Frisches Kapital für Linguee.de

Finanzspritze für Linguee (www.linguee.de). Die Übersetzungssuchmaschine sammelt in einer weiteren Finanzierungsrunde einen “mittleren sechsstelligen” Eurobetrag ein. Das frische Kapital stammt vor allem von der Investmentgesellschaft BrainsToVentures, die nun rund 20 % (vorher 11 […]

Finanzspritze für Linguee (www.linguee.de). Die Übersetzungssuchmaschine sammelt in einer weiteren Finanzierungsrunde einen “mittleren sechsstelligen” Eurobetrag ein. Das frische Kapital stammt vor allem von der Investmentgesellschaft BrainsToVentures, die nun rund 20 % (vorher 11 %) an Linguee.de hält. Daneben waren an dieser Finanzierungsrunde die Business Angel Chris Barter, Jörg Rheinboldt und Niko Waesche beteiligt. Die Gründer Gereon Frahling und Leonard Fink halten zusammen weiter 76 % der Linguee.de-Anteile. Das frische Kapital soll vor allem in die weitere Internationalisierung der Übersetzungssuchmaschine fließen. Mit den Sprachpaaren Englisch-Spanisch, Englisch-Französisch und Englisch-Portugiesisch ist das Start-ups bereits international vertreten.

“Wir freuen uns, dass der erfolgreiche Start der internationalen Dienste auch unsere Investoren überzeugt hat”, sagt Gründer und Geschäftsführer Frahling. Über die spartanische Website können Nutzer nach Übersetzungen von einzelnen Wörtern, Wortkombinationen und Satzteilen stöbern. Zu jedem Suchbegriff liefert Linguee.de umgehend die passenden Übersetzungsmöglichkeiten und ausführliche Satzbeispiele in denen der Suchbegriff vorkommt. Es geht also nicht um eine automatische Übersetzung eines Satzes, sondern darum zu sehen, wie andere Menschen diese Wortkombination benutzt und übersetzt haben. “Das Gründerteam hat in den ersten 15 Monaten genau das geliefert, was es uns in seinem Business Plan dargestellt hat. Das ist selten und wir sind dankbar mit diesem Team als Partner arbeiten zu dürfen. Von Linguee wird man noch viel hören und lesen, davon bin ich überzeugt”, so Florian Schweitzer, Mitgründer und Partner von BrainsToVentures.

Geplant: Mehrwertdienste

Zu guter Letzt kündigt das Kölner Start-up auch Mehrwertdienste an: Diese sollen es “anspruchsvollen Kunden und professionellen Übersetzern noch einfacher machen”, nach Übersetzungen von Wörtern und Textstellen im Satzzusammenhang zu suchen. Wenn diese Mehrwertdienste kostenpflichtig sind, hätte Linguee.de dann neben Werbung auch eine weitere Einnahmequelle. Das Google-Research-Tool Doubleclick Ad Planner nennt für Linguee.de im November des vergangenen Jahres 380.000 Unique User. Im März waren es gerade einmal 180.000 Unique User. Bei Linguee.com zählte Google im November ausbaufähige 100.000 Unique User. International besteht somit noch Nachholbedarf für das junge Unternehmen, dennoch hat die Übersetzungssuchmaschine weiter das Zeug, sich international zu einem Aushängeschild für die deutsche Gründerszene zu mausern.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.