Mittlere siebenstellige Summe: B2B-Marktplatz Zitra sammelt Kapital ein

Der im Sommer dieses Jahres gestartete B2B-Onlinemarktplatz Zitra (www.zitra.com), der auch auf der Nominierungsliste zum Start-up des Jahres stand, verkündet seine erste Finanzierungsrunde: Der bisherige Gesellschafter Tengelmann Ventures und Neuinvestor KfW statten das […]
Mittlere siebenstellige Summe: B2B-Marktplatz Zitra sammelt Kapital ein

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Der im Sommer dieses Jahres gestartete B2B-Onlinemarktplatz Zitra (www.zitra.com), der auch auf der Nominierungsliste zum Start-up des Jahres stand, verkündet seine erste Finanzierungsrunde: Der bisherige Gesellschafter Tengelmann Ventures und Neuinvestor KfW statten das junge Start-up mit einer Finanzspritze im “mittleren siebenstelligen Bereich” aus. Vor dieser Finanzierungsrunde hielt Tengelmann stattliche 52 % der Zitra-Anteile. Hinter Zitra stecken Frank Engel und Philipp Kraft, die Macher von Supreme (www.supreme.de). Bereits im vergangenen Jahr stieg Tengelmann beim eBay-Produktpräsentierer ein. Die Idee für Zitra entstand bereits unter dem Dach von Supreme.

Zielgruppe von Zitra sind Großhändler, Zwischenhändler, Shoppingclubs und Hersteller, die eine Möglichkeit suchen, ihre Ware schnell zu verkaufen. Das Start-up positioniert sich als B2B-Onlinemarktplatz “für edle Markenartikel und stylishe Designerwaren”. Privatpersonen haben bei Zitra keine Chance. Der Verkaufspreis wird durch einen Bieterwettbewerb ermittelt, wobei Verkäufer einen Mindestpreis festgelegen können. “Als Händler so einfach und direkt Ware zu beschaffen, wie ein privater Einkauf bei eBay oder Amazon – das ist unsere Vision. Zitra ist ein bislang fehlender Marktplatz, der den gewerblichen Handel mit hochqualitativer Ware auf einfache und effektive Art revolutioniert”, sagt Zitra-Mitgründer Engel. “Das Modell Zitra ist neu und innovativ – es gibt keine vergleichbaren Plattformen”, ergänzt Mitgründer Kraft.

Das frische Kapital will das erfahrene Gründerteam für den “massiven Ausbau” des Angebots,die Internationalisierung und den Ausbau des Teams stecken. “Zitra hat durch sein einmaliges Geschäftsmodell das Potential, ein bedeutender Player im internationalen Warenhandel zu werden. Das Geschäftsmodell ist ein bislang fehlender Marktplatz im E-Commerce und begeistert schon jetzt zahlreiche Händler”, sagt Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann. Man darf gespannt sein, ob es dem Zitra-Team gelingt, diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Zumindest haben die Kölner die Chance sich als die Anlaufstelle zum Thema Warenbeschaffung zu etablieren.

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* Bei Zitra können Händler handeln – Tengelmann unterstützt den Marktplatz

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Mike

    Was ist daran innovativ? Online b2b märkte gibts schon seit jahren. Was glauben die gründer wie rebranding und reselling funktionieren? Über fishmarktauktionen? Naja, märkte sind nie innovativ. Die wichtige frage ist doch ob zitra sich durchsetzen kann und wie sie sich diese position sichern. Rein technisch gesehen kann ich ne seite wie zitra in nur 2 wochen launchen. Das wirkliche problem ist die absicherung der verkaufsverträge. Da zitra vermutlich nur den verkauf, nicht die abwicklung durchführt, müssen sie bei streitigkeiten und zahlungsausfällen herangezogen werden. Dies bedeutet auch hohe finanzielle belastungen, da vermutlich zitra die bezahlung abwickeln möchte, um so sich die kommission bzw provision zu sichern. Sowas bürgt hohe risiken und verlangt einen erheblichen kapitalbedarf für ne Bafin lizenz. Wenn zitra die bezahlung nicht abwickelt, tauchen in 3 monate die ersten klone auf und zerstören den markt.

    Ps.. Ich lese gerade, die spezialisieren sich auf stilische und designerware. Haha, schon wieder son nischenmarkt verkäufer. Der ggund warum sich die verkäufer freuen, ist weil luxusprodukte sich während einer depression schlecht verkaufen, weswegen sämtliche verkäufer von solchen artikeln eine geringe turnoverrate haben. Sprich, es gibt zu wenig nachfrage für teuren ramsch. Der markt für solche produkte schrumpft während der krise und die produkte, grösstenteils handgefertigter schmuck oder möbel, werden nur von händler zu händler geschoben, das nennt man product swap. Und nun wollen die typen in einen schrumpfenden markt, einen nischensektor bedienen. Da ist gerade mal platz für einen oder zwei anbieter um profitabel arbeiten zu können. In 15 monaten Zitra geht unter sobald die ersten 3 4 konkurrenten auftauchen.



  2. Jürgen

    wir haben bisher ganz gute erfahrungen mit zitra gemacht und diverse positionen insbesondere im bereich ce über sie verkauft; sicherlich ist noch potential im abwicklungsprozess, aber nach diesen kurzen startzeitraum sehe ich das durchaus optimistisch.



  3. Max

    Warum sind bei ds oder auch bei Grunderszene immer so viele schlecht Redner. Freut Euch doch wenn ein Startup eine Finanzierung bekommt und wartet ab was die Jungs machen…

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