Finanzspritze für SellaBand

Mit einer kräftigen Finanzspritze des Riskikokapitalgebers Prime Technology Ventures (unter anderem investiert in Adjustables, eBuddy und Nedstat) will die 2006 gestartete Talent-Schmiede SellaBand (www.sellaband.com) in die USA expandieren. Bereits Ende des vergangenen Jahres […]

Mit einer kräftigen Finanzspritze des Riskikokapitalgebers Prime Technology Ventures (unter anderem investiert in Adjustables, eBuddy und Nedstat) will die 2006 gestartete Talent-Schmiede SellaBand (www.sellaband.com) in die USA expandieren. Bereits Ende des vergangenen Jahres eröffnete Sellaband ein Büro in New York. Rund 5 Millionen US-Dollar erhielt das deutsche Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden nach eigenen Angaben von der niederländisch-britischen VC-Firma. “Wir sind vom nachhaltigen Erfolg des SellaBand-Modells überzeugt und glauben, dass es das Gesicht der Musikindustrie verändern wird”, sagt Sake Bosch, Managing Partner von Prime Technology Ventures.

Über die Talentschmiede SellaBand können sich Künstler und Bands präsentieren und darauf hoffen, dass Musikfans sie finanziell unterstützen. Wenn 5.000 Leute an die Band glauben und jeweils 10 Dollar investieren, können die Künstler ein Album in einem professionellen Studio aufnehmen. Die Privatinvestoren bekommen die produzierte CD kostenlos und werden zudem an den Werbeeinnahmen der Internet-Site beteiligt. Auf dieser werden die produzierten Songs kostenlos angeboten. Die produzierte CD hingegen kann jeder auch kaufen. Kürzlich schloss SellaBand zu diesem Thema in Großbritannien eine Kooperation mit dem Online-Shop amazon.

18 Künstler knackten bereits die 50.000-Dollar-Marke

Bisher gelangten über die Plattform 18 Künstler bzw. Bands aus 11 Ländern zu Plattenruhm. Insgesamt investierten die Nutzer nach Unternehmensangaben rund 2 Millionen Dollar in die zahlreichen SellaBand-Künstler – wobei die CD bekanntlich erst produziert wird, wenn ein Künstler 50.000 Dollar eingesammelt hat. Gegründet wurde SellaBand von Pim Betist, Dagmar Heijmans und Johan Vosmeijer. Letzterer wirkte früher – ebenso wie Heijmans – beim Musikriesen Sony BMG, Betist dagegen arbeitete zuvor bei Heineken und Shell. “Das Geschäftsmodell von SellaBand bietet Musikliebhabern ein einzigartiges gemeinsames Erlebnis, das in der Szene international starken Anklang findet”, sagt Mitgründer Vosmeijer. “Wir sind hocherfreut über die Zusammenarbeit mit Prime Technology Ventures, die uns helfen wird, dieses neue Paradigma der Musikindustrie weiter zu entwickeln.”

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. und hier wurde es in meiner wahrnehmung das erste mal in deutscher sprache http://www.rattenschwanz.net/geschaeftsmodelle-im-long-tail/venture-capital-fuer-sellaband/
    gespostet :-).

    grusz
    klm



  2. Michael

    Nicht schlecht der Betrag. Bin überzeugt, dass der amazon-Deal einiges zum Vertrauen beigetragen hat. Was mich interessieren würde: was passiert mit den Summen, die <50 000 Dollar sind? Müssen die User real einzahlen, um an dem 50 000-Dollar-Ziel mitzumachen, oder muss man zunächst einfach nur Interesse bekunden?



  3. wigger

    endlich auch mal hier, und etwas wo man sagt: JO



  4. Andreas

    Sehr cooles Geschäftsmodell – Gratulation!

  5. @Michael: Wir Fans zahlen die Summe real ein :) Entweder man glaubt an den Künstler… oder nicht. Ich habe inzwischen auf meiner Webseite eine deutschsprachige FAQ zum Thema SellaBand: http://www.externalprofile.de/sabinfo/faq

  6. Wer sich die sellaband AGB´s mal durchliest wird schnell merken, dass es sich hierbei lediglich um eine abzocke handelt, gepushed durch venture capital :)

    Du investierst zB usd 200 in einer Band und das einzige, was man garantiert bekommst, wenn die band die 50.000er Marke geknackt hat ist eine Kopie der ersten CD. That was it. Die Beteiligung an den Werbeeinnahmen sind so wunderschön umschrieben, dass du im Endeffekt nichts bekommst. Kurz gerechnet 18 x 50.000 = 900.000USD plus sicherlich noch ein paar, die den Jackpot noch nicht geknackt haben, sind wir sicherlich auf über 1,5 Millionen USD die durch Privatpersonen investiert wurden. Ich würde sagen eine sehr erfolgreiche Abzocke! Congrats den Machern.

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