studiVZ rudert zurück

Die Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregeln bei der Studenten-Community studiVZ (www.studivz.de) sorgt weiter für Schlagzeilen. Nun rudert das Berliner Unternehmen, welches zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört (auch an deutsche-startups.de beteiligt), […]

Die Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregeln bei der Studenten-Community studiVZ (www.studivz.de) sorgt weiter für Schlagzeilen. Nun rudert das Berliner Unternehmen, welches zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört (auch an deutsche-startups.de beteiligt), – zumindest teilweise – zurück. In einer Mail an die Mitglieder heißt es: “Wir haben beschlossen, die SMS- und Instant-Messenger-Werbung aus den Datenschutzerklärungen herauszunehmen. Diese Form der Werbung wird es damit bei studiVZ auch zukünftig nicht geben”.

An der Einführung der zielgruppenspezifischen Werbung auf der Website ändert sich dagegen nichts. Werbungtreibende können ihre Kampagnen bei studiVZ somit künftig anhand von Kriterien wie Alter, Geschlecht, Wohnort oder Studienfachrichtung steuern. Leicht nachgebessert wurden die Regeln zur Weitergabe der Nutzerdaten an Dritte. In der Mail an die Nutzer heißt es dazu abermals: “studiVZ hat noch nie Nutzerdaten an Dritte verkauft und wird dies auch niemals tun”. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht nun – im Gegensatz zu vorher – sehr deutlich: “Eine Weitergabe der Daten an Dritte zu kommerziellen und/oder gewerblichen Zwecken findet nicht statt”. Lediglich an Ermittlungs-, Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden reicht studiVZ Daten weiter – und auch nur “zur Abwehr von Gefahren für die staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von Straftaten”. “Welt Online” hatte es in der vergangenen Wochen spekuliert, dass studiVZ die persönlichen Daten der vier Millionen Nutzer an interessierte Unternehmen verkaufen wolle.

Profile können jederzeit gelöscht werden

Bis zum 9. Januar 2008 müssen die studiVZ-Nutzer den neuen Geschäftsbedingungen und Datenschutzregelungen zustimmen. Wer dies nicht macht, kann die Studenten-Community nicht mehr nutzen. Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Daten von Mitgliedern, die studiVZ nicht mehr nutzen möchten. “Unabhängig von der Zustimmung zur Einführung der neuen AGB, könnt ihr eure Profile im Übrigen jederzeit löschen, wenn ihr euch aus studiVZ exmatrikulieren wollt. Dann werden eure Daten sofort gelöscht und damit nicht weiter gespeichert”, teilt das Unternehmen mit.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.