein potenzieller Kunde durch die Kampagne auf das beworbene Produkt aufmerksam wurde, ist nicht messbar. Die Werbebranche behilft sich mit Gutscheincodes. Die Hörer müssen sie beim Online-Checkout eingeben. Das schmälert allerdings die Marge und erfasst letztlich nur erfolgreiche Leads. Wir bieten Podcastern über 20 relevante Statistiken bezogen auf ihre Hörer und möchten die Daten später nutzen, um im Rahmen eines Partnerprogramms Podcaster und Werbetreibende optimal zusammen zu bringen. Wir glauben, dass das große Potenzial von Podcasts sich erst ausbilden kann, wenn die Probleme aller drei Zielgruppen gleichzeitig gelöst werden.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Castrex ein Erfolg?
Ich habe – neben meinem Informatikstudium – erlebt, wie sich auf YouTube aus einer Plattform für lustige Videos eine eigene Branche entstand. Eingestiegen mit einem eigenen kleinen YouTube-Kanal, war ich auch in größere Projekte eingebunden. Darunter waren auch Projekte, die auf der Plattform durch die Creator entstanden, wie das Webvideo Magazin Broadmark oder #YuGeHa. Was für ein Potenzial sich da entfaltet, wenn die drei Zielgruppen zusammenarbeiten. Gleichzeitig habe ich auch einige Probleme der Plattform miterleben dürfen. “Community“ ist „the next big thing“. Die wenigsten denken bei Community an Podcasts. Dabei eröffnen Podcasts und Community in Kombination mit skalierbarer Software fantastische Chancen.

Wo steht Castrex in einem Jahr?
Ende 2018 möchten wir im deutschsprachigen Raum der Name sein, der Nutzern zuerst einfällt, wenn sie an Podcasts denken – sowohl zum Hören als auch zum Veröffentlichen. Zugleich möchten wir weitere innovative Features veröffentlichen, die aus Podcasts mehr machen als nur ein hörbares Medium. Gemeinsam mit Partnern aus dem Online-Advertising Umfeld wollen wir ein Partnerprogramm auflegen, von dem Podcaster, Werbetreibende und Hörer gleichermaßen profitieren.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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