Geplant: 30 Millionen Gründerfonds Ruhr: Geld für junge Ruhrgründer

Der Gründerfonds Ruhr will innovative Start-ups fördern. Der Fonds ist auf Unternehmen aus den Segmenten Chemie, Energie, Industrie, Life Sciences, Gesundheit, Logistik, Handel und Digitale Wirtschaft ausgerichtet. Mindestens 30 Millionen Euro sollen bald im Topf sein.
Gründerfonds Ruhr: Geld für junge Ruhrgründer

Junge Unternehmen wie Urlaubsguru, GastroHero und Bauduu zeigen, dass es im Ruhrgebiet eine kleine, aber umtriebige Startup-Landschaft gibt. Die Szene vor Ort ist aber kaum vernetzt – selbst langjährige Digital-Unternehmer, die quasi nebeneinander arbeiten, kennen sich nicht oder kaum. Viele junge Menschen wandern seit Jahren zudem ab und gründen lieber anderswo. Momentan kann man aber eine große Aufbruchstimmung im Revier spüren. Für den RAG-Chef Bernd Tönjes ist die Rhein-Ruhr-Region momentan sogar “der Start-up-Hotspot mit der größten Dynamik in Deutschland”.

Er geht sogar noch weiter: “Berlin, München und Hamburg bekommen Sättigungstendenzen zu spüren. Das Ruhrgebiet kann als Hochtechnologiestandort mit besten Bedingungen für Gründer punkten”. Klingt vielleicht etwas hoch gegriffen, immerhin ist das Ökosystem in Berlin gefühlt noch immer größer als Hamburg, München und das gesamte Ruhrgebiet zusammen. Von der internationalen Strahlkraft gar nicht zu reden.

Tönjes sieht aber auch massive Probleme im Ruhrpott. “Bislang mangelte es hier aber an Risikokapital für Start-ups”, führt er aus. Dies soll sich mit dem Gründerfonds Ruhr, der vom Initiativkreis Ruhr und der NRW.BANK aufgelegt wird, nun ändern. Geplantes Gesamtvolumen: 30 Millionen Euro. “Der Fonds dient der Förderung des Unternehmertums in der Region, ist aber auch klar renditeorientiert. Das macht ihn für Investoren hochattraktiv”, sagt Thomas A. Lange, Initiativkreis Ruhr und Vorstandsmitglied der National-Bank.

Der Fonds ist auf Unternehmen aus den Segmenten Chemie, Energie, Industrie, Life Sciences, Gesundheit, Logistik, Handel und Digitale Wirtschaft ausgerichtet. Also quasi für alles, was sich im dynamischen Gründungsumfeld so bewegt. Jetzt müssen die Investoren nur noch das Geld in den Gründerfonds Ruhr pumpen. Und es dürfen gerne mehr als 30 Millionen werden. Das Ruhrgebiet ist groß, die Chancen auch. Die Region muss sich nur bewegen – und vor allem – zusammen arbeiten.

In unserem Themenschwerpunkt Ruhrgebiet beschäftigen wir uns – in  Zusammenarbeit mit dem ruhr:Hub, dem Netzwerk der Digitalen Wirtschaft im Ruhrgebiet, ausgiebig mit Start-ups im schönen Revier.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.