Gründeralltag 25 Gründer über den ganz normalen Start-up-Wahnsinn

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer eigentlich so in einen ganz normalen Start-up-Arbeitsalltag? Gibt es einen ganz normalen Start-up-Arbeitsalltag in der turbulenten Gründerszene überhaupt? 25 Gründerinnen und Gründer berichten genau darüber.
25 Gründer über den ganz normalen Start-up-Wahnsinn

Ein Tag hat bekanntlich 24 Stunden. Ein klassischer Angestellter ist meist von 9 Uhr bis 17 Uhr im Büro (oder länger). Wie aber sieht ein klassischer Gründertag aus? Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer in einen ganz normalen Start-up-Arbeitsalltag? Ist jeder Tag gleich – oder ist kein Tag wie der andere? Wir haben in den vergangenen Monaten 25 Gründerinnen und Gründer nach ihrem Arbeitsalltag befragt – hier die Antworten, die wir hier erstmals gebündelt veröffentlichen.

Für einen ordentlichen Start in den Tag ist ein gesundes Frühstück der perfekte Energiespender. Aus diesem Grund gibt es jeden Morgen für das gesamte Lovoo-Team ein umfangreiches Frühstücksbuffet im Office-Cooking-Bereich. Bei Toast, Kaffee, Smoothie, Obst und Ei gehen wir gemeinsam mit dem Team die News des Tages durch. Ich nehme, wann immer ich Zeit finde, die Gelegenheit war, meinen Lunch mit den spannenden Menschen aus unserer Firma oder Personen aus meinem näheren Umfeld zu verbringen. Ich versuche außerdem so oft es geht frische Luft zu tanken, um fit für neue Challenges am Nachmittag zu sein. Die größte Herausforderung für mich ist, mein iPhone beim Essen wegzulegen. Ein Vitaminshake nach der Arbeit wirkt Wunder, sodass dem entspannten Abend nichts mehr im Weg steht. Wenn sich der Hunger meldet, treffe ich mich am liebsten mit guten Freunden oder Teammembers auf ein spontanes Dinner. Um den Kopf so richtig frei zu bekommen, hilft Badminton, Squash oder Volleyball.
Benjamin Bak, Lovoo

Ich bin ein Morgenmensch und stehe gerne früh auf und bin früh im Büro, wenn noch nicht alle da sind und es noch etwas ruhiger ist. Dann strukturiere ich meinen Tag bei einem starken Kaffee und Musik. Idealerweise gehe ich vorher noch 45 Minuten laufen, aber das schaffe ich leider nur sehr selten. Mit dem Team beginnen wir dann mit einem Standup-Meeting, in dem jeder seine Ziele für den Tag vorstellt. Um die Mittagszeit gehe ich entweder mit Geschäftspartnern, Freunden oder Teammitgliedern essen oder ich esse kurz ein selbstgemachtes Butterbrot vor dem PC. Normalerweise zwinge ich mich aber kurz rauszugehen und den Kopf etwas frei zu kriegen. Nach der Arbeit gibt es bei mir meist zwei Extreme: Entweder stricke oder koche ich, um zu entschleunigen und runter zu kommen – oder ich mache Sport. Dann aber am liebsten ein “High Intensity Fitness Intervall Training” mit mega lauter Musik. Das ist so wahnsinnig anstrengend, dass ich nur noch ans Überleben denke und an nichts anderes. Damit kann man wunderbar abschalten!
Linda Dannenberg, meisterclass

Mein Tag beginnt mit Mails und dem Checken von tagesrelevanten KPIs wie Cash, Profitability und Growth. Mein Mittagessen sieht meist so aus: Salat vor dem Rechner oder im Meeting. Nach der Arbeit stehen dann Enduro, Motocross, Joggen und Fitnessstudio auf dem Programm.
Sebastian Diemer, Kreditech

