Luupo vor dem Aus

Die Lage bei der gestrauchelten Schnäppchen-Community Luupo (www.luupo.de) spitzt sich weiter zu: Inzwischen musste Gründer Jörn Kunst den Gang zum Amtsgericht antreten. “Wir haben die Insolvenz angemeldet, um nicht in die Gefahr einer […]

Die Lage bei der gestrauchelten Schnäppchen-Community Luupo (www.luupo.de) spitzt sich weiter zu: Inzwischen musste Gründer Jörn Kunst den Gang zum Amtsgericht antreten. “Wir haben die Insolvenz angemeldet, um nicht in die Gefahr einer Insolvenzverschleppung zu geraten. Die passiert schneller als gedacht und da sind wir auf Nummer sicher gegangen”, sagt Kunst gegenüber deutsche-startups.de. Bereits seit einigen Wochen steht Luupo zum Verkauf. Zuvor verliefen Gespräche über eine Finanzierungsrunde im Sande. “Wir stehen weiterhin mit interessierten Käufern in Kontakt. Leider waren aber auch Kontakte dabei, die die Plattform nicht in unserem Sinne weiterführen wollten”, sagt Kunst.

Bei Luupo sind alle Preise zunächst verdeckt. Durch den Einsatz von sogenannten Luupos (die man käuflich erwerben muss) kann jeder Nutzer den Preis seines Wunschartikels um 40 Cent senken. Gleichzeitig wird mit jeden Einsatz der Preis angezeigt. “Uns ist es sehr wichtig, dass alle User die noch nicht gesetzten Einsätze behalten und nach dem Verkauf wieder einsetzen können.” Im Zuge der aktuellen Entwicklungen stehe Luupo nun im “Schlummerzustand” im Netz – das Einloggen und tätigen von Einsätzen ist nicht mehr möglich. Kunst hofft weiter auf einen weißen Ritter, der ein “ehrliches und reales Interesse” am Kauf der Plattform hat.

Artikel zum Thema
* Luupo steht zum Verkauf
* Krisensitzung bei Luupo
* Fragestunde mit Jörn Kunst von Luupo – die Antworten
* Zehn Fragen an Jörn Kunst von Luupo
* Luupo legt offiziell los

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Peter Pan

    tjaja … da scheint auch die auszeichnung durch den gründerwettbewerb nichts geholfen zu haben. woran lag’s denn im endeffekt — ich meine, die gründer müssen ja mal bilanz gezogen haben und sich überlegt haben, woran es letztendlich scheiterte?



  2. tina Obermeier

    Bitte seid mir nicht böse aber ich mag diese Art von Verlosung nicht.
    Da macht dann Oma Krawutke auch mit und in Wiso & Co kommt gleich nach den Kaffeefahrten auch die Internetabzocke.

    Ich verstehe nicht ganz was daran toll sein soll.

    Für die Gründer tuts mir trotzdem leid wenns nicht läuft.



  3. Heinz

    @Peter Pan:
    Hier gibt es eine Überschlagsrechnung, warum es nicht gelaufen ist:
    http://www.deutsche-startups.de/2009/03/02/luupo-steht-zum-verkauf/

    Die beiden Brüder haben nicht genug in Marketing investiert. Außerdem gibt es noch dazu eine kostenpflichtige Story auf ibusiness.de, wen es interessiert …

  4. Pingback: ||| Handelskraft ||| Der E-Commerce und Web 2.0 Blog - Schnäppchen-Community Luupo steht vor dem Aus



  5. Max

    Die Gründer sollen den Laden einfach schnell abwickeln. Die Causa Luupo zieht sich schon lange hin.

    Jeder weiß doch das Luupo gescheitert ist. Warum denn aus der Mücke einen Elefant machen?



  6. Matthias

    Mir scheinen die Gruender/Betreiber keine Ahnung von Marketing und Business zu haben. Der Satz “Wir stehen weiterhin mit interessierten Käufern in Kontakt. Leider waren aber auch Kontakte dabei, die die Plattform nicht in unserem Sinne weiterführen wollten” spricht Baende!

    Hier ist doch kein Katzenbaby in gute Haende abzugeben, sondern es geht um ein Geschaeft. Als potenzieller Kaeufer interessiert es mich nicht die Bohne, welche Vorstellungen der Verkaeufer hat. HALLO? Mit genau den Vorstellungen wurde gerade Pleite gemacht.

    Also liebe Kunst-Brueder: schnell die rosa Brille abgesetzt und seid froh, wenn ueberhaupt jemand Kohle fuer die Luupo-Reste auf den Tisch legt…



  7. Geri

    ich hab doch schon letztes Jahr geschrieben, man sollten den Laden einfach in den Torf treten. Darauf reagierte der Geschäftsführerfuzzi mit dem Satz:” Von einen Pleite sind wir meilenweit entfernt”.
    Es darf gelacht werden.!.

  8. Pingback: Bei SpreadBooster fallen die Preise :: deutsche-startups.de

Aktuelle Meldungen

Alle