Fragestunde mit Sven Schmidt vom Familiennetzwerk verwandt.de

Das “user generated interview” auf deutsche-startups.de wird auch im neuen Jahr fortgeführt. Als ersten Interviewpartner schicken wir Sven Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von verwandt.de (www.verwandt.de) in den Ring. Die Spielregeln sind wie gehabt: […]

Das “user generated interview” auf deutsche-startups.de wird auch im neuen Jahr fortgeführt. Als ersten Interviewpartner schicken wir Sven Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von verwandt.de (www.verwandt.de) in den Ring. Die Spielregeln sind wie gehabt: Alle Fragen sind erlaubt, welche davon Sven Schmidt beantworten möchte, bleibt ihm jedoch überlassen. Die Redaktion behält sich dabei vor Fragen, die wider guter Sitten und Geschmacks sind, auszusortieren.

verwandt.de mit Sitz in Hamburg ging in Deutschland im Juni 2007 offiziell an den Start. Seither ist das Unternehmen rasant gewachsen und ist mittlerweile mit Ablegern in Polen, Italien, Portugal, Spanien, Großbritannien, Brasilien und den USA vertreten. Eigenen Angaben zufolge beziffern die Hanseaten die Zahl der eingetragenen Stammbaumprofile mit “1,5 Millionen mit im Schnitt 12 Profilen pro Stammbaum – das sind 17 Millionen Profile insgesamt”. Zahlen, die Sven Schmidt selbstbewusst machen wenn er sagt: “Wir sind das am schnellsten wachsende Familien-Netzwerk der Welt.” Anfang des Jahres investierte das Beteiligungsunternehmen Hasso Plattner Ventures (HPV) in die Familien- und Stammbaum-Community verwandt.de – laut “Finacial Times Deutschland” mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag. Insgesamt soll verwandt.de nun rund acht Millionen Euro Risikokapital eingesammelt haben.

Wer Sven Schmidt eine Frage stellen möchte, kann diese entweder in der Kommentarfunktion hinterlassen oder schickt Christina Cassala eine E-Mail. Für das Einreichen der Fragen ist bis Freitag 12 Uhr Zeit. Anschließend bündeln wir die Fragen und schicken Sie Sven Schmidt zu. Seine Antworten veröffentlichen wir zeitnah.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

  1. Wie fühlt man sich, wenn man mit einem Portal, das eher die Reichweite kleiner Nischenportale erzielt und aktuell keine Umsätze liefert, einen hohen Millionenbetrag an Risikokapital einwirbt?

    Hat man da keine Angst, die Erwartungen der Investoren zu enttäuschen?

    Viele Grüße vom Wannsee,

    Sebastian

  2. Mich würde das Geschäftsmodell interessieren, sprich wie sollen letztendlich Erlöse erzielt werden ausser mit Werbung vielleicht.

  3. Musste das Deutsche Copy&Paste Produkt wirklich auch optisch dem amerikanischen Original identisch nachempfunden sein?



  4. Tring

    “Zahl der eingetragenen Stammbaumprofile mit “1,5 Millionen mit im Schnitt 12 Profilen pro Stammbaum – das sind 17 Millionen Profile insgesamt””

    Also Stammbaumprofile haben Profile im Stammbaum… soso…

    Könntet Ihr denn auch mal sagen, von wievielen Leuten Stammbäume eingetragen worden, also einfach mal geschätzt auf Basis unterschiedlicher eMail-Adressen?

    Und wieviele Stammbäume habt ihr selber eingetragen?



  5. Kai

    Was macht neben dem Medienrummel um verwandt.de eigentlich dein erstes grosses Projekt dealjeager.de? Wie siehts da mit Umsatzahlen und Mitgliederwachstum aus?

  6. Mich würde interessieren, was verwandt.de unternimmt, damit die Mitglieder nicht nur einen Stammbaum eintragen, sondern das Portal auch regelmäßig nutzen. Dies gilt dann auch für die Familienmitglieder, die im Stammbaum auftauchen, aber lediglich über Mail informiert werden.
    Hat er dann nicht Angst, dass verwandt.de ein Sammellager für Karteileichen wird?
    Ich “oute” mich gerne, dass ich mich da angemeldet habe, damit relativ schnell fertig war und heute jede weitere Motivation weg ist, mich damit weiter zu beschäftigen.
    Aus diesem Grund ist mir das gesamte Businessmodell unklar. Eine Nachhaltigkeit – mit der Ausnahme bei ambitionierten Ahnenforschern – sehe ich nämlich leider nicht. Aber vielleicht kann uns Sven Schmidt ja aufklären;-)



  7. Alexander

    Im Schnitt 12 “Profile” pro angelegtem Stammbaum finde ich aber recht wenig. Das kommt ja schon zusammen, wenn man Mutter, Vater mit jeweils Großeltern und zwei potentielle Geschwister mit Partner einträgt. Spricht in meinen Augen dafür, das nur wenig User tatsächlich Stammbäume anlegen.

    Vor diesem Hintergrund würde ich gerne wissen, wieviel Nutzer tatsächlich die Funktionalitäten nutzen und was aus Sicht von verwandt.de die häufigsten Abbruchgründe sind.



  8. Julia

    Klar interessiert uns alle am meisten, wo kommen die Nutzer her und wie soll Geld verdient werden.

    Ich finde es aber auch wichtig, dass die Fragen wohlwollend und nicht voller Misstrauen gestellt werden, da sonst in Zukunft keiner mehr Lust hat hier Fragen zu beantworten.

    Also auf eine Antwort gespannt – viele Grüße, Julia

    PS: Ich habe meinen Stammbaum natürlich selber eingetragen. Und von den etwa 30 Familienmitgliedern haben ca 10 sich am füllen des Stammbaums beteiligt.



