Siebenstellige Summe: Hitmeister sammelt Kapital ein

Ein halbes Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde sammelt der Internet-Marktplatz Hitmeister (www.hitmeister.de) abermals neues Kapital ein. Die Altgesellschafter des Unternehmens zu denen unter anderem BrainsToVentures, der net-AG-Ableger Infomediar und die Semi Verwaltungs GmbH […]
Siebenstellige Summe: Hitmeister sammelt Kapital ein

Ein halbes Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde sammelt der Internet-Marktplatz Hitmeister (www.hitmeister.de) abermals neues Kapital ein. Die Altgesellschafter des Unternehmens zu denen unter anderem BrainsToVentures, der net-AG-Ableger Infomediar und die Semi Verwaltungs GmbH gehören, pumpen unter der Führung des amerikanischen Fonds Tiger Global, der zuletzt schon knapp 50 % der Hitmeister-Anteile hielt, eine siebenstellige Summe in den Marktplatz für Bücher, Spiele, DVDs, Unterhaltungselektronik, Kosmetika und andere Waren. Das frische Kapital soll in die Verbesserung des Produktes, den Ausbau der Mobile Commerce-Aktivitäten und den Ausbau des Team fließen.

“Wir haben seit unserem Start im November 2007 sehr viel erreicht. Unser Handelsvolumen wächst jährlich um 70 bis 100 % und ist inzwischen achtstellig. Für viele unserer Partner zählt Hitmeister inzwischen zu den relevanten Vertriebskanälen. Mit der aktuellen Runde wollen wir dort, wo wir den größten Hebel sehen, noch stärker auf das Gaspedal drücken“, sagt Hitmeister-Mitgründer Gerald Schönbucher. Auf Hitmeister verkaufen nach eigenen Angaben über 4.000 gewerbliche Händler über 12 Millionen neue und gebrauchte Produkte. Das Kölner Unternehmen spricht zudem von “mehr als 800.000 zufriedenen Kunden” und “1,7 Millionen Besuchern monatlich”.

Eigenverkauf als weiterer Motor für Hitmeister

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Hitmeister ist der Eigenverkauf von Produkten. Auch dieses lukrative Segment will Schönbucher weiter ausbauen: “Wir merken, dass wir dort, wo wir auch selbst verkaufen, deutlich mehr Neukäufer gewinnen. Somit profitieren alle Parteien – Käufer durch ein besseres Angebot, Verkäufer durch mehr Nachfrage und wir durch mehr Umsatz, den wir reinvestieren können”. Vor allem dürfte der Eigenverkauf von Produkten langfristig deutlich mehr Geld in die Kasse der Jungfirma, für die mittlerweile 40 Mitarbeiter arbeiten, bringen, als die kleinen Provisionen der Plattform-Händler. Wenn sich der Eigenverkauf von Waren und das Marktplatz-Konzept dauerhaft vereinen lassen, ohne das Händler Hitmeister als Konkurrenten sehen, düfte diese Doppelstrategie Hitmeister deutlich nach vorne bringen.

Vor vier Jahren startete die Medien-Tauschbörse Hitflip (www.hitflip.de) ihren Ableger Hitmeister. Die Medien-Tauschbörse hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht so entwickelt wie erhofft. Das komplizierte Tauschkonzept war einfach zu schwer zu verstehen und zu kommunizieren. Deswegen setzte die Hitflip-Mannschaft zwei Jahre nach dem Start von Hitflip auf den Online-Marktplatz Hitmeister und dampfte Hitflip auf ein Minimum ein. Inzwischen ist Hitflip nur noch eine Randnotiz des Unternehmens und Hitmeister schon längst größer als Hitflip jemals war. Damit ist das Start-up ein schönes Beispiel für ein Unternehmen, dass die Kurve gekriegt hat und vier Jahre nach dem Start etwas ganz anderes macht, als ursprünglich geplant.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.