IPO-Time Scout24 will nun ganz, ganz schnell an die Börse

Auch Scout24 soll weiter ganz rasch an die Börse. Noch in dieser Woche sollen wohl Details zum Börsengang verkündet werden. Die Scout24-Gruppe (mit Sitz in Berlin und München) hatte zuletzt nur mitgeteilt, dass man gemeinsam mit den Gesellschaftern einen möglichen Börsengang prüfe.
Scout24 will nun ganz, ganz schnell an die Börse

Von schlechter Stimmung an der Börse kann wohl doch noch keine Rede sein – trotz der deutlichen Verluste für Rocket Internet und zalando. Denn auch Scout24 will weiter ganz rasch aufs Parkett. “Noch in dieser Woche sollen Details zum Börsengang von Scout24 verkündet werden”, berichtet Die Welt. Dass Scout24 an die Börse will, war schon länger klar – siehe “Auch Scout24 soll noch 2014 an die Börse“. Die Scout24-Gruppe (mit Sitz in Berlin und München) hatte zuletzt nur mitgeteilt, dass man gemeinsam mit den Gesellschaftern einen möglichen Börsengang prüfe. Eine offizielle Bestätigung steht weiter aus.

Laut aktuellem Bericht könnten sich die bisherigen Scout24-Eigentümer von 25 % ihrer Anteile trennen. 500 bis 700 Millionen Euro sollen diese einbringen. Das Unternehmen wäre damit weiter deutlich mit über 2 Milliarden Euro bewertet. Anders als Rocket Internet und zalando ist Scout24, zu dem ImmobilienScout24 und AutoScout24 gehören, aber ein echter Gewinnbringer. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 340 Millionen Euro. Und erzielte dabei einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 92 Millionen Euro.

Ende des vergangenen Jahres hatte die Private Equity-Gesellschaft Hellman & Friedman 70 % der Scout24-Gruppe übernommen. Der langjährige Anteilseigner Telekom ist seitdem mit 30 % an Bord. Die Unternehmensbewertung lag damals bei 2 Milliarden Euro. Zuletzt trimmte Firmen-Chef Greg Ellis die Gruppe massiv auf Profitabilität – auch mit einem Personalabbau. Nun darf man gespannt sein, zu welchem Preis die Scout24-Aktien am Markt platziert werden sollen. Scout24 muss es nun besser machen als die beiden Vorgänger.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.