Neuer Markt 2.0: “Es ist wichtig, die Diskussion schon jetzt zu eröffnen”

Der neue Neue Markt sorgt weiter für Gesprächsstoff – siehe dazu auch “‘Wir brauchen keinen Neuen Markt’ – Offener Brief an Rösler“, “Neuer Markt 2.0: Zwischen Wahlkampf, Sommerloch und verheerenden Signalen” und “Blase […]
Neuer Markt 2.0: “Es ist wichtig, die Diskussion schon jetzt zu eröffnen”

Der neue Neue Markt sorgt weiter für Gesprächsstoff – siehe dazu auch “‘Wir brauchen keinen Neuen Markt’ – Offener Brief an Rösler“, “Neuer Markt 2.0: Zwischen Wahlkampf, Sommerloch und verheerenden Signalen” und “Blase 2.0? Rösler will Neuen Markt wiederbeleben“. Aber: Ist die deutsche Szene wirklich schon so weit? deutsche-startups.de fragt; Florian Nöll, Vorstandsmitglied beim Bundesverband Deutscher Startups, antwortet.

Für welche deutschen Start-ups und Investoren könnte ein neuer Neuer Markt eine Chance sein, sich zusätzliches Kapital zu besorgen bzw. eine bessere Möglichkeit sein, seine Anteile an jungen Firmen zu versilbern?
Florian Nöll: Wir adressieren mit dem neuen Börsensegment Start-ups, von denen es im Augenblick noch sehr wenige gibt. Unternehmen, die in Frage kommen, sollten in der Regel einen Umsatz von 30 bis 50 Millionen Euro – oder aufwärts machen. Aus dem Internetsegment kommen momentan rund ein Dutzend Start-ups in Frage, die ernsthaft für einen Börsengang geeignet sind. Ein neues Segment könnte aber auch für Biotech- oder Hightech-Firmen gedacht sein. Auch wenn dies noch alles Zukunftsmusik ist, ist es wichtig, dass wir die Diskussion darüber schon jetzt eröffnen. Auch, um eine grundsätzliche gesellschaftliche Diskussion über Unternehmertum, Risikokultur und eine Kultur des Scheiterns zu etablieren. Vor allem, wenn Start-up nach dem Fiasko mit dem alten Neuen Markt wieder ernst genommen werden möchten. Auf der Seite der Investoren denken wir, dass durch ein neues Börsensegment größere Summen in deutsche Start-ups fließen, weil es eine eindeutige Möglichkeit gibt, seine Anteile wieder zu veräußern. Institutionelle Investoren wie Versicherer, die bisher eine sehr große Zurückhaltung zeigen in Start-ups zu investieren, hätten es durch ein reguliertes Marktsegment zudem einfacher, ihr Geld in Start-ups zu investieren.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Hallo!
    Für das Gründerland Deutschland sind andere Fragen wesentlich wichtiger, schließlich sehen wir seit Jahren einen Rückgang der Gründerzahlen.

    Damit sich Gründer und Selbstständige vor der Wahl ein Bild machen können, was die Parteien so bieten, haben wir die Wahlprogramme angeschaut: http://www.fuer-gruender.de/blog/2013/08/bundestagswahl-2013/

    Beste Grüße

    René Klein



  2. Peter Lustig

    Toller Artikel.

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