Start-up-Signale aus Hamburg Gruner + Jahr legt 50 Millionen-Fonds für Start-ups auf

Nun auch Gruner + Jahr! Endlich! Das Medienhaus legt einen Investitionsfonds über 50 Millionen Euro auf, um in Start-ups zu investieren. Der Schwerpunkt liegt auf Firmen aus den Segmenten Living, Food und Parenting/Family sowie Werbetechnologie. Die Hälfte des Geldes soll als Media for Equity fließen.
Gruner + Jahr legt 50 Millionen-Fonds für Start-ups auf

Jetzt ist auch klar, warum das Medienhaus Gruner + Jahr plötzlich starke Präsenz in der deutschen Start-up-Szene zeigt – etwa auf der Heureka in Berlin. Zuletzt kam nämlich eher das Gefühl auf, Gruner + Jahr hat das Interesse an Start-ups verloren – ausgelöst etwa durch den Ausstieg des Verlags beim Shop tausendkind, der strategisch wunderbar in die Eltern-Familie von Gruner passte.

Und die Ankündigung, ein Media-for-Equity-Vehikel gründen zu wollen, ist auch schon eine gefühlte Ewigkeit her. Wobei man zur Ehrenrettung Gruners anmerken muss, dass das Medienhaus zuletzt rund 100 Millionen Euro in das Digitalgeschäft investiert hat. Nun aber macht Gruner + Jahr so richtig ernst in Sachen Start-ups und legt mit dem G+J Fund einen Investitionsfonds auf, der 50 Millionen Euro schwer ist.

“Über die Hälfte davon soll indes über Mediavolumen spendiert werden (Media for Equity)”, berichtet Horizont. Stan Sugarman, Chief Digital Officer G+J Deutschland, verstehe das Konstrukt dem Bericht zufolge als “Enabler für externe Minderheitsbeteiligungen”. Einen Fonds-Geschäftsführer habe das Medienhaus bereits gefunden, den Namen will Sugarman aber nicht verraten. Gruner + Jahr will über seinen G+J Fund Start-ups aus den Segmenten Living, Food und Parenting/Family sowie Werbetechnologie finanziell unterstützen.Beim Lebensmittel-Onlinemarktplatz Delinero will das Medienhaus nun direkt die Mehrheit übernehmen. Seit 2013 ist Gruner beim Start-up an Bord. Eine runde Sache, endlich gibt Gruner + Jahr in Sachen Start-ups Gas.

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Foto: yuri4u80 / Shutterstock.com

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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