schülerVZ verstärkt Jugendschutz

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hat in der Jugend-Community “schülerVZ” jugendgefährdende Inhalte entdeckt und die Macher der Plattform darüber informiert. “Mittwochmittag haben wir von der FSM einen Hinweis auf jugendschutzrechtlich problematische Inhalte erhalten. […]

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hat in der Jugend-Community “schülerVZ” jugendgefährdende Inhalte entdeckt und die Macher der Plattform darüber informiert. “Mittwochmittag haben wir von der FSM einen Hinweis auf jugendschutzrechtlich problematische Inhalte erhalten. Einige der über 450.000 Foren bei \’schülerVZ\’ enthielten Inhalte, die aus Sicht der FSM problematisch waren und nicht dem Verhaltenskodex von schülerVZ entsprochen haben”, sagt Oliver Skopec vom “schülerVZ”-Betreiber “studiVZ”. Daraufhin habe “schülerVZ” sofort sämtliche unerlaubten Inhalte gelöscht und die Nutzer, die für die Einstellung der Inhalte verantwortlich waren, verwarnt und ausgeschlossen. Dabei ist offenbar von rund 20 Nutzern die Rede.

Um solche Probleme künftig zu verhindern, haben die Berliner inzwischen einen neuen Filter installiert, der jugendgefährdende Inhalte blockieren soll. Außerdem sollen einzelne Gruppen mit einem Jugendschutz versehen werden. Einlass zu bestimmten Gruppen erhalten bespielsweise nur Jugendliche über 16 Jahren. Die Alterangaben überprüft “schülerVZ” bisher aber nicht. Jeder Nutzer kann sich somit bereits bei der Anmeldung älter machen. Zu guter Letzt stockt “schülerVZ” zur besseren Überprüfung der Inhalte das Support-Team weiter auf.

Bei der Vielzahl an Nutzern (aktuell gibt “schülerVZ” 900.000 Mitglieder an) wird aber auch eine größere Support-Mannschaft nicht alle Inhalte überwachen können. “Wir sind der FSM sowie allen Nutzern dankbar für Hinweise auf unerlaubte Inhalte bei \’schülerVZ\’. Die Plattform lebt jedoch von den Beiträgen, die unsere Nutzer erstellen. Deshalb kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass kurzzeitig nicht akzeptable Inhalte in Foren eingestellt werden. Wir veranlassen aber mit technischen Mitteln und unseren Mitarbeitern alles, um dieses Risiko zu minimieren und potenziell Jugendgefährdendes unverzüglich zu entfernen”, sagt Skopec.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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