International statt national: Kunst-Galerie mygall wird zu Artflakes

Im August dieses Jahres sicherte sich die Kunstplattform mygall (www.mygall.de) die finanzielle Unterstützung der IBB Beteiligungsgesellschaft. Im Zuge der Finanzierung zog das Team um Gründer und Geschäftsführer Niklas Bolle von Leipzig nach Berlin. […]
International statt national: Kunst-Galerie mygall wird zu Artflakes

Im August dieses Jahres sicherte sich die Kunstplattform mygall (www.mygall.de) die finanzielle Unterstützung der IBB Beteiligungsgesellschaft. Im Zuge der Finanzierung zog das Team um Gründer und Geschäftsführer Niklas Bolle von Leipzig nach Berlin. Jetzt geben die Neu-Berliner richtig Gas! Vor wenigen Tagen haben die Kunstfans mit Artflakes (www.artflakes.com) eine neue Plattform ins Netz gehievt. “Diese beruht auf dem mygall-Konzept, ist jedoch international ausgerichtet, bringt einige neue Produkte mit sich und hat einen moderneren Look und Namen”, sagt Bolle gegenüber deutsche-startups.de. Sobald Artflakes ordentlich auf Herz und Nieren geprüft wurde, wird mygall in der neuen, internationalen Plattform aufgehen. Dies wird voraussichtlich Anfang 2011 der Fall sein. Im Grunde ist der Start von Artflakes somit ein Neustart, Relaunch und Namenswechsel.

Vor rund drei Jahren ging mygall ins Netz. Inzwischen sind auf der Kunstplattform nach eigenen Angaben über 15.000 Künstler vertreten. Sowohl Hobbykünstler als auch bekannte Fotografen und Maler oder professionelle Contentinhaber wie Museen oder Archive nutzen die Online-Kunst-Galerie zur Vermarktung ihrer Werke auf Leinwand, als Kunstdruck oder als Grußkarte. Bei Artflakes wird nun alles eine Nummer größer: Auch starke Partner wie Lonely Planet oder die Londoner Bridgeman Archive bieten ihre Bilderschätze bereits über die Plattform an. “Die Verbindung von größter Auswahl und dem höchsten Anspruch an die Druckqualität, das ist unsere Vision für Artflakes”, sagt Bolle. Mit wenigen Klicks können Nutzer aus den Werken Grußkarten, Leinwanddrucke oder Poster zaubern. Bei jedem Verkauf erhalten die Lizenznehmer eine Provision.

“mygall hätte international nicht funktioniert”

Der Schritt über die Landesgrenzen scheint beim Thema Kunstwerke eine logische Entscheidung, Kunst kennt schließlich keine Landesgrenzen. Nun muss sich das Start-up aber auch der großen internationalen Konkurrenz stellen. Den Namenswechsel hält Bolle dabei für unverzichtbar: “mygall hätte als Name international einfach nicht funktioniert und wäre nur missverständlich rübergekommen.” Dem Wettbewerb mit Branchengrößen wie Art.com (www.art.com), ImageKind (www.imagekind.com) oder FineArtAmerica (www.fineartamerica.com) stellt er sich offenbar gerne und blickt zuversichtlich in die Zukunft: “Wir haben mit Artflakes gerade im Bereich Social Commerce noch viel vor.” Sein Ziel: Artflakes soll sich als Galerie der nächsten Generation etablieren. Finanziell lukrativ ist der Kunstmarkt ohnehin: Art.com erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 160 Millionen Dollar. Somit ist die Expansion ein vernüftiger, aber mutiger Schritt!

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* Zehn Fragen an Niklas Bolle von mygall

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Julia

    Hört sich gut an.
    Nikklas, viel Erfolg!!

  2. Herzlichen Glückwunsch zum Launch! Ist sehr schön geworden.

    Wir von 12designer wünschen Euch einen guten Start mit Artflakes und freuen uns auf eine gemeinsame Aktion, jetzt wo das neue Portal steht.

  3. Ist der Name nicht “international” genug, oder warum macht man so einen kompletten Umbruch?
    Das Konzept hat sich auch nicht großartig geändert. Für Bildarchive, Museen mag das ja ein weiterer Kanal sein, um Umsätze mit ihren Bildrechten einzufahren. Auch für Hobbykünstler sicherlich interessant. Aber dieser ganze Fotoleinwand, Poster- und Kunstdruckmarkt ist in meinen Augen ziemlich satt.

    Ich warte auf Konzepte für den “richtigen” Kunstmarkt. Galerien und Kunstvereine haben Unmengen an Editionen und Auflagenkunst in ihren Archiven zu liegen. Bisher hat ea aber noch kein Konzept geschafft, diese Werke und Angebote zu bündeln.

    Artnet ist mit seiner Onlineauktionsplattform zumindest auf einen guten Weg. Aber mir fehlen, wie schon erwähnt, weitere Konzepte.

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