sixt lagert mit winebase Weine ein

Im August 2007 stieg der Autovermieter sixt mit seinem Ableger sixt e-ventures im großen Stil ins Internetgeschäft ein. Inzwischen brachte das junge Beteiligungsunternehmen eine Reihe Dienste auf den Markt – von weiteren Teilen […]
sixt lagert mit winebase Weine ein

Im August 2007 stieg der Autovermieter sixt mit seinem Ableger sixt e-ventures im großen Stil ins Internetgeschäft ein. Inzwischen brachte das junge Beteiligungsunternehmen eine Reihe Dienste auf den Markt – von weiteren Teilen der Gründerszene unbeachtet blieb bisher winebase (www.winebase.de), ein Weinlagerservice samt Weinshop und Community. Weinliebhaber können ihre Lieblingstropfen an winbase senden oder Flaschen im angeschlossenen Online-Kaufhaus ordern. Der Weinlagerservice sorgt anschließen für eine Lagerung unter optimalen Bedingungen. Wenn ein Nutzer einen seiner Weine trinken möchte, braucht er die entsprechende Flasche nur online aus seinem Bestand auswählen und bekommt diese zugeschickt. Der Weinlagerdienst finanziert sich über eine Einlagerungsgebühr und eine jährliche Lagergebühr. Bleibt zu wünschen, dass die winebase-Nutzer nach dem Genuss ihrer erlesenen Weine ihr eigenes und das Mietauto stehen lassen – denn Alkohol am Steuer ist keine gute Sache.

Ein anderes Projekt von sixt e-ventures, die Auto-Community carmondo (www.carmondo.de), ist deutlich enger mit dem Hauptgeschäft des Autovermieters verknüpft. Zum Fahrzeug-Netzwerk, bei dem die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) im Oktober dieses Jahres gerade einmal 160.442 Visits und 422.725 Page Impressions zählte, gesellte sich mittlerweile der Neuwagendienst autohaus24.de (www.autohaus24.de) – beide Plattformen werden von der autohaus24 GmbH betrieben, welche aus der carmondo GmbH hervorging.

autohaus24.de bändelt mit Springer an

Auch der Neuwagendienst ist leider kein schneller Flitzer. Der Google Ad Planner nennt für Oktober 39.000 Unique Visitors. Vermutlich um die beiden Fahrzeugplattform endlich auf die Überholspur zu hieven verbündete sich sixt e-ventures im September dieses Jahres mit dem Medienhaus Springer: Autobild.de beteiligt sich über den Axel Springer Auto Verlag mit 19,9 % an der autohaus24 GmbH. Springer sicherte sich zudem die Option, die Beteiligung bis zum Jahr 2012 auf 50 % zu erhöhen. “Die Partnerschaft ist eine konsequente Weiterentwicklung unserer Strategie im Bereich E-Commerce. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Axel Springer Auto Verlag den idealen Partner für autohaus24.de gefunden haben”, sagt Konstantin Sixt, Geschäftsführer von sixt e-ventures, damals zum Einstieg. Bis die Partnerschaft Früchte trägt wird es aber vermutlich noch eine Weile dauern.

Das zweite Projekt, welches sixt e-ventures auf die Datenautobahn schob, war MyStocks (www.mystocks.de), welches ursprünglich als Stockflock das Licht der Webwelt erblickte. Eine große Nummer ist auch dieser Dienst bisher nicht: Der Google Ad Planner nennt für Oktober lediglich 5.800 Unique Visitors. Zu den weiteren Projekten aus dem Hause sixt e-ventures gehören der Radarwarnservice RadAlert (www.radalert.de) und die etwas andere Agentur Kud.am (www.kud.am). Ein richtiger flotter Flitzer fehlt somit bisher im Portfolio von sixt e-ventures.

Artikel zum Thema
* Springer steigt bei autohaus24 ein
* Stockflock heißt künftig MyStocks
* Sixt e-ventures startet carmondo
* Sixt gründet Sixt e-ventures

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Vuiker

    Die Verlinkung von winebase.de stimmt nicht (winbase.de) ;)



  2. Hui

    Winbase, selten eine so sinnlose und dämliche Idee gesehen.

