6Wunderkinder sammelt 30 Millionen US-Dollar ein

Sequoia Capital investiert erstmals in Deutschland. Wie TechCrunch berichtet, pumpt der bekannte Kapitalgeber, der schon Apple, Google und Facebook unterstützte, 30 Millionen US-Dollar in 6Wunderkinder (www.6wunderkinder.com), das Unternehmen hinter Wunderlist (www.wunderlist.com). In der […]
6Wunderkinder sammelt 30 Millionen US-Dollar ein

Sequoia Capital investiert erstmals in Deutschland. Wie TechCrunch berichtet, pumpt der bekannte Kapitalgeber, der schon Apple, Google und Facebook unterstützte, 30 Millionen US-Dollar in 6Wunderkinder (www.6wunderkinder.com), das Unternehmen hinter Wunderlist (www.wunderlist.com). In der Vergangenheit investierten bereits Atomico, T-Venture und Earlybird in das gehypte Berliner Start-up, das 2010 gegründet wurde.

6Wunderkinder wurde von Robert Kock, Jan Martin, Daniel Marschner, Charlette Prevot, Christian Reber und Sebastian Scheerer, den sechs selbsternannten Wunderkindern, gegründet. Das Team trieb vorher teilweise die Webagentur Innovatics voran. Anfangs entwickelt das Start-ups unter dem Namen Wunderkit ein Tool für Online-Collaboration. Das Aufgabenverwaltungsprogramm Wunderlist war zunächst nur ein Marketintool. Es kam aber alles ganz anders: wunderkit wurde im September 2012 eingestellt. Stattdessen forcierte das Unternehmen Wunderlist. Wunderlist 2 ging Ende 2012 an den Start, was einem Neustart für 6Wunderkinder gleichkam. Knapp 6 Millionen Nutzer sollen Wunderlist bereits nutzen.

Mit der kräftigen Finanzspritze von Sequoia Capital strafen die Berliner Wunderkinder nun offenbar all ihre Kritiker lügen. Nicht viele in der deutschen Gründerszene haben 6Wunderkinder und ihre Task-Management-App schon lange abgeschrieben. Wie einige andere Start-ups war 6Wunderkinder in den vergangenen Jahren wichtiger Dreh- und Angelpunkt des Hypes um Berlin. Offenbar kann 6Wunderkinder aber auch mit echten Fakten prominente Kapialgeber überzeugen. TechCrunch schreibt zur Kapitalrunde: “While term sheets have been signed, there are still some formal German clearances that need to be finalized before the company goes public with the news, we’ve heard. We’ve heard one source peg the company at a $60-65 million valuation”. Damit dürften die hohen Erwartungen an 6Wunderkinder und ihre To-Do App nun noch höher werden. Alles in allen aber gute Nachrichten für die deutsche Gründerszene.

Hausbesuch bei 6Wunderkinder

ds_6wunderkinder

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich 2012 beim Berliner Start-up 6Wunderkinder einmal ganz genau umsehen. Er fand eine ausgiebige Spielzeugsammlung, unglaubliche viele blaue T-Shirts und ein 6wunderministerium. Einige Eindrücke der 6Wunderkinder-Welt gibt es in unserer Fotogalerie.

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* Wunderkit wird eingestellt – Hinfallen darf man, so oft man will – man muss nur einmal mehr wieder aufstehen

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. steve

    april ist doch noch nicht.



  2. Cornelius

    Unverständlich. (Weitere) 30 Mio. in ein Unternehmen zu pumpen, dass (m.E.) kein Monetarisierungskonzept hat und noch nicht 1 EUR Gewinn gemacht hat.



  3. Michael Moritz
  4. Mh, schöne Büros aber wirklich ein sehr großer Hype um eine im Prinzip ganz leicht reproduzierbare App. Auf der anderen Seite waren auch Google und Facebook “nur” eine Webseite… Wahrscheinlich ist dies eher der Invest in eine Brand, nicht in eine Technologie. Man wird sehen, wie es läuft!



  5. Mike

    Das wird’n ganz großer Insolenzfall. Bei dem Produkt und Monetarisierungsstrategie bekommen die Jungs das Geld niemals wieder rein, weder in 10 Jahren, noch nach div. Expansionsplänen, und schon gar nicht über einen IPO. Vermutlich wird hier stark auf einen Evernote und Co Exit gepokert. Bleibt nur offen, wer 300M für ein 0€ Startup und n paar Betauser zahlt.

    Problem, nachdem die 30M in 3 Jahren aufgebraucht sind, investiert kein US Investor mehr in dt. Startups.



  6. Petra Panther

    Also ich weiß nicht, was die Leute haben… 10 Dollar pro User an Bewertung ist jetzt nicht wirklich exorbitant unvernünftig..

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