Frisches Kapital für hiogi

Die zweite Finanzierungsrunde der hiogi GmbH steht. Wie schon in der ersten Runde investieren Hasso Plattner Ventures, media ventures und A-Z Beteiligungen des bekannten Hoteliers Michael Zehden in das 2007 von Björn Behrendt […]

Die zweite Finanzierungsrunde der hiogi GmbH steht. Wie schon in der ersten Runde investieren Hasso Plattner Ventures, media ventures und A-Z Beteiligungen des bekannten Hoteliers Michael Zehden in das 2007 von Björn Behrendt und Christoph Daecke gegründete Start-up. “Die Mischung mobiler Fragen mit web-basierten Antworten hat uns überzeugt und birgt großes Potential, da die Menschen ihr Handy mehr und mehr als Informationsquelle nutzen und auch bereit sind ihre Erfahrungen im Wikipedia-Stil zu teilen”, sagt Steve Bartlik, Senior Analyst beim Hauptinvestor Hasso Plattner Ventures.

Anders als zum Start im vergangenen Jahr positioniert sich das junge Berliner Unternehmen nach außen inzwischen als 44044 (www.44044.com). Der Name hiogi, der aus dem Japanischen stammt und einen Faltfächer bezeichnet, findet nur noch im Hintergrund – als Bezeichnung für die Community – statt. Offenbar war das Wörtchen im täglichen Geschäft nicht die beste Wahl. Mit dem neuen Namen 44044 und der dazugehörigen Domain positionieren sich die Hauptstädter eindeutiger als Auskunft. Eine kluge Entscheidung, denn bei den klassischen Telefonauskünften wird schließlich auch immer die Nummer beworben.

10.000 Fragen wurden bereits beantwortet

Über die SMS-Auskunft können nutzer Fragen jeglicher Art stellen. Für die Beantwortung sorgt die Community. Zur Sicherung der Qualität muss immer ein anderer Nutzer die vorgeschlagene Antwort überprüfen und bestätigen. Die schnelle Wissensvermittlung in Form einer Antwort-SMS kostet die Nutzer einmalig 39 Cent. Mit der Resonanz ist Gründer Behrendt zufrieden: “Wir gehen jeden Tag gutgelaunt ins Büro”. Die Zahl der registrierten Nutzer sei vierstellig. Anfang April beantwortete die Community die 10.000 Frage.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. Jens

    Wenn das was ich im Kopf grad gerechnet habe … ich lass das mal einfach im Raum stehen.



  3. Eugen

    @Jens – sehe ich genauso. Bei 0,39 erhalten die maximal 0,10 Euro (rechnen wir mal großzügig mit 0,15). Bei 10.000 Fragen wären das 1500 Euro Umsatz! (Die Kosten für die Antwort-SMS nicht berücksichtigt). Die Kosten für die Marktdurchdringung fressen die Einnahmen bei weitem auf!



  4. John

    Hm,

    wenn ein paar Monate nach der ersten Runde schon die zweite nachgeschoben wird ist das schon interessant…

    Am grandiosen Wachstum kann es ja wohl nicht liegen;)

  5. @ Jens, Eugen, John – Wir haben den Preis für die SMS-Antwort bewußt niedrig gewählt, um auch für Schüler und Studenten bezahlbar zu sein. Letztendlich möchten wir nämlich eine echte Suchalternative für unterwegs (im Wikipedia-Stil bzw. per Erfahrungsaustausch) werden und kein überteuerter Premium-Dienst! Dies belegen unsere kostenlosen Fragealternativen über WAP, iPhone-/ipod-Seite oder per Email/PDA. Geld verdienen werden wir über contextual advertising analog google adwords und durch die Lizenzierung von verschiedenen white-label-Lösungen.