  9. AXELL

    Wir nähren uns dem Blasentop gefährlich nahe.. 8 Mio für nichts.. DA sieht man dass man zur richtigen Zeit mit viel Phantasie viel Geld machen kann.



  10. Andy

    Bei Facebook gibts ne App für sowas.
    Damit hat sich die Sache. Da brauchts keine eigene Webseite dafür.
    Langfristig sehe ich keine Chance.



  11. Lars

    Selbst wenn sich jeder Mensch der Welt bei verwandt.de eingetragen hat, was für einen Mehrwert für die Benutzer könnte dann diese Datenbank bedeuten?

    “Nur Sie und Ihre Familie können den Stammbaum einsehen.”
    Wenn das so stimmt, dann kann man ja nichts erfahren, was man nicht selbst erstellt hat (oder Angehörige).
    Also ist mir jede Information, auf die ich Zugriff habe, schon vorher bekannt.
    Warum muss ich dann häufiger als ein mal auf die Webseite gehen?

    Spannend wird es ja erst in 3 Menschen-Generationen, wenn das aktuelle Wissen nicht mehr vorhanden ist. Aber haben die Investoren so lange Zeit zu warten?



  12. Frage

    Mich würde es interessieren wie es mit dem Thema Datenschutz aussieht.

    Wenn man einen Stammbaum eingibt gibt man ja personengebundene Informationen über sich selber, aber auch über die lieben Verwandten ein, die ja nicht zwangsläufig Mitglied der Community sein müssen.

    Dürfen Sie diese Daten überhaupt speichern, wenn nicht alle Verwandten dazu Ihr Einverstädnis gegeben haben – was ja wahrscheinlich nicht der Fall sein wird ?

    Gibt es einen Datenschutzbeauftragten in Ihrem Unternehmen ?

    Wie werden die personengebundenen Daten gegen den Zugriff Dritter geschützt ?

    Haben Sie Pläne aus den gespeicherten Daten Geld zu machen ?



  13. chucky

    ich habe mich vor einigen wochen auch bei verwandt.de angemeldet und alle meine verwandten, die mir bekannt sind, eingegebene. Seitdem war ich nicht mehr auf der Seite.



  14. AHA

    >>>

    FRAGE:

    Wenn das Profil ausgefüllt worden ist – was kann der user dann noch tolles machen, warum sollte er die Seite nochmal besuchen?

  15. Fragen an Sven:

    1. Zahlt ihr die ganzen Trolle hier in den Kommentaren fürs Spammen, damit ihr später auf dem “Startup Barometer” bei Alexander ganz oben landet? :D

    2. Für Startups interessant: Wie habt ihr den Medien/PR Hype “hingekriegt”? Agenturen, selbst Journalisten bequatscht oder wie habt ihr das gemacht? Verwandt.de war ja wirklich überall zu sehen.

    3. Was ist Deiner Meinung nach ausschlaggebend gewesen für den Erfolg von Verwandt? War es gutes Online Marketing oder eher doch das extrem virale Thema? Welche Tipps hast Du für andere Startups, um ähnliche Hypes hinzukriegen.

    So, ich denke, dass sind Fragen, die andere Gründer interessieren würden.



  16. Michael

    @Philipp,
    “Was ist Deiner Meinung nach ausschlaggebend gewesen für den Erfolg von Verwandt?”
    Definiere “Erfolg” bitte. Persönlicher? Monetärer? Publizistischer?

  17. Ich habs absichtlich etwas offen gelassen :) Erfolg bezogen auf das Wachstum der Plattform und die PR. Monetär gibts ja noch nicht viel zu sagen :)



  18. Michael

    Für mich zählt als Kriterium für den Erfolg einer Unternehmung mit Gewinnerzielungsabsicht einzig und allein der (von mir aus auch zukünftige) Gewinn.

  19. Stimmt, aber dazu gibt es wenig zu sagen und “zukünftiger Gewinn” ist irgendwie immer so eine schwammige Zahl.



  20. Michael

    Bzw. in diesem Fall, IMHO eine Zahl, die gegen 0 geht.

  21. Mich würde interessieren, was das “Key Argument” für Hasso Plattner Venture war?

    Team?
    Business Case
    aktuelle User-base
    Skalierung über IT
    User-generated
    Medien-Echo
    Gründer?

    Gruss Thomas

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  23. Hi,

    mich würde auch interessieren, was nach der Eingabe des Stammbaumnes passiert, d.h. welche Beweggründe hat der User regelmässig, was ja wohl für ein rentables 2.0 Projekt notwendig wäre, die Plattform immer wieder zu besuchen. Was ist der Anreiz? Welche Erfahrungen gibt es dafür aus den angloamerikanischen Mutterseiten?

    Bester Gruß
    Trendscout

  24. wie lange haben die Verhandlungen mit den Investoren/Partnern gedauert. Vom ersten Gespräch bis zur Vertragsunterzeichnung.

  25. Mich würde das durchschnittliche Alter der aktiven Nutzer (ohne das der von denen eingetragenen toten Omas ;-)) interessieren.



  26. Sebastian

    Mich würde mal interessieren, ob ihr in eurem Team auch Programmierer am Anfang hattet oder ob ihr euch diese vollständig über freelancer besorgt habt? Und wie lang hat es gedauert die Webseite zu programmieren?



  27. chucky

    @Sebastian: Die Plattform wurde in Osteuropa entwickelt. Es hat deutlich laenger gedauert als geplant. Das abgelieferte Produkt hat nicht richtig funktioniert, und musste von verwandt.de nochmal ueberarbeitet werden.

    Es zeigt sich mal wieder: Die Auslagerung in Niedriglohnlaender ist nicht zwangslaeufig eine gute idee.

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