Playa Games trotzt der Gameskrise 10 Mitarbeiter, 8 Millionen Umsatz, Millionengewinn

Playa Games, 2009 von Beuck und Martin Jässing gegründet, ist seit dem ersten Geschäftsjahr profitabel. 2016 erwirtschaftete das Unternehmen erneut 8 Millionen Euro - wie schon 2010. Die Spieleschmiede profitiert dabei vor allem von ihren schlanken Strukturen: Playa Games beschäftigt lediglich zehn feste Mitarbeiter.
10 Mitarbeiter, 8 Millionen Umsatz, Millionengewinn

Aus der bunten Welt der Games-Start-ups gab es zuletzt viele schlechte Nachrichten – viele Unternehmen mussten Mitarbeiter entlassen. Bei der Hamburger Spielefirma Playa Games geht es dagegen weiter bzw. wieder deutlich aufwärts. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen erneut einen Umsatz in Höhe von 8 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 40 %. 2010 erwirtschaftete das Playa Games-Team schon einmal rund 8 Millionen Euro.

“Allerdings nur durch massive Werbung und zu Lasten des Gewinns, der 2015 deutlich höher war als 2010 – insofern sind wir mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden”, sagt Firmengründer und Geschäftsführer Jan Beuck gegenüber deutsche-startups.de. Playa Games, 2009 von Beuck und Martin Jässing gegründet, ist seit dem ersten Geschäftsjahr profitabel. Details nennt die Gamesfirma nicht. Im Handelsregister steht für 2015 aber ein Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro. Im Jahr zuvor lag der Gewinn bei 2,3 Millionen.

Die Spieleschmiede profitiert vor allem von ihren schlanken Strukturen: Playa Games beschäftigt lediglich zehn feste Mitarbeiter, weitere 50 Mitarbeiter arbeiten frei für die Firma. “Auf diese Weise sind wir sehr wendig. Wir können schneller als große Unternehmen auf Marktveränderungen und Kundenwünsche reagieren. Und wir haben deutlich geringere Fixkosten”, sagt Beuck. “Shakes & Fidget” ist mit über 50 Millionen angemeldeten Spielern das bisher erfolgreichste Spiel der Jungfirma. Derzeit arbeitet die Playa-Mannschaft aber an einem neuen Strategie-Game, das Ende 2017 auf den Markt kommen soll. “Damit wird unser Jahresumsatz dieses Jahr deutlich über die 10-Millionen-Euro-Marke springen”, ist sich Beuck sicher.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.