    Im Übrigen wurden mit den Investoren von vorne hinein drei Investitionsrunden vereinbart, die an Meilensteine gekoppelt sind. Eine dritte Runde steht somit Ende des Jahres noch aus. ;-)

    Viele Grüße

    Björn vom hiogi-Team



  6. Maik

    in Zeite der Handyflatrates kein gutes Konzept. Kann mit jedem Handy über eine sehr bekannte Suchmaschine sehr schnell eine Frage beantworten lassen. Oder halt Wiki etc.

    Wieso sollte ich da auf Kostenverursachende SMS setzen ?



  7. Felix A.

    Das war wahrlich ein Killer-Argument von dir @Maik

  8. Wenn Du eine Handyflatrate und die Zeit hast bei google tausende von Treffern zu durchforsten…sicherlich. Einige Berechnungen, Erfahrungen, Tipps,e tc. wirst Du dort jedoch nur schwer finden:

    – Wie viel wiege ich (62 kg) auf dem Mond?
    – Wer wurde gerade bei DSDS im TV raus gewählt?
    – Träumen Tiere?
    – Wer kann mir einen Jogalehrer in Köln empfehlen?

    So lange weiterhin SMS das meistgenutzte Medium ist, soll uns das Recht sein. Wie oben erwähnt wird die Suche von Mensche zu Mensch bei uns auch schon über das mobile Internet unter wap.hiogi.de und iphone.hiogi.de angeboten. Wir sind also gewappnet für alle Smartphones und Flatrates dieser Welt. Zudem liefern Suchmaschinen durch die Contentschwemme schon lange nicht mehr die Präzisen Suchtreffer wie früher und die wenigsten Leute kennen sich mit den Suchstrings von google aus. Wetten, dass persönliches Suchen und die Hilfe durch andere hiogis mehr Spaß bringen als zig mal in den google-Results auf dem Handy zu klicken? Probiere es doch mal aus von unterwegs. :-)

    Schönen Abend

    Björn vom hiogi-Team

  9. Bleibt abzuwarten, ob nach der 3. Runde alles läuft wie geschmiert, oder ob Runde 4 und 5 folgen müssen. Letztlich ist die Konkurrenz durch die ganz Großen und Kostenlosen doch gewaltig!



  10. Maik

    @Björn:

    Du magst da teilweise Recht haben. Aber ich würde dann schon gerne wissen, wer dann euere Zielgruppe sein soll.

    Ich finde fragen wie:

    – Wie viel wiege ich (62 kg) auf dem Mond?
    – Wer wurde gerade bei DSDS im TV raus gewählt?
    – Träumen Tiere?
    – hat gerade jemand gefurzt ?

    nicht so wichtig um das unterwegs nachzufragen :D.

    Aber vielleicht hab ich auch zu wenig Ahnung von euerem Geschäftsmodell, ich gebe zu, dass ich mich damit nicht befasst habe und nur mal den Artikel überflogen habe!

    Trotzdem alles Gute!



  11. John

    @Björn

    Danke für die Infos. Aber

    bei jeder Finanzierungsrunde gibt der Gründer Anteile ab. Also sollte man im eigenen Interesse so wenige wie möglich haben. Wieso Finanzierungsrunden an milestones gekoppelt werden???

    Es würde IMHO viel mehr Sinn machen zuerstmal EINE Finazierungsrunde zu haben und die Auszahlung an milestones zu knüpfen.

    Also ich würde mich als Gründer NICHT über weiter Finanzierungsrunden freuen, Grund s.o.



  12. Max

    @ John
    Du hast tendenziell recht, aber ich würde die aussage aber nicht pauschaulisieren.

    Es kann zwar sein, dass die Gründer eventuell die Mehrheit verlieren, aber es kommt vielmehr drauf an, wie hoch die Bewertungen in den einzelnen Runden ausfalen.

    Faktoren die zählen:
    – Bewertung
    – Anteilsverteilung: Gründeranteil – Investorenanteil
    (Verlust der Mehrheit)

    Mna muss es hat immer situationsspezifisch abwiegen.

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