Vom Gründer zum Investor: squeaker.net-Macher Stefan Menden gründet Menden Ventures

EXKLUSIV Mit Menden Ventures Consulting (www.mendenventures.com) reiht sich der Kölner Stefan Menden, Gründer von squeaker.net (www.squeaker.net), in die Reihe der erfolgreichen Gründer, die ihr Wissen als Business Angel, Berater bzw. Inkubator an junge […]
Vom Gründer zum Investor: squeaker.net-Macher Stefan Menden gründet Menden Ventures

EXKLUSIV Mit Menden Ventures Consulting (www.mendenventures.com) reiht sich der Kölner Stefan Menden, Gründer von squeaker.net (www.squeaker.net), in die Reihe der erfolgreichen Gründer, die ihr Wissen als Business Angel, Berater bzw. Inkubator an junge Startupper weitergeben, ein. “Mir geht es darum, Ideen in einem superfrühen Stadium zu challengen, Teams zusammenzustellen und meine Erfahrungen und Netzwerk beim Fundraising einzubringen”, sagt Menden gegenüber deutsche-startups.de. Schwerpunkt von mvc, so das Kürzel von Menden Ventures Consulting, sind Internet- und Mobile-Start-ups. Das erste Investment unter Mendens neuem Konstrukt ist WeGreen (www.wegreen.de), eine “Suchmaschine, die Transparenz im Bereich Nachhaltigkeit schafft”.

Mit PrepLounge plant Menden zudem “etwas im squeaker.net-Umfeld”. Zu guter Letzt arbeitet der Kölner an Lama (Arbeitstitel). Er verspricht: “Dass wird eine größere Sache”. Eine größere Sache, weil eine grandiose und coole Veranstaltung, war auch der Pirate Summit (siehe unsere Fotogalerie), der kürzlich in Köln stattfand und den Menden als Mitgründer initierte. Mendens Ziel war es, mit der Start-up-Konferenz “die lokale Gründerszene zu unterstützen”. Dass ist ihm und dem Team hinter dem Piraten-Event gelungen. Und warum jetzt mvc? “Ich baue seit 2000 Start-ups auf und kenne die Herausforderungen, die eine Firma im Lebenszyklus durchläuft. In meiner VC-Zeit in London habe ich ein VC-Netzwerk, das European Venture Capital Network, gegründet und habe hier gute Kontakte. squeaker.net ist profitabel und mit einem sehr guten Management ausgestattet, was es mir ermöglicht, neue Firmen zu unterstützen”.

Squeaker.net wirtschaftet profitabel

Vor sage und schreibe 11 Jahren erblickte Squeaker.net, eine Karriereplattform für ambitionierte Studenten, Absolventen und Young Professionals das Licht der Internetwelt. Zwischenzeitlich arbeitete Menden, der Squeaker.net gemeinsam mit zwei Kommilitonen gründete, zwei Jahre bei Straub Ventures. Danach baute er das Team von Squeaker.net neu auf und investierte abermals in seine damalige Idee. Rund 20 Leute schreiben in Köln weiter an der Geschichte von Squeaker.net, einer Platform, die als Karriere-Community startete und sich seit dem letzten Relaunch als Career Social Network positioniert. Bei diesem Career Social Network finden Nutzer Erfahrungsberichte über Unternehmen.

“Squeaker.net ist die einzige Seite mit echtem Insider-Wissen über Unternehmen. Unsere Nutzer diskutieren auf hohem Niveu”, sagt Menden. Anders als bei anderen Plattformen finde man bei Squeaker.net auch nicht nur knappe Ratings, sondern echte Insights zu Gehalt, Fragen im Bewerbungsgespräch und zum Ablauf eines Praktikums. Unternehmen können sich den Mitgliedern des Career Social Networks als spannende Arbeitgeber präsentieren. Auf diese Art kommt Geld in die Kasse von Squeaker.net. Zu den Kunden zählen unter anderem McKinsey, Goldman Sachs und L’Oreal. Eine weitere Einnahmequelle von Squeaker.net sind Insider-Dossiers, also gedruckte Erfahrungsberichte. Die Geschichte von Squeaker.net zeigt, dass Menden im Lebenszyklus seines eigenen Start-ups alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Erfahrungen, von denen künftig auch andere profitieren können.

Erfahrene Gründer bleiben der Szene treu

Der Start von Menden Ventures ist ein weiteres gutes Beispiel, wie erfahrene Gründer die Szene als Business Angel, Berater bzw. Inkubator weiter unterstützen können. Für die deutsche Gründerszene ist dies enorm wichtig, denn so bleibt das Wissen der jeweiligen Gründergenerationen erhalten – siehe beispielsweise HackFwd (www.hackfwd.com) von Xing-Gründer Lars Hinrichs, Hanse Ventures (www.hanse-ventures.de) von Sarik Weber von Jochen Maaß oder Springstar (www.springstar.com) von Klaus Hommels und Oliver Jung. Kürzlich ging zudem VentureStars (www.venture-stars.com), ein Inkubator der netzathleten-Gründer an den Start. “Wir haben immer gewusst, dass wir nach dem Verkauf von netzathleten media als Business Angels aktiv bleiben wollen”, erklärt Pfannmöller gegenüber deutsche-startups.de. “Nun wird VentureStars unser Projekt für die kommenden zehn Jahre sein.” Pfannmöller übernimmt die operative Geschäftsführung der Münchner Gründerschmiede, während seine beiden Mitstreiter Florian Calmbach und Martin Junker als passive Investment Partner im Hintergrund agieren werden.

Die trivago-Macher Stephan Stubner, Rolf Schrömgens, Malte Siewert und Peter Vinnemeier setzen ebenfalls auf dieses Prinzip. Erst kürzlich hoben sie die Beteiligungsgsellschaft Monkfish Equity (www.monkfish-equity.com) aus der Taufe und investierten eine sechsstelligen Summe in TeamsUnited (www.teamsunited.com), ein Organisations- und Community-Tool für Gamer. “Mit Monkfish ist es uns jetzt gelungen, echtes ‘Smart Money’ ins Unternehmen zu holen, sagt TeamsUnited-Mitgründer John Andes Harries. Das frische Kapital soll unter anderem dazu dienen, TeamsUnited zur Marktreife zu bringen. Auch wenn es gerade danach aussieht, als ob der Markt von neuen Beteiligungsgsellschaften und Inkubatoren überschwemmt wird, kann Deutschland diese neuen Geld- und Wissenstöpfe gebrauchen. Nur durch das Wissen und das Kapital von erfahrenen Gründern kann sich die Szene in Deutschland langfristig etablieren. Und Auswahlmöglichkeiten für junge Gründer, die Kapital suchen sind sowieso immer gut.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.