Getyourguide übernimmt Gidsy

GetYourGuide (www.getyourguide.de), eine Buchungsplattform für Touren, Ausflüge und Attraktionen, übernimmt Gidsy (www.gidsy.com), einen Marktplätz für Aktivitäten, Events und Kurse. Das Berliner Start-up Gidsy machte vor allem durch Investoren wie Ashton Kutcher, Werner Vogels, […]
Getyourguide übernimmt Gidsy

GetYourGuide (www.getyourguide.de), eine Buchungsplattform für Touren, Ausflüge und Attraktionen, übernimmt Gidsy (www.gidsy.com), einen Marktplätz für Aktivitäten, Events und Kurse. Das Berliner Start-up Gidsy machte vor allem durch Investoren wie Ashton Kutcher, Werner Vogels, Index Ventures und Sunstone Capital von sich reden. Was GetYourGuide für Gidsy zahlte, ist nicht bekannt.

“Für uns ist Gidsy eine extreme Bereicherung”, sagt GetYourGuide-CEO Johannes Reck der Berliner Morgenpost. In der offiziellen Presseaussendung sagt er zudem: “Wir sind sehr beeindruckt von der enormen Leistung des gesamten Teams und freuen uns darüber, dieses Unternehmen, das großartige Erfolge in den Bereichen Design und Social Media aufweisen kann, in GetYourGuide zu integrieren. Dadurch wird unser Portal noch inspirierender, und kann mit einem vergrößerten Angebot nahezu alle Bedürfnisse unserer Kunden bezüglich eines individuellen und unvergesslichen Reiseerlebnisses erfüllen.“

Gefühlt kam Gidsy nie vom Fleck

Das Gidsy-Angebot wird in GetYourGuide integriert, Gidsy selbst umgehend abgeschaltet. Das Gidsy-Team gehört nun zu GetYourGuide und arbeitet bereits in den Büros des Unternehmens. Was nach einer Übernahme klingt, um vor allem das Gidsy-Team an Bord zu holen. Zumal Design und Social Media in der Tat weniger die Stärken von Getyourguide sind. Auch die Äußerungen von Gidsy-Mitbegründer Edial Dekker gehen irgendwie in diese Richtung: “Es ist erstaunlich, wie gut sich beide Teams ergänzen, und wir erwarten große Leistungen und Erfolge in den kommenden Wochen und Monaten”. Gleichzeitig zeigt er sich begeistert, “jetzt dem Team von GetYourGuide anzugehören”. Gefühlt kam Gidsy nie vom Fleck, war zuletzt eher scheintot, ein Zombie-Start-up ohne Aussicht auf Rettung. Man gönnte der deutschen Zielgruppe, die bekanntlich nicht nur aus Mitte-Hipstern bestehen sollte, zum Start noch nicht einmal eine deutschsprachige Plattform (die kam erst viel, viel später). Nur optisch und in Sachen Außendarstellung konnten die Berliner überzeugen. Das äußerst stylische Gidsy-Design war aber auch ein Problem: Es entsprach so gar keiner gelernten Online-Erfahrung, dass selbst gestandene Onliner kaum die Tiefe der Event-Datenbank von Gidsy erkunden konnten. Gefühlt gab es bei Gidsy drei Angebote, die man buchen konnte.

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Die Übernahme von Gidsