#5um5 “Gewerbeanmeldung über das Smartphone!”

Was kann die Politik machen, um Gründern das Leben zu erleichtern? In den ersten Monaten ist der bürokratische Aufwand unglaublich zeitintensiv für die Gründer. Besonders in dieser Phase ist es allerdings entscheidend, seine Energie für den eigentlichen Betrieb einzusetzen", sagt Miro Morczinek von Moebel24.
“Gewerbeanmeldung über das Smartphone!”

Unsere Rubrik “5um5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 Gründerwünsche an die Politik.

Was kann die Politik machen, um Gründern das Leben zu erleichtern?

In den ersten Monaten ist der bürokratische Aufwand unglaublich zeitintensiv für die Gründer. Besonders in dieser Phase ist es allerdings entscheidend, seine Energie für den eigentlichen Betrieb einzusetzen, um möglichst schnell das Geschäft zum Laufen zu bringen. Hier wäre es hilfreich, wenn die Politik sich um die Digitalisierung der bürokratischen Prozesse kümmern würde und beispielsweise die Unternehmensgründung, Gewerbeanmeldung und weiteres über das Smartphone mit zwei Klicks ermöglicht.
Miro Morczinek, Moebel24

Die Maßgabe müsste lauten: Weniger Regulierung.
Tamaz Georgadze, Raisin

Ich finde, dass die Politik schon sehr viel richtig macht: Wenn man entsprechend sucht, findet man in jedem Bundesland Beratungsstellen und verschiedene Förderungen, die Gründer und ihre Ideen unterstützen. Was noch besser geht: in der Gründungsphase die bürokratischen Hürden erleichtern. Vor allem die kleinen Unternehmen sollten im Aufbau steuerlich entlastet werden. Weiterhin sehr hilfreich wären kostenlose Unternehmens-Checks, die vor allem jungen, unerfahrenen Gründern dabei helfen können Fehler in der Umsetzung zu vermeiden. Sowohl das Steuer- als auch das Sozial- und Arbeitsrecht sind sehr umfangreiche und komplexe Bereiche, die anfänglich schnell überfordern können.
Naomi Owusu, Tickaroo

Wir sind sehr froh über die Unterstützung, die wir bereits bekommen haben. Töpfe gibt es glauben wir genug. Das Problem ist nur, dass man diese nur sehr schwer findet und oft leider Personen diese Töpfe und Programme verwalten, die wenig Ahnung von den Bedürfnissen der Startups haben.
Felix Kosel, bei-mir-um-die-ecke.de

Das Gründen selbst ist meines Erachtens in Deutschland ein relativ unkomplizierter Prozess – wem das schon als Hürde erscheint, der sollte wahrscheinlich generell darüber nachdenken, ob ein Konzern nicht der bessere Arbeitsplatz ist. Die wirklichen Hürden kommen erst viel später. Und hier macht der Staat sehr wenig, um Gründer – die sowieso schon ein sehr hohes Risiko eingehen – zumindest eine gewisse Unterstützung zu geben; das kann für den Anfang etwa staatliche Bereitstellung von Büroräumen für die erste kritische Zeit oder ähnliches sein. Hier gibt es vereinzelt Angebote, der Großteil ist aber immer noch privatwirtschaftlich finanziert. Finanzierungsmöglichkeiten generell müssen von staatlicher Seite viel mehr gefördert werden – hier steht man als Gründer erst einmal alleine da. Hat man eine gute Idee und dazu noch entsprechende Kontakte, findet man in der Regel eher einen Risikokapitalgeber, als Förderung von staatlicher Seite. Die wiederum werden durch staatliche bzw. steuerrechtliche Beschränkungen eher eingeschränkt als gefördert. Generell sollte man sich als Gründer aber lieber nicht auf die Politik verlassen – man muss selbst kreativ werden und viel eher darauf achten, dass man sich ein solides Netzwerk aus den unterschiedlichsten Leuten aufbaut. Auf die kann man zurückgreifen, wenn es zu den vielen Herausforderungen kommt, die das Gründerleben so mit sich bringt.
Franzi Majer, catchys

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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