#5um5

“If you pay peanuts, you get monkeys”

"Ich habe entschieden, dass ich nur noch mit Profis arbeiten möchte und es mir nicht mehr primär darum geht, die Gehaltskosten zu optimieren und möglichst wenig zu bezahlen. Mir geht es darum, dass die Leute wissen was sie tun und die Firma voran bringen", sagt Doreen Huber von Lemoncat.
“If you pay peanuts, you get monkeys”
Mittwoch, 12. Oktober 2016VonAlexander Hüsing

Unsere Rubrik “5 um 5” liefert jeden Tag um Punkt 5 Uhr insgesamt – wer hätte das gedacht – 5 wissenswerte Fakten, bahnbrechende Tipps oder hanebüchene Anekdoten rund um ein startupaffines Thema. Heute geht es um: 5 Fragen an Doreen Huber (Foto: Mitte), ehemals Delivery Hero und Springstar, die mit Lemoncat einen Catering-Vermittler gründete.

Wie sieht Ihr ganz normaler Start-up-Arbeitsalltag aus – von früh bis spät?
Ich habe eine eineinhalb-jährige Tochter und stehe daher immer um 6 Uhr auf. Jeden zweiten Tag gehe ich morgens zum Sport, die anderen Morgende gehören meiner Tochter. Gegen 9 Uhr bin ich im Büro und arbeite mit meinem Team am Produkt. Meine Tage sind sehr verschieden. Den einen Tagesablauf gibt es gar nicht. Hängt komplett davon an was anliegt. Ich versuche so oft wie möglich mit Kunden und unseren Caterern zu sprechen, um den Markt noch besser zu verstehen und unser Produkt besser machen zu können. Die Catering Testessen sind mein Lieblingspunkt auf der Tagesordnung. Das machen wir immer mit dem ganzen Team. Ich habe natürlich viele E-Mails, die täglich auf mich warten aber ich versuche mich jeden Tag auf die top 3 Sachen zu konzentrieren, die Lemoncat voran bringen. Die müssen auf jeden Fall erledigt werden.

Was war der lehrreichste bzw. der beste Fehler, den Sie gemacht haben?
If you pay peanuts, you get monkeys. Ich habe entschieden, dass ich nur noch mit Profis arbeiten möchte und es mir nicht mehr primär darum geht, die Gehaltskosten zu optimieren und möglichst wenig zu bezahlen. Mir geht es darum, dass die Leute wissen was sie tun und die Firma voran bringen. Am Gehalt zu sparen und schlechtere Leute einzustellen lässt die Firma viel Zeit verlieren.

Wie wichtig und bindend ist ein Businessplan?
Ich finde einen Businessplan als Hilfsmittel wichtig. Es ist gut Kosten und Gehälter zu planen und auch am Anfang festzulegen was ich mit meinem Business erreichen will. Wie sich Umsätze entwickeln werden etc. Daraufhin müssen ja auch Ziele festgesetzt werden. Aber natürlich muss man als Unternehmer flexibel reagieren können, wenn etwas Unvorhergesehenes mit Markt oder Produkt passiert. Ich habe auch noch nie erlebt, dass der erste Business Plan nicht verändert wurde.

Was sollten Gründer vor Investoren niemals sagen oder machen?
Ich finde dafür gibt es keine Regeln. Sei gut vorbereitet, kenne deinen Markt und dein Produkt. Das ist das Wichtigste.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter für sein Start-up?
Mit sehr viel Ausdauer und hunderten von Gesprächen. Am wichtigsten ist es keine Kompromisse zu machen. Auch dann nicht, wenn man langsam verzweifelt.

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Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.