hiogi beantwortet Fragen

“Wo gibt es in Berlin gute Weißwürste zu kaufen?”, fragt einemain. “Was ist der durchschnittliche Brustumfang einer Frau?” will dorle001 wissen. Und fux23 fragt: “Wo gibt es in Deutschland Indoor-Skihallen?”. Alle drei Frager […]

“Wo gibt es in Berlin gute Weißwürste zu kaufen?”, fragt einemain. “Was ist der durchschnittliche Brustumfang einer Frau?” will dorle001 wissen. Und fux23 fragt: “Wo gibt es in Deutschland Indoor-Skihallen?”. Alle drei Frager sind Mitglieder der Online-Community “hiogi“. Das Besondere an der im März gestarteten Frage-Antwort-Plattform ist die mobile Ausrichtung. Die beiden Gründer Björn Behrendt und Christoph Daecke bezeichnen “hiogi” deswegen als “weltweit erste Online-Community für Fragen von unterwegs”. Dabei fokussiert sich “hiogi” “ausschließlich auf Alltagsfragen, die Mitglieder unterwegs beantwortet haben möchten”. Damit unterscheidet sich “hiogi” deutlich von anderen Frage-Antwort-Plattform wie “Yahoo Clever“, “Lycos IQ” oder “gutefrage.net“.

Registrierte Nutzer können der “hiogi”-Gemeinschaft per SMS oder E-Mail eine Frage stellen und erhalten dann in den meisten Fällen schnell eine Antwort. Eine Frage per SMS kostet dabei 50 Cent, die Fragen per Mail sind kostenlos. Die Antwort gibt’s ebenfalls kostenlos. Damit der Fragensteller nicht mit Nonsens-Antworten überschwemmt wird, erhält er genau eine Antwort – diese muss zuvor von zwei Mitgliedern bestätigt worden sein. Zu guter Letzt können die Fragesteller die Antwort später bewerten. Für ihre Mühe belohnen die Gründer die fleißigsten Mitglieder monatlich mit kleinen Prämien.

Geplant: Fragen per MMS

Nach den Übermittlungsformen SMS und E-Mail wagen sich die Berliner demnächst an das Thema MMS. “Schon bald sind wir offen für die Übermittlung von Bildern, Sounds und Filmen. So ist es kein Problem, der Gemeinschaft Fragen zu gerade in der Disco gespielten Musikstücken zu stellen oder nachzuforschen, welche Sehenswürdigkeit auf einem Foto zu sehen ist”, sagt Daecke.

Der komische Name “hiogi” kommt übrigens aus dem Japanischen und bezeichnet laut Unternehmenswebsite “ursprünglich einen japanischen Faltfächer, der vermutlich zu Beginn der Heian-Zeit von japanischen Handwerkern geschaffen wurde und zur unentbehrlichen Hoftracht avancierte. Heute soll ‚hiogi’ für die breit gefächerte Vielfalt an Alltagsfragen stehen, die der Community gestellt werden”.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.