meinVZ geht an den Start

Der Nachwuchs im Hause studiVZ hat endlich einen Namen: Nicht DeutschlandVZ, nicht FreundeVZ, sondern meinVZ (www.meinvz.net) heißt der Ableger der bekannten Studenten-Community. Die neue Plattform, richtet sich an Onliner, die nicht oder nicht […]

Der Nachwuchs im Hause studiVZ hat endlich einen Namen: Nicht DeutschlandVZ, nicht FreundeVZ, sondern meinVZ (www.meinvz.net) heißt der Ableger der bekannten Studenten-Community. Die neue Plattform, richtet sich an Onliner, die nicht oder nicht mehr studieren. Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellten studiVZ-Boss Marcus Riecke sowie die Gründer Michael Brehm und Dennis Bemmann die orangefarbene Plattform heute erstmals vor. Am Donnerstag öffnet der Dienst seine Pforten. Bis auf die Farbgebung erinnert die neue Schwester äußerlich an die beiden Familienmitglieder studiVZ und schülerVZ.

Neu sind dagegen ein, zwei Icons, einige Funktionen und die Technik im Hintergrund. Technisch gesehen bilden studiVZ und meinVZ eine Einheit. “Es ist im Grunde eine Plattform mit zwei Eingängen”, sagt Riecke. So können studiVZ-Mitglieder, sich mit Nutzern von meinVZ vernetzen und austauschen sowie umgekehrt. Wobei die Nutzer selbst entscheiden können, ob sie dies möchten und welche Details ihres Profils die jeweiligen Nutzer auf studiVZ oder meinVZ sehen können. Demnächst soll es auch einen Umzugsservice geben, mit dem Studenten schnell von der roten Studenten- in die orangefarbene meinVZ-Welt wechseln können. Eine Vernetzung mit der Schüler-Community SchülerVZ ist dagegen nicht möglich und auch nicht vorgesehen. “Vor allem aus Jugendschutzgründen”, wie Brehm betont.

“Die Seite bleibt auf Deutschland fixiert”

Im Gegensatz zu studiVZ ist bei meinVZ nicht die Hochschule die wichtigste Sortierungsmöglichkeit, sondern der Wohnort. So sollen die Nutzer schnell neue und alte Freunde in ihrer Umgebung aufstöbern können. Gleiches gilt für Arbeitsgeber. Alle Nutzer der neuen Community können in ihrem Profil Angaben zum aktuellen Arbeitgeber und zu früherern Stationen machen. Damit meinVZ-Nutzer auch ihre Freunde aus dem Ausland gruscheln können, gibt es eine englische Version der Plattform. Expansionspläne in den englischsprachigen Markt gibt es aber nicht beim Ableger der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt). “Die Seite bleibt auf Deutschland fixiert, wir wollen aber die Kommunikation mit Freunden im Ausland ermöglichen”, sagt Riecke. Finanzieren soll sich meinVZ wie die beiden Schwestern über Werbung. Targeting, also die Steuerung von Kampagnen über Kriterien wie Geschlecht, Stadt oder Alter, spielt dabei eine wichtige Rolle. Zunächst bleibt die Plattform aber anzeigenfrei. Riecke: “Wir wollen erst Reichweite aufbauen”.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.