airbnb-Wettbewerber am Ende Ein Pionier der Zimmervermittler ist insolvent

Andreas Sperber, Armin Harbrecht und Marco Umfahrer hievten ihre gewinnorientierte Antwort auf Plattformen wie CouchSurfing vor knapp sieben Jahren ins Netz. Nun ist der Karlsruher Zimmervermittler gloveler, der schon 2009 an den Start ging, insolvent.
Ein Pionier der Zimmervermittler ist insolvent

Der Karlsruher Zimmervermittler gloveler, der schon 2009 an den Start ging, ist insolvent. Insolvenzverwalter Thorsten Konrad sucht derzeit einen Käufer oder Investor für das gescheiterte Unternehmen. Nach eigenen Angaben fehlten dem Start-up, das schon vor airbnb und Co. Couchschläfer vermittelte, “nur einige Tausend Euro Umsatz pro Jahr, um schwarze Zahlen zu schreiben”. Kurz vor der Ziellinie sei dem Unternehmen aber das Geld ausgegangen.

Ein neuer Geldgeber konnte auf die Schnelle nicht gefunden werden. Zudem ist von “Uneinigkeiten im Gesellschafterkreis” die Rede. Andreas Sperber, Armin Harbrecht und Marco Umfahrer hievten ihre gewinnorientierte Antwort auf Plattformen wie CouchSurfing vor knapp sieben Jahren ins Netz. Die Idee zu gloveler entstand in einem Seminar an der Universität Karlsruhe. Nach dem Studium entschlossen sich die drei Initiatoren das Projekt auch tatsächlich umzusetzen.

Damit ist und war gloveler eine Art Pionier der deutschen Zimmervermittler. Mit 9flats, airbnb und Wimdu sah sich das kleine Start-up später millionenschwerer Konkurrenz gegenüber – konnte sich bisher aber recht gut behaupten. Schade, dass kurz vor der Ziellinie nun (fast) Schluss ist.

Passend zum Thema: “Start-ups, die 2016 bereits gescheitert sind“.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.