Frisches Kapital: Ammer!Partners legt bei allyve nach

Bei allyve (www.allyve.com), der personalisierten Startseite, gab es nach Informationen von deutsche-startups.de vor wenigen Wochen eine Finanzierungsrunde. Erneut investierte Dieter Ammer mit seiner Beteiligungsgesellschaft Ammer!Partners in das junge Unternehmen. Ammer saß früher im […]
Frisches Kapital: Ammer!Partners legt bei allyve nach

Bei allyve (www.allyve.com), der personalisierten Startseite, gab es nach Informationen von deutsche-startups.de vor wenigen Wochen eine Finanzierungsrunde. Erneut investierte Dieter Ammer mit seiner Beteiligungsgesellschaft Ammer!Partners in das junge Unternehmen. Ammer saß früher im Vorstand bei Tchibo, war im Aufsichtsrat bei Interbrew und Beiersdorf tätig und zudem Großaktionär bei Cornergy. 2007 gründete der gebürtige Bremer Ammer!Partners. Daneben sind bei dieser Runde die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und Thoralf Nehls, Gründer von Facton, an Bord. Die Höhe der Finanzierungsrunde ist nicht bekannt. Knapp 50 % der allyve-Anteile entfallen nun auf Ammer!Partners.

allyve ging 2008 an den Start. Die Plattform, die von Julika Bleil (inzwischen im Beirat) und Philipp Spethmann ins Leben gerufen wurde, positioniert sich als Internet-Cockpit. Otto-Normalsurfer können mit allyve ihre persönlichen Accounts auf einer Seite zusammenfassen – beispielsweise Nachrichten von Spiegel Online, aktuelle Verkaufsaktionen von brands4friends und Statusmeldungen von Facebook. Da allyve mit dementsprechend vielen Partnern zusammenarbeitet, erfolgt die Monetarisierung über Affiliate-Programme. Wenn Nutzer über die Website Produkte bei Online-Shops bestellen, erhält allyve eine Provision. Daneben probieren die Hamburger noch ein abgewandeltes Erlösmodell aus: Sie bieten Firmen eine spezielle Form von personalisierter Startseite an, die Unternehmensanwendungen beinhaltet. In solchen Kooperationen und White-Label-Lösungen für andere Websitebetreiber liegt vermutlich auch die Zukunft von allyve. Die reinen Zugriffszahlen, die beispielsweise der Doubleclick AdPlanner liefert, sind ernüchternd: Im Juli zählte das Google-Research-Tool gerade einmal 12.000 Unique visitors.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Völlig unverständlich, wie in einen, so zum Scheitern verurteilter Dienst, noch reininvestiert wird. Es gibt einfach Konkurrenz die es schon früher gab und schon immer besser war als Allyve. Ich sag nur Netvibes. Ob Netvibes an sich eine Zukunft hat, sei dahingestellt. Allyve hat sie sicherlich nicht.



  2. Steve

    Das klingt aber nicht gut. Sieht ganz so aus, als würde allyve bald das Schicksal aller Vorgänger in dem Bereich teilen.



  3. Michael

    Netvibes, Pageflakes, iGoogle, myYahoo…

    Nach 2 Jahren hat allyve 12.000 Uniques im Monat? Oh Gott… da hat mein privater Blog mehr.



  4. Ulli

    Man hat sich ja bereits Anfang 2009 10 Mitarbeiter + 3 Praktikanten geleistet. Die wollen natürlich versorgt werden.
    http://www.deutsche-startups.de/fotogalerie/79/?picture=1831

    Falls die auch noch Firmenanteile erhalten haben, bleibt für die Gründer ja nicht mehr viel über.



  5. tina

    12.000 / 30 = 400..

    400 pro Tag? / 16 = 25
    ca 25 Besucher pro Stunde?
    0,5 / Minute…

    Server abschalten. Danke!



  6. Tim

    Mir ist aufgefallen dass zum Beispiel GMX schon etwas länger auch sowas anbietet “meine Login” da frage ich mich ob die Technik / Betreuung da über Allyve läuft? Hat jedenfalls eine gewisse Ähnlichkeit.

    Und zu den Besucherzahlen: Ich habe lieber 400 Besucher am Tag die man evtl. gut monetarisieren kann als diese künstlich hochgetriebenen Statistiken “Tape.tv ist Platz #1 mit x Millionen Visits” … wo jeder sich ohne weiteres für 2.000 Euro 15 Mio Layer-Einblendungen auf Warez-Seiten buchen kann.

  7. @tina: Naja, 12.000 uniques heißt in allyves fall wohl eher, dass die täglich wiederkommen. aber selbst dann.

    Meine urlaubspartner.net hat 35.000-40.000 uniques im Monat – mag jemand investieren? :-)

    Schon irgendwie seltsam…



  8. Peter

    Ohne den Service selbst zu bewerten, aber “Unternehmensanwendungen… White-Label-Lösungen” waren in >95% aller Fälle nur der verzweifelte Versuch ein nicht funktionierendes Geschäftsmodell zu retten. Im besten Fall wird das eine Mini-Consulting-Bude, wahrscheinlich aber wird es einfach eine Pleite…



  9. Nicolaus

    Schaut mal auf http://www.unternehmensregister.de
    Die Bude Allyve.com hat schon 1,8 Mio. EUR Verlust bis Ende 2009 eingefahren … wird halt von zwei Ex-BCGlern gesteuert, die seit jeher nicht zu den stärksten Beratern für die Themen Effizienz und Kostenmanagement zählen

  10. Die Bude bezeichnet ihre eigenen Mitarbeiter als “Code Monkeys”: http://www.deutsche-startups.de/fotogalerie/79/?picture=1832 (Programmier- Affen???).

    Und die Bude hat monatlich 12.000 UV’s.

    Fazit: Müll, den niemand benötigt

  11. Die 12k UV ist doch für ein Hobby nicht schlecht, auch wenn es ein kostspieliges ist ;-)

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