Risiken, Fehler, Erfolge Berlins ältestes Start-up – We try. We fail. We win

Berlin ist die deutsche und wohl auch europäische Start-up-Hochburg. Was dazu führt, dass immer mehr Parteien, Unternehmen etc. auf den fahrenden Start-up-Zug aufspringen. Mit allen Vor- und Nachteilen. Denn ein Start-up-Zug fährt oftmals Achterbahn. Dies sollte man wissen.
Berlins ältestes Start-up – We try. We fail. We win

Berlin und Start-ups gehören inzwischen einfach zusammen. Die Stadt und ihre vielen Politiker hofieren die Gründerszene der Stadt und sonnen sich in deren hippen Glanz. Ebenso diverse Unternehmen. Diese Symbiose treibt immer weitere Blüten – teilweise kuriose. Auch der traditionsreiche Fußballverein Hertha BSC bekommt nun einen Start-up-Anstrich. Mit Unterstützung der Agentur Jung von Matt/Sports positioniert sich der Bundesliga-Verein künftig als “Berlins ältestes Start-up”. Der Slogan dazu lautet “We try. We fail. We win”.

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“Bei der Beschäftigung mit der Marke Hertha BSC und unserer Entwicklung der vergangenen Jahre, haben wir große Übereinstimmungen mit dem besonderen Charakter Berlins und dem Geist der Berliner Start-up-Szene gefunden. ‘We try. We fail. We win.’ ist die Zusammenfassung der abwechslungsreichen Hertha-Geschichte und definiert zugleich unseren Anspruch, Risiken einzugehen, aus Fehlern zu lernen und daraus Erfolge zu erzielen”, Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC.

Weitere Start-up-Atmosphäre versprüht Paul Keuter, bei Hertha BSC verantwortlich für Markenkommunikation und Digitale Transformation: “Mit einer innovationsgetriebenen Unternehmenskultur schaffen wir den Schulterschluss mit der Berliner Gründerszene und werden einer der Innovationsführer unter den Bundesliga-Clubs sein”. Auch Hertha versucht sich somit im Glanz der hippen und innovativen Gründerszene zu sonnen. Das Beispiel zeigt vor allem, dass Berlin und Start-ups am Zenit der Wahrnehmungsgrenze angekommen sind. Mehr geht kaum noch.

Hertha BSC fehlt jetzt eigentlich nur noch der passende Start-up-Sponsor. Rocket Internet war bekanntlich einmal im Gespräch. Mit Grunde aber gehört zalando auf die Brust von Hertha.

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Foto (oben): Shutterstock; Foto (Text): Jung von Matt/sports

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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