15 Fragen an Carl von Stechow von Zinsland “Mit Menschen reden hilft mehr, als Slides zu machen”

Jeden Freitag beantwortet ein Gründer oder eine Gründerin unseren standardisierten Fragebogen. Der Fragenkatalog lebt von der Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fragen, die alle Gründerinnen und Gründer beantworten müssen – diesmal antwortet Carl von Stechow von Zinsland.
“Mit Menschen reden hilft mehr, als Slides zu machen”

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Nichts, letztlich kommt es nur auf die Menschen an, die mit einem zusammenarbeiten, das können von mir aus auch welche sein, die sich als Chef empfinden.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Das hat sich langsam entwickelt. Von Crowdinvesting hatte ich schon oft gehört – dass ich das als eigenständiges Geschäftsmodell betreiben könnte, habe ich damals noch nicht für möglich gehalten.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Vier Hamburger Unternehmer haben in zwei Runden in Zinsland investiert.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Die Auseinandersetzung mit den aufsichtsrechtrechtlichen Vorgaben hat uns zumindest sehr viel Zeit und auch Geld gekostet.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Nicht zögern, einfach machen.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Presse.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Meine eigene Begeisterung für das Produkt.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Mit den Menschen reden hilft mehr, als Powerpoint Slides zu machen.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Gründern ist mit einer Veränderung der Stimmung im Land mehr geholfen, als mit komplizierten Förderprogrammen. Daher würde ich ihn bitten, die Gründerkultur und Innovationen ständig zu preisen und durch Veranstaltungen zu fördern.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Ich wäre Immobilien-Projektentwickler.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Qipp.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Rom um 80 v. Chr., Jerusalem um 30 n. Chr., Rheinsberg um 1738, Weimar um 1800, Paris um 1830, Berlin um 1920.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Einen alten Bauernhof ausbauen und eine Ziegenzucht mit Käserei eröffnen.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit meiner Familie in einem großen Garten und all die Magazine und Zeitungen lesen, die ich mir an Flughäfen und Bahnhöfen kaufe und ungelesen zu Hause auf einem Haufen liegen habe.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Barack Obama, Angela Merkel und mit vielen meiner Freunde, die derzeit in anderen Städten leben.

Im Fokus: Weitere Fragebögen in unserem großen Themenschwerpunkt 15 Fragen an

Zur Person:
Carl von Stechow ist Gründer und Geschäftsführer von Zinsland. Der Dipl.-Kaufmann, Abschluss an der ESCP Europe, ist seit 2006 in der Immobilienbranche tätig, seit 2014 ist er Member of the Royal Institution of Chartered Surveyors (MRICS). Neben Stationen als Berater bei Deloitte Counsulting war Carl von Stechow im Business Development des Immobilienmaklers Engel & Völkers angestellt.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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