  3. @Vuiker

    Da hat der Fehlerteufel wohl zugeschlagen. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.



  4. Eugen

    Also sorry, aber ich muss mich “Hui” anschließen. Diejenigen die sich “erlesene” Weine leisten können, haben auch das nötige Kleingeld für einen eigenen Weinkeller – zum Weintrinken gehört ja nicht nur der Genuss, sondern auch die damit verbundene Aura und die Geschichte. Ich präsentier doch meinen Besuchern nicht voller Stolz mein “virtuelles” Weinregal unter “winebase.de”.

    Und für den Fusel den man quasi überall bekommt, braucht man den Dienst sowieso nicht.

    Das einzigst sinnvolle ist der angebundene Shop – der Rest der wahrscheinlich den “Mehrwert” bieten soll, ist überflüssig.

    Liebe Sixties – Weine sind keine Autoreifen!!!



  5. Holger

    Ich halte AdPlanner für das falsche Tool um den Traffic zu beurteilen. Vor allem wenn mystocks IVW Pixel eingebaut hat ;)

  6. @Holger

    Jetzt müsste mystocks diese Zahlen nur veröffentlichen, machen sie aber nicht (mehr). Im Mai gab es einmal Zahlen für den April: “Für MyStocks (früher Stockflock) reicht es im vergangenen Monat nur für 19.985 Visits und 124.541 Page Impressions”.



  7. pass

    Winebase beweist, dass es immer noch eine Spur schlechter und dümmer geht. Ich wähnte mich fälschlicherweise schon seit längerem am Ideen- und Execution-Nullpunkt hier bei DS.



  8. Daniel

    Woher nehmt ihr nur diese Arroganz Geschäftsideen so ohne jegliche differenzierte Betrachtung zu verteufeln und dann ganz “makro” von einem “Ideen- und Execution-Nullpunkt hier bei DS” zu sprechen? Was habt ihr namenlosen “Huis” und “pass” denn schon für “große Ideen exekutiert”, die euch zu so einer Aussage befähigen?!



  9. Jan

    Passend zum Thema: Die neue “Winebank” von bekannten Balthasar Ress im Rheingau :)

    http://www.winebank.de/

    Die zwei Konzepte sollte man vielleicht gegeneinander abwägen.



  10. Hui

    @Daniel: die globale Perspektive maße ich mir gar nicht an, aber wer Winebase aus der Taufe gehoben hat, hat definitiv noch nie ernsthaft Wein gekauft (jetzt mal abgesehen vom Fünf-nach-Mitternacht-Rotwein-für-3,99-von-der-Tanke-Kauf). Es gibt bestimmte Produkte, die will man nur offline kaufen, weil Kauf- und Auswahlprozess selbst schon Teil des Konsums sind. Auf Deutsch: den Wein will ich riechen und schmecken, die Flasche in der Hand halten, das Etikett begutachten. Und danach zu Hause bei mir lagern, möglichst im eigenen Keller. Und nicht einschicken, online angucken und dann mit min. drei Tagen Vorlaufzeit wieder nach Hause schicken lassen.

  11. @hui, @all

    das hatte man bei Möbeln auch gedacht, jedoch wird der Konsument /via Internet immer differenzierter, und manchmal auch nicht mehr so wählerisch.

    Dh. er bestellt bei Myfab und co. Designer Möbel auf denen er noch nie Platz genommen hatte.

    Ähnlich kann es hier mit dem Wein sein, bzw. er kennt den Wein, die Marke aus seinem Restaurant und die Ecke und hat keinen Platz diesen zu lagern.

    Funktioniert bei “self storages” schon lange ( für Menschen die keinen Platz/Keller haben ) – mit dem einen Unterschied, dass es hier Dinge sind, die der Kunde schon besitzt !

    Auf alle Fälle viel Erfolg!



  12. Holger

    @Alexander Hüsing: Schau mal bei ivw.de unter stockflock. Ich sehe da Zahlen für Oktober.

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