Seriengründer Marco Börries startet Groupon-Konkurrenten adHoc

Rabatte, Rabatte, Rabatte! Für Schnäppchenjäger herrscht weiter Hochsaison: Dickschiff Groupon (www.groupon.de) versorgt die Szene weiter täglich mit attraktiven Gutscheinen. Hinter dem Marktführer macht Mitbewerber DailyDeal (www.dailydeal.de) ebenfalls gute Geschäfte. Nach der Übernahme von […]
Seriengründer Marco Börries startet Groupon-Konkurrenten adHoc

Rabatte, Rabatte, Rabatte! Für Schnäppchenjäger herrscht weiter Hochsaison: Dickschiff Groupon (www.groupon.de) versorgt die Szene weiter täglich mit attraktiven Gutscheinen. Hinter dem Marktführer macht Mitbewerber DailyDeal (www.dailydeal.de) ebenfalls gute Geschäfte. Nach der Übernahme von cooledeals mischt zudem das Stadtmagazin Qype mit seinem Ableger QypeDeals (www.qypedeals.com) in diesem attraktiven Segment mit. Und die Luft aus dem Geschäft mit lokalen Dienstleistern ist offenbar noch lange nicht raus! Ganz neu ist adHoc (www.adhoc.com), ein “Echtzeitdienst für lokale Deals” (Eigenwerbung). Das Projekt wird von Torsten Both (ehemals Star Money) und dem erfolgreichen Serial Entrepreneur Marco Börries (Star Division, Star Money, VerdiSoft, NumberFour, Mag10) vorangetrieben. Im Hintergrund wirken Bernd Scheibe, Markus Meyer, Jürgen Pingel und Wilfried Pohl. Zum Konzept: Bei adHoc gibt es Gutscheine aller Art. Der Unterschied zu Groupon und Co: Die Deals sind sofort verfügbar und einlösbar.

“Hier kannst du viele attraktive Produkte und Dienstleistungen in deiner Nähe entdecken, sicher kaufen & schnell einlösen. Warum also langfristig planen? Lass dich einfach inspirieren und sei spontan”, heißt es in der Selbstbeschreibung des jungen Unternehmens. Zunächst gibt es adHoc nur in Hamburg, dem Sitz des Unternehmens. Wechselnde Angebote, die manchmal nur wenige Stunden am gleichen Tag gültig sind, sollten spontane Hamburger bei adHoc zum schnellen Kauf verleiten. Es gibt daneben aber auch Angebote, die erst am nächsten Tagen einlösbar sind. Was das spontane Konzept ein wenig verwässert. Interessant sind bei adHoc aber nicht nur das leicht veränderte Groupon-Konzept und die hochkarätigen Macher im Hintergrund, sondern auch die Rubrik “Über uns” – dort gibt es einen leichten Seitenhieb gegen den Marktführer: “adHoc ist nicht als Eintagsfliege konzipiert und der schnelle Euro ist auch nicht unser Ding. Wir verstehen unser Unternehmen vielmehr als einen neuen, langfristig angelegten Vertriebskanal für lokale Dienstleister und Geschäfte. Dieser Kanal wird nur dann Bestand haben können, wenn alle Beteiligten – Anbieter, Käufer und adHoc – gleichermaßen von ihm profitieren. Und genau das ist unser erklärtes Ziel”.

Die mobile Schlacht um Gutscheine ist eröffnet

Direkt zum Start geht adHoc mit einer iPhone-App an den Start. Damit kann jeder Nutzer unterwegs Gutscheine kaufen und “spontan einlösen”. Ein Konzept, das Marktführer Groupon ansatzweise gerade ebenfalls für sich entdeckt hat. Über die Groupon-Applikation können Smartphone-Nutzer aktuelle Angebote abgreifen und direkt über ihr Handy einlösen. Das Ausdrucken von Gutscheinen ist somit Geschichte. Der Clou: Auch die über die Website erworbene Gutscheine sind über die iPhone-Anwendung zugänglich. DailyDeal bietet diesen Service seiner App ebenfalls an – und das Start-up denkt dabei nicht nur an iPhone-Besitzer, sondern auch an Android-Nutzer. Beim Thema spontane Deals darf man aber auch den mobilen Start-ups Coupies (www.coupies.de) und gettings (www.gettings.de) aus dem Hause E-Plus nicht vergessen. Die Smartphonedienste sind komplett darauf ausgelegt, Schnäppchen in der Umgebung aufzuspüren. Spontaner geht es eigentlich nicht!

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.