"Gibt keine App, die vergleichbar wäre" dropAstyle: Authentische Menschen präsentieren Mode

Kleidung im Internet bestellen wird oft zum Flop, weil die Kleidung an uns "Normalos" eben doch anders sitzt, als an den gertenschlanken, langbeinigen Models. dropAsyle funktioniert wie eine Art Instragram, auf der aber ganz normale Menschen ihrs Styles präsentieren. Diese sind dann mit einem Online-Shop verlinkt.
dropAstyle: Authentische Menschen präsentieren Mode

Auch, wenn es uns die Hochglanzmagazine und Werbung glauben lassen will: niemand hat den perfekten Körper und für die Allermeisten ist das Bestellen im Internet schon keine Freude, weil die Klamotte ja doch irgendwie nicht sitzt und zwickt und zwackt. Hier setzt das Aachener Startup dropAstyle um Gründer Christoph Ersfeld an. Es funktioniert eigentlich wie eine Art Instragram, auf der aber “Normalos” ihre Styles präsentieren. Diese sind dann mit einem Online-Shop verlinkt.

Das Monetarisierungsmodell basiert somit auf klassischem Affiliate Marketing. Ein Teil des Umsatzes geht an die Blogger weiter. Noch richtet sich unser Angebot vordergründig an Frauen, soll sich jedoch langfristig ändern. “Schließlich haben Männer ähnliche Schwierigkeiten beim Online-Shopping von Kleidung und sind froh, wenn das ganze einfacher wird”, sagt der Gründer.

“Es gibt keine App, die vergleichbar wäre”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht dropAstyle-Gründer Christoph Erstfeld über bestellte Kleidung, falsche Schnitte und Farben und “data-driven fashion advice”.

Welches Problem wollen Sie mit dropAstyle lösen?
Vielen Menschen geht es so: Man bestellt Kleidung im Netz, ist voller Vorfreude – und dann: die große Enttäuschung. Das Hemd ist zu klein, zu groß, hat die falsche Farbe, den falschen Schnitt. Außerdem sieht es gar nicht so aus wie bei dem Model, das es so perfekt präsentiert. Genau dieses Dilemma wollen wir lösen. Auf unserer Plattform präsentieren normale, authentische Menschen ihre eigenen Styles und dienen anderen Nutzern als Vorbilder – sie sind sogenannte Stylebuddies. Die präsentierte Kleidung ist direkt mit Partnershops verlinkt, so dass man sie ganz einfach per Mausklick nachkaufen kann. Damit macht dropAstyle den Kleiderkauf im Internet deutlich einfacher sowie angenehmer und sorgt dafür, dass weniger Retouren nötig sind – und das ganz einfach kostenlos per App.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet dropAstyle ein Erfolg?
Es gibt keine App, die vergleichbar wäre. Einige arbeiten ähnlich, aber keine kombiniert digitale Stilberatung mit einem Beteiligungsmodell durch verlinkte Online-Shops. Diese Win-Win-Situation für modebegeisterte Blogger, die ihre Styles posten und damit Geld verdienen und gleichzeitig Nutzern, die dadurch Hilfe beim Kleidungskauf bekommen, ist in der Form einmalig. Wir glauben, dass genau dieses Modell zukunftsfähig ist.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Bei Instagram werden zwar auch Styles präsentiert und man kann sich inspirieren lassen, allerdings gibt es hier keine verlinkten Online-Shops. Das Nachkaufen ist also nicht so einfach wie mit unserer App. Zwar gibt es andere Anbieter, die Instagram-Styles kaufbar machen beziehungsweise Styles aus der Community präsentieren, aber auch hier fehlt der Beratungsansatz in Bezug auf Größe, Style und Körpermaße.

Wo steht dropAstyle in einem Jahr?
Unsere Community soll deutlich wachsen im nächsten Jahr. Unser Ziel ist es, in einem Jahr in Deutschland auf rund 100.000 Mitglieder zu kommen. Denn je mehr Styles hochgeladen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass für jeden etwas Passendes dabei ist. Ein selbstlernender Algorithmus wird zukünftig dafür sorgen, dass Nutzern noch bessere, auf sie zugeschnittene Styles vorgeschlagen werden. Wir nennen das “data-driven fashion advice”.

Kennen Sie schon unseren #StartupTicker? Der #StartupTicker berichtet tagtäglich blitzschnell über die deutsche Start-up-Szene. Schneller geht nicht!

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.