Auf ForMyBand in Bands investieren

Die Musikindustrie steckt unbestritten in einer tiefen Krise. Große Labels setzen allenfalls auf etablierte Künstler, kleine Bands bleiben dabei auf der Strecke. Ohne Kommissar Zufall haben sie kaum noch eine Chance, sich im […]
Auf ForMyBand in Bands investieren

Die Musikindustrie steckt unbestritten in einer tiefen Krise. Große Labels setzen allenfalls auf etablierte Künstler, kleine Bands bleiben dabei auf der Strecke. Ohne Kommissar Zufall haben sie kaum noch eine Chance, sich im hart umkämpften Business durchzusetzen. Benjamin Uebel und Robert Kunze wollen dies ändern und bieten Musikern mit ihrer unlängst gestarteten Seite ForMyBand (www.formyband.de) unter dem Claim “Support Artist & make money” die Möglichkeit, auch ohne Musikkonzern im Rücken ihre CDs unters Volk zu bringen.

Auf der noch jungen Plattform können Musikinteressierte in ihre favorisierte Band einen beliebigen Betrag investieren und somit das Album mitfinanzieren. Als “Dankeschön” für diese Unterstützung erhalten sie im Anschluss eine Beteiligung am zukünftigen, möglichen Erfolg der Band und können deren Songs fortan kostenlos downloaden. Musikfans können außerdem als Händler auftreten, eigene Shops eröffnen, Musik kaufen und weiterverkaufen.

„Bei uns bekommen Bands umfangreiche Unterstützung durch eine Internet-Community”, sagt Uebel, der einen weiteren Vorteil darin sieht, dass “Geld, das sonst die Plattenfirma an ihnen verdient hätte, nun mit den Fans geteilt wird.” Aber auch ForMyBand verdient daran: Zehn Prozent der Produktionssumme gehen an das Start-up, das anschließend auch am Verkauf des Albums verdient.

Musikalisch keine Vorgaben

Bereits im Vorfeld des Launches hatten sich eigenen Angaben zufolge über 1000 User und 250 Bands auf der Seite registriert. “Stilistisch sind wir dabei nicht festgelegt, aber wir kategorisieren nach Musikrichtung”, sagt der Gründer und Musiker Uebel. Erklärtes Ziel der beiden Gründer ist es, ForMyBand recht bald international aufzustellen und bekannt zu machen. Daher investieren die beiden Jungunternehmer vor allem in Marketingaktivitäten – online wie offline. So wollen die beiden unter anderem auf Musikmessen auf sich aufmerksam machen. Zudem denken die Gründer schon jetzt an ein eigenes Festival, um so schon bald “die Seite mit der realen Welt zu verknüpfen.”

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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