Erfolgreich an- und wieder verkaufen: trade-a-game und momox machen es vor

Der An- und Verkauf von Produkten ist ein uraltes Geschäft. Die Möglichkeiten zum Verkaufen von Waren sind dank des Internets auch für Privatleute gigantisch. Der Bedarf für weitere Cyberverkaufsstellen scheint trotzdem ebenfalls noch […]

Der An- und Verkauf von Produkten ist ein uraltes Geschäft. Die Möglichkeiten zum Verkaufen von Waren sind dank des Internets auch für Privatleute gigantisch. Der Bedarf für weitere Cyberverkaufsstellen scheint trotzdem ebenfalls noch immer gigantisch: Die noch junge Shoppingplattform trade-a-game (www.trade-a-game.de) fährt mit dem An- und Verkauf von Produkten im großen Stil derzeit ordentliche Umsätze ein – allein im November waren es rund 430.000 Euro. Die stärkere Fokussierung auf den Ankauf von gebrauchten Waren hat sich somit für die Berliner gelohnt: Vor einem Jahr erwirtschaftete trade-a-game gerade einmal einen Umsatz in Höhe von 62.000 Euro. In ähnlichen Sphären bewegt sich der Ankaufdienst momox.de (www.momox.de). “Der Umsatz im Oktober lag bei knapp 602.000 Euro”, teilt Initiator Christian Wegner mit. “Der Jahresumsatz sollte in diesem Jahr in jedem Fall die 5 Millionen-Marke übersteigen.”

Zunächst kaufte der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann nur CDs, DVDs und Spiele an. Im August folgte momox-books (www.momox-books.de). Mit dem Ergebnis ist Wegner bisher zufrieden: “Der Buchankauf läuft recht gut. Unser Umsatz mit Büchern liegt derzeit bei circa 100.000 Euro pro Monat. Die erworbenen Waren verkauft der momox-Macher im In- und Ausland über Marktplätze weiter. Einen kleinen Teil der Waren bringt der Berliner auch über seine eigene Plattform medimops (www.medimops.de) an den Mann. Den Umsatz des kleinen Marktplatzes gibt Wegner mit knapp 60.000 Euro im Monat an. “Tendenz steigend”, fügt er schnell hinzu. Über seine Expansionspläne für das kommende Jahr will Wegner noch nicht reden. Bei trade-a-game sollen demnächst neue Produktkategorien wie Games-Zubehör, iPods und PC-Software für noch mehr Umsatz sorgen.

asgoodas.nu kümmert sich um Handys

Den Ankauf von MP3-Playern, Notebooks und Digitalkameras hat der selbständige Berater Christian Wolf mit seinem Dienst asgoodas.nu (www.asgoodas.nu) langfristig im Visier. Momentan dreht sich beim kürzlich gestarteten Ankaufdienst des Berliners alles um Handys. Wer ein Gerät verkaufen möchte, muss bei asgoodas.nu nur ein Gerät auswählen, ein paar Fragen beantworten und schon ist der Verkauf gelaufen. “Der Verkäufer erhält dann per E-Mail einen DHL-Aufkleber für den kostenlosen Versand an uns”, sagt Wolf. Sobald die Geräte getestet und wiederaufbereitet seien, verkauft Wolf die Produkte in Deutschland und anderen europäischen Ländern weiter.

Trotz der vielen Verkaufsmöglichkeiten im Web, werden Ankaufsdienste wie trade-a-game, momox und asgoodas.nu künftig immer mehr Zuspruch finden. Vor allem, weil der Verkauf über gängige Angebote wie eBay oder den Marketplace von amazon vielen Zeitgenossen zu zeitaufwändig ist. Diese Zielgruppe stört es auch nicht, dass der erzielte Preis oftmals erheblich niedriger ausfällt als beim Eigenverkauf über Auktionshäuser oder Marktplätze. In den vielen kleinen Läden, die in der echten Welt seit Jahren CDs, DVDs, Computer- und Konsolenspiele sowie Handys ankaufen war es aber niemals anders.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.