DomXL verschenkt Domains

Für aussagekräftige Domains werden mitunter riesige Summen gezahlt. Die Domain “business.com” soll kürzlich für stolze 360 Millionen US-Dollar über den Tisch gegangen sein. Hierzulande gilt “poker.de” als Rekordhalter. Knapp 695.000 Euro zahlte die […]
DomXL verschenkt Domains

Für aussagekräftige Domains werden mitunter riesige Summen gezahlt. Die Domain “business.com” soll kürzlich für stolze 360 Millionen US-Dollar über den Tisch gegangen sein. Hierzulande gilt “poker.de” als Rekordhalter. Knapp 695.000 Euro zahlte die Firma Partygaming angeblich für die einprägsame Adresse. Frank Didszuleit mischt seit kurzem in diesem Geschäft mit. Allerdings mit einem großen Unterschied: Der Gründer der United Domains AG verkauft die aussagekräftigen Domains mit seiner neuen Firma DomXL nicht, er verschenkt sie. Wer die Domain geschenkt haben möchte, muss vorher – im Stil der “Million Dollar Homepage” einen Werbeplatz auf der angebotenen Domain buchen. Finanzielle Unterstützung hält Didszuleit, der auch zum Gründerteam des Bewegtbildführers “myTV” gehört, unter anderem von Michael Dieckmann (Cybermanagements).

“Nach dem Verkauf des letzten freien Werbeplatzes wird unter notarieller Aufsicht eine Koordinate der gesamten Werbefläche ermittelt. Der Anbieter, dessen Werbeanzeige auf dieser Koordinate gebucht wurde, erhält dann die Domain geschenkt”, sagt Didszuleit. Derzeit im Angebot ist die Domain “iptv.de“. Eine Werbefläche (10 mal 10 Pixel) kostet 100 Euro. Je größer die Werbefläche, desto größer ist somit die Chance, die Domain geschenkt zu bekommen. Wobei die Größe der Werbefläche und auch der Preis für die einzelnen Flächen bei späteren Aktionen varieren sollen. Bis die Domain endlich den Besitzer wechselt, kann es aber auch bei kleineren Werbeflächen immer eine Weile – sprich mehere Monate – dauern. Es sei denn, jemand kauft alle Pixel schnell auf.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.