In 171 Tagen rund um den Globus Ein Musterbeispiel, wie Rocket Internet Start-ups hochzieht

Projekte wie Helpling zieht Rocket Internet innerhalb von 80 Tagen hoch - von der Idee bis zur Liveschaltung. Inzwischen ist das Start-up ein Jahr alt und in 12 Ländern vertreten. Ganz nebenbei sammelte das Unternehmen noch knapp 60 Millionen Euro ein. Ein Musterbeispiel, wie Rocket Start-ups hochzieht.
Ein Musterbeispiel, wie Rocket Internet Start-ups hochzieht

Der Putzdienst-Vermittler Helpling, der zum über-Inkubator Rocket Internet gehört, feierte gerade seinen ersten Geburtstag. Das junge Unternehmen, das von Benedikt Franke und Philip Huffmann geführt wird, ist dabei ein Musterbeispiel, wie Rocket Internet ein Unternehmen in Windeseile hochzieht, ganz wild expandiert und gleichzeitig noch ganz viel Geld einsammelt.

Helpling ist auch deswegen ein Musterbeispiel, weil Rocket Internet es selbst dazu gemacht, immerhin enthüllte der Inkubator sogar schon die Entstehungsgeschichte der Jungfirma – siehe “Wie Rocket Internet in 80 Tagen ein Start-up hochzieht“. Zum Hintergrund: Am 10. Januar des vergangenen Jahres entschieden Oliver Samwer und Co. sich dafür, das Projekt Helpling umzusetzen – am 29. März ging die Vermittlungsplattform für Reinigungskräfte an den Start. Am 20. Januar kamen die Gründer zum Projekt, am 30. Januar erfolgt die Entwicklung der Website.

Nun ist Helpling ein Jahr alt und beschäftigt bereits 250 Mitarbeiter. Die weiteren Fakten, die auf der Helpling-Torte stehen:
* In 12 Ländern vertreten
* Auf 5 Kontinenten verfügbar (Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa, Ozeanien)
* Von Stockholm bis nach Rio: 200 Städte weltweit
* 75 deutsche Städte
* Über 50.000 Haushalte bedient

Nun noch die finanziellen Details: Im Dezember des vergangenen Jahres sicherte sich Helpling in der ersten Finanzierungsrunde 13,5 Millionen Euro. Ende März 2015 nahm das Unternehmen in der zweiten Finanzierungsrunde weitere 43 Millionen Euro ein. “Mit insgesamt fast 60 Millionen Euro hat Helpling nun die Möglichkeit, seinen Service weiter zu optimieren und nachhaltig auszubauen. In kein anderes Reinigungsportal wurde bislang so viel Geld investiert”, teilt das Start-up zum Geburtstag mit.

Bleibt festzuhalten: In 80 Tagen zog Rocket Internet Helpling hoch – von der Idee bis zur Liveschaltung der Website. Innerhalb von 60 Tagen expandierte das Unternehmen in vier europäische Länder. Innerhalb von 171 Tage expandierte Helpling rund um den Globus. Mit diesem Expansionsdrang steht Helpling stellvertretend für viele andere Rocket Internet-Start-ups. Und wie viele andere dieser Start-ups, ist Helpling damit noch lange nicht über den Berg. Zum nächsten Geburtstag wird sich zeigen, wie nachhaltig und erfolgreich die wilde Expansionspolitik ist.

Hausbesuch bei Helpling

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Wir stöbern einmal mehr durch ein schickes Start-up-Büro. Diesmal durften wir uns intensiv bei Helpling umsehen. Zu entdecken gibt es dabei viele grüne T-Shirts, gelbe Hirschgeweihe und wilde Kuckucksuhren. Viel Spaß beim Stöbern durch diese Bürowelt.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Udo Rocketfreind

    Ich übersetzt die Seite in verschiedene Sprachen, ich hänge in den jeweiligen Ländern ein Firmenschild in die Rocket Niederlassung, und besetzte die Stelle mit einem Rocketmitarbeiter vor Ort.
    Das ist doch wie bei den Auswanderen im TV, die verkünden die Mieter der Wohnung und den Kauf eines Autos bereits als Erfolg.

    Gibts denn bereits “Umsätze” oder gar “Gewinne”.

    Es wird nun in “urorganisierten” Lowbuget Geschäftsbereichen expandiert, die bisher für keinen der Beteiligten echtes Geld abwarfen. Oder sieht jemand finanzierelle Luft zwischen der Putzfrau und dem bisher schwarz bezahlenden Auftraggeber.



  2. Nils Pickenpack

    Nur weil sie schnell expandieren, heißt es nicht, dass sie Geld verdienen und die Investoren einen ordentlichen ROI haben. Diesen Beweiß bleibt gerade Helpling schuldig.

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