Die Musik in allen Räumen richtig laut aufdrehen. Wenn dann die Ersten kommen wird sie Raum für Raum wieder runter gedreht. Zur Mittagszeit am liebsten eine Verabredung irgendwo in der Hamburger Innenstadt – am liebsten mit jemandem aus dem Team. Beim Laufen an der Elbe mit unserem Hund schalte ich dann abends ab.
Gunnar Froh, Wunder

Tatsächlich oft wechselnd. Ich arbeite meist noch viel Abends und Nachts. In meiner Fundraisingphase habe ich bis 9 Uhr geschlafen, weil man Nachts oft noch soviel Informationen für Investoren aufbereiten muss. Jetzt in der operativen Phase schlafe ich bis 7 Uhr und gehe direkt zum Sport. Danach hole ich mir meistens ein Daluma-Frühstück zum mitnehmen. Jeden Montag macht mein Mitgründer Hessam allerdings erstmal Frühstück für das ganze Team. Mittags gehen wir meist mit dem Team ins Co Co, Dolores – oder machen ein Picknick im Park. Das sind wohl die beliebtesten Spots. Auch hier aber sehr abhängig. Sehr nach Phase benutze ich den Lunch für externe Termine wie beispielsweise um potentielle Kandidaten, Kunden, Investoren etc. zu treffen. Wenn es gar nicht mehr geht abends, gehe ich in die Sauna und habe 60 Minute totale Stille. Gute Freunde, ein wenig Party und einfach normale und keine Start-up-Gespräche helfen mir auch.
Robin Haak, Jobspotting

Den Morgen halte ich mir üblicherweise von externen Terminen und Meetings frei – ausgenommen das Daily Scrum-Stand-up mit meinen Entwicklern. Die Fahrt in die Firma ist meistens der Zeitpunkt, an dem ich spätestens meinen Tag strukturiere. Unterteilt in wichtig, dringend und wichtig und dringend. Mittags kocht meistens jemand aus dem Team. Gefühlt gibt es bei uns jeden zweiten Tag Hackfleischpfanne. Eigentlich schalte ich nie ab. Mein Kopf ist stets bei der Arbeit oder bei einem anderen Start-up, das ich unterstütze. Meine Freunde sind auch alles Unternehmer. Das wir über Geschäftliches reden, liegt ja in unserer Natur und verbindet uns. Wir haben aber auch andere Interessen. Rennsport oder das eine oder andere nicht ganz schwindelfreie Hobby.
Thilo Hardt, eWings

Ich steh’ gerne früh auf, daher radel ich gegen 5:30 Uhr ins Büro, frühstücke, schau mir die Daten vom Vortag an und kümmere mich dann um die Projekte, die bei mir gerade ganz oben auf der Liste stehen. Für mich passt das ganz gut, dass ich meist 2 bis 3 Stunden habe, bevor die ersten Meetings losgehen. Mittags geht’s zu Sam, unserem Koch. Immer lecker, immer lustig. Abends sind dann Sport und Zeit mit der Familie angesagt.
Matthias Henze, Jimdo

Ich starte meinen Tag mit einen Review meiner Asana-TodoListe, um zu sehen, was dringend und wichtig ist. Ansonsten sind meine Tage meist ab früh morgens voll mit Terminen oder Arbeitspaketen für einzelne Projekte, die ich mir eingetragen habe. Meine Mittagspause sieht sehr unterschiedlich aus: Manchmal nur ein schneller Snack vorm Monitor – aber sehr oft auch Lunch mit Mitarbeitern. Hier besonders mit neuen Mitarbeitern. Bei drei Kindern und meiner Frau habe ich genug Ablenkung, wenn ich abends nach Hause komme. Wenn die Kids im Bett sind, gibt es meist nochmal eine Arbeitssession oder aber Sport bzw. gelegentlich mit Kumpels ein Bier.
Gerald Heydenreich, Pippa&Jean

Bei einer Tasse Kaffee periodisiere ich meistens meine To-Dos für den Tag. Meine Mittagspause ist leider meistens viel zu kurz. Oft lasse ich mir etwas mitbringen oder bestelle mit was ins Büro. Wenn ich ein bisschen Zeit habe versuche ich rauszukommen und mit Kollegen mal über etwas anderes als das Business zu sprechen. Meistens sitze ich leider auch zuhause noch vor dem Rechner. Wenn ich ihn dann aber endlich zuklappe, schaffe ich es eigentlich ganz gut für den Rest des Abends abzuschalten. Wenn ich einen Abend frei habe, dann unternehme ich gerne etwas mit Freunden oder meinem Freund. Aktiv zu sein lässt mich besser entspannen als vor dem Fernseher zu sitzen.
Cécile Gaulke, Rebelle

Nach dem Aufstehen checke ich meistens erst einmal meine E-Mails und widme mich dann meinem Sport. Bin ich damit durch, steht das Frühstück auf dem Programm, wobei ich währenddessen oft mit den Early Birds im Office skype. Habe ich wichtige Telefonate, bleibe ich auch danach meistens noch zuhause, weil es da einfach ruhiger ist, als im Großraumbüro. Danach geht’s dann auf ins Selbige. Mittags treffe ich mich oft mit Partnern bzw. möglichen Partnern zum Business Lunch. Am liebsten geselle ich mich aber zu meinen Kollegen zum Team-Lunch. Bei einem wachsenden Team wird das natürlich immer schwieriger. Aber wenn es klappt, umso besser. Am Wochenende unternehme ich meistens etwas draußen in der Natur, was ja rund um München prima machbar ist: Hiken, Biken, Skifahren etc. und das am liebsten mit Frau und Freunden, so dass man neuen Input bekommt und auch mal über andere Dinge als die Arbeit sprechen kann.
Christopher Kampshoff, Lendstar

Ich komme gerne früh morgens ins Büro, um in Ruhe meinen Tag vorzubereiten bevor der ganz normale Wahnsinn losgeht. Leider zu oft hole ich mir nur kurz etwas und esse dann vor dem Laptop. Ich weiß natürlich, dass das gar nicht so gut ist. Viel zu selten gehe ich mit meinen engsten Mitarbeitern lunchen, um neue Ideen auszutauschen. Mittags hole ich mir leider zu oft nur kurz etwas und esse dann vor dem Laptop. Ich weiß natürlich, dass das gar nicht so gut ist. Viel zu selten gehe ich mit meinen engsten Mitarbeitern lunchen, um neue Ideen auszutauschen. Abends schalte ich beim Joggen oder beim Treffen mit Freunden ab.
Lea Lange, Juniqe

Zwischen 7:30 und 8:30 Uhr komme ich ins Büro, checke unsere Zahlen und mache mich dann an Denkaufgaben oder solche, die Kreativität und Ruhe erfordern, bevor es laut und busy im Büros wird. Ab circa 10 Uhr bearbeite ich E-Mails, bespreche To-dos mit dem Team und arbeite meine eigenen To-dos ab. Nach dem Lunch stehen oft Meetings an mit dem Team, externen, Verkaufsgespräche etc. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht jeder Tag komplett anders aus und ist kaum planbar. Das macht es ja spannend. Bis circa 20 Uhr bin ich meist im Büro, danach wird wenn nötig von zu Hause weiter gearbeitet. Ich bin aber kein Freund davon, bis Mitternacht im Büro zu sitzen. Dann kriege ich das Gefühl, neben der Arbeit kein Leben mehr zu haben.
Daria Mai, Paleo Jerky

Einen ganz normalen und routinierten Arbeitsalltag gibt es in einem Start-up, und besonders bei bonify, nur selten. Spontaneität, Flexibilität und Kreativität prägen die Abläufe und das Miteinander. Wir Gründer sind meist schon um 8:30 Uhr in unserem zweiten Zuhause und tauschen uns aus – versuchen Entscheidungen und Kooperationen voranzubringen, uns Problemen proaktiv zu widmen und ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Zwischen 9 und 10 Uhr trudeln alle bonifyer in unserem Office in Kreuzberg ein. Viele haben einen kleinen Morgensnack in der Hand oder nehmen sich eine Stärkung aus unserem frischen Obstkorb. Ein freundschaftliches “Hallo” oder “Hello” wird in die Runde geworfen, ein frischer Kaffee gemacht und – wer hätte es gedacht – es geht an die Arbeit. Die Zahlen vom Vortag werden detailliert zusammengetragen und analysiert. In den einzelnen Teams werden Daily-Stand-ups abgehalten: Was lief gut? Was ist verbesserungswürdig? Was haben wir gestern gelernt? Welche To-Dos stehen für die Woche und für den Tag auf der Liste? Wie kann wem geholfen werden? Wer hat eine Idee und möchte diese umsetzen? Der tägliche Austausch schafft Transparenz zwischen den Arbeitsaufgaben der Mitarbeiter und ermöglicht gleichzeitig eine Unterstützungs- und Umsetzungskultur. Das ist uns Gründern besonders wichtig! Abends, wenn etwas Ruhe einkehrt, kommt oft der Kickertisch zum Einsatz, ein Bier oder Wein getrunken und sich ausgetauscht.
Gamal Moukabary, bonify

Ich stehe gerne früh auf, um genügend Zeit für ein entspanntes Frühstück zu haben. Dabei checke ich schon mal meine E-Mails und plane den Tag. Danach fahre ich gerne mit dem Fahrrad ins Büro, so habe ich frische Luft getankt und komme ich mit freiem Kopf und guter Laune an. Eine feste Zeit für die Mittagspause gibt es bei mir nicht, oft stehen Termine an, so dass meine Pause nicht immer in der Mittagszeit um Punkt 13 Uhr stattfindet. Wenn ich die Gelegenheit habe, nutze ich die Mittagspause aber gerne für ein Update mit meiner Mitgründerin Tanja oder mit dem Team. Bei einem leckeren Essen hat man auch mal die Gelegenheit sich in Ruhe auszutauschen. Mir ist wichtig zu wissen, wie die Stimmung im Team ist und wie es meinen Kollegen geht. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, gehe ich auch gerne zum Sport, danach habe ich noch mehr Energie für den Rest des Tages. Für mich sind Auszeiten wichtig, aber ich nutze die Freizeit auch, um unser Geschäftsmodell weiterzudenken.
Linh Nguyen, Kisura

Um morgens wach zu werden, reichen mir ein Smoothie und eine Banane. Mehr geht einfach um diese unmenschlich frühe Uhrzeit nicht. Die ersten E-Mails checke ich dann schon bevor ich im Büro bin. Sobald ich angekommen bin, spreche ich mit den Abteilungsleitern den Tag durch. Meine Ernährung in der Mittagspause besteht zu 60 % aus Best Friends Sushi, 20 % Vapiano und 20 % aus Burgern. Hier im Bermudadreieck haben wir aber auch die Qual der Wahl, weil es so viele coole Restaurants gibt. Manchmal sitzen wir aber auch einfach alle zusammen in unserer großen Küche oder auf der “Dachterasse”” Das klingt jetzt viel fancier als es ist. Aber “Geteertes-Zwischendach”, das man nur in geduckter Position über ein Fenster erreichen kann, wollte ich nicht schreiben. So wirklich komplett abschalten kann man abends ehrlich gesagt nicht, weil es – zum Glück – keine klaren Grenzen zwischen Beruf und Privatleben gibt. Am besten kann ich aber beim Sport entspannen, egal, ob ich selbst Fußball spiele oder dem VfL Bochum beim Gewinnen zuschaue – leider zu selten.
Stefan Peukert, Employour

Mein Arbeitstag beginnt um 7:30 Uhr mit einem japanischen Sencha Grüntee bei mir zu Hause am Schreibtisch. Zu Hause habe ich die Ruhe mich in die Zahlen einzulesen und den Tag vorzubereiten. Gegen 9 Uhr bin ich dann im Büro und habe meistens umgehend die ersten Meetings oder Job-Interviews. In der Regel nutze ich meine Mittagspause um Geschäftspartner zu treffen oder auch um persönliche Gespräche mit Mitarbeitern zu führen. Wir haben einen sehr guten italienischen Supermarkt um die Ecke von unserem Office und die haben mittlerweile aufgrund des hohen Andrangs von GetYourGuide eine eigene Kantine aufgebaut. Abends gehe ich regelmäßig im Volkspark Friedrichshain joggen, koche zu Hause für meine Freundin oder treffe viele interessante Menschen, die nichts mit Start-ups zu tun haben. Ich bin auch ein großer Fan der Berliner Philharmoniker und höre mir öfters Konzerte an. Last, but not least: Da wir Touren und Aktivitäten in vielen Städten der Welt verkaufen, mache ich schon rein beruflich viel Ferien und lerne neue Kulturen kennen.
Johannes Reck, GetYourGuide

Zwischen 7:30 und 10:00 Uhr starte ich in den Tag, meistens. Es hängt von drei Sachen ab: Was will ich heute erledigen, wie lang ging es gestern und weckt mein Sohn mich früher als geplant. Ein bis zweimal in der Woche kombiniere ich Mittagessen mit einem Meeting. Mittwochs haben wir Team-Lunch. Den Rest der Woche entweder am Desk oder draußen mit Kollegen. Abends gucke ich super gerne Serien oder Vorträge auf Youtube, etwa TedX.
Thomas Ruland, cloudcontrol

Ich versuche mich stark am Founders Schedule zu orientieren. Morgens und abends nehme ich mir Zeit für neue Projekte und Themen, die ich gerne voran bringen möchte. Oft versuche ich zu diesen Zeiten auch die Anzahl meiner ungelesenen Mails zu verringern, damit ich mich den restlichen Tag auf den Austausch mit meinen Mitarbeitern fokussieren kann. Ich versuche so oft es geht mit Mitarbeitern aus meiner Abteilung, Mitarbeitern anderen Abteilungen oder meinem Mitgründer in der Mittagspause etwas Essen zu gehen. Am besten schnell, günstig und gesund. Dabei trifft es sich sehr gut, dass wir die Mensa einer nahen Hochschule ebenfalls nutzen können. Ich habe schon immer gerne Sport zum Ausgleich gemacht. Während des Studiums an der WHU und in den ersten Gründungsjahren war daran jedoch so gut wie nicht zu denken. Daher bin ich mittlerweile sehr froh darüber, dass das Fitnessstudio direkt unter unserem neuen Büro liegt und ich vor oder nach der Arbeit dort zwangsweise vorbei muss.
Benjamin Roos, Studitemps

Oft starte ich direkt mit Meetings. Wenn ich etwas Luft habe, gönne ich mir zum Kaffee eine Viertelstunde für einen Twitter- bzw. Nachrichten-Check. Glücklicherweise haben wir in unserem Bürogebäude im obersten Stockwerk eine Kantine. Meistens renne ich um die Mittagszeit kurz hoch, esse 10 Minuten etwas und bin dann wieder im Office. Aber manchmal fällt sie auch aus. Abends koche ich gerne mit meiner Freundin und rede dabei über Themen, die nicht mit Finanzchef24 oder FinTech zu tun haben. Ansonsten treibe ich ab und an etwas Sport oder setze mich ans Klavier. Vor kurzem habe ich ein neues, eher handwerklicheres, also nicht-digitales, Hobby entdeckt, das mir abzuschalten hilft: ich repariere und restauriere in meiner Garage eine 1979er Simson Schwalbe und einen 1959er Berliner Roller.
Felix Schollmeier, Finanzchef24

Zuhause lese ich bereits alle E-Mails. Wenn ich damit durch bin, setze ich mich aufs Fahrrad und mache den ersten Anruf des Tages. Wenn ich dann ins Büro komme, starte ich meistens direkt mit Mitarbeitergespraechen und Meetings. Meine Mittagspause sieht sehr unterschiedlich aus: Manchmal nur ein schneller Snack vorm Monitor – aber sehr oft auch Lunch mit Mitarbeitern. Hier besonders mit neuen Mitarbeitern. Mein Abend ist reserviert für Freundin, Freunde und lesen. Leider habe ich jedoch oft Calls mit den USA zwischen 23:00 und 1:00 Uhr, was schon nerven kann.
Felix Schulte, goodscloud

In der Regel bin ich um 6:30 Uhr wach, mache mir einen Tee und arbeite dann erst einmal eineinhalb und zwei Stunden von zuhause aus um ungestört zu sein und die wichtigsten Themen zuerst abzuarbeiten. Um 10 Uhr. bin ich im Büro. Montags und Dienstags habe ich JourFixes mit den Kollegen die ich direkt manage. Diese Tage sind sehr voll, sodass ich Lunch in der Regel ausfallen lasse und stattdessen Kunstnahrung – ähnlich wie Soylent nutze. Spart eine Stunde Zeit pro Tag und man ist danach satt, fällt aber nicht in das Mittagsloch nach dem Lunch. An den anderen Tagen habe ich fast immer Lunch entweder mit Business Partnern oder Kolleginnen und Kollegen. Bei letzterem ziehe ich 1-on-1 immer Gruppen-Lunches vor. Ich laufe jeden Abend um circa 22 Uhr von der Arbeit nach Hause, Sommer wie Winter, und meist auch bei jedem Wetter. Circa 4,5 Kilometer von Kreuzberg nach Friedrichshain wofür ich beim Gehen ziemlich genau 1 Stunde brauche. Das hilft mir meine Gedanken und ToDos für den nächsten Tag zu sortieren und runter zu kommen.
Simon Specka, Zenmate

Ich bin Nacht-Arbeiter und stehe daher eher spät auf. Ich schaue mir um 8:30 Uhr die ersten Zahlen an und checke Mails während des Frühstücks um dann gegen 9.30 Uhr ins Büro zu fahren. Wenn ich im Büro bin gehe ich zur Mittagszeit mit Kollegen um die Ecke etwas Essen. Abends schalte ich selten ab. Die Gedanken an das Unternehmen sind immer präsent. Ich denke das geht jedem Gründer so. Aber ich interessiere mich für Fußball – Lieblingsverein TSV 1860 München – und gehen gerne mit Freunden sowie meiner Frau und unseren Kindern Essen.
Konstantin Urban, windeln.de

Mit dem Fahrrad ins Büro und dort erstmal Müsli. Keinen Kaffee – den gibt’s erst nach dem Mittagessen. Mittags habe ich meistens ein Treffen vereinbart und nutze die Zeit, um mich mit anderen Firmen und Start-ups auszutauschen. In Kreuzberg, wo wir auch unser Office haben, ist das super easy – es sind sowieso die meisten direkt in der Nähe. Wann immer es das Wetter und die Zeit zulässt, setze ich mich abends aufs Motorrad und fahre aus der Stadt raus. Am liebsten in Richtung Potsdam, aber auch in Tegel kann man der Stadt mal kurz entfliehen.
Michael Wendt, Locafox

Mein Tag beginnt so: Frühstück, anfallende Hausarbeiten erledigen, leider zu selten Joggen. Wenn möglich geht ich Mittags mit dem Team etwas Essen, wichtig für die Stimmung. Ansonsten etwas Schnelles im Büro. Beim Abendessen zu Hause bzw. spätestens beim Lesen vor dem Einschlafen schalte ich aab. Wirklich abschalten ist aber schwierig.
Christian Wiens, GetSafe

Ich starte meinen Bürotag mit einem frischen Birchermüsli mit Obst und Honig. Im Anschluss habe ich dann meistens noch ein wenig Zeit, bis die Mitarbeiter eintreffen. Abends gehe ich ins Kino, Essen oder schaue mir eine Serie an. Komplett abschalten fällt einem aber auch nicht immer so leicht.
Christopher Zwickler, flimmer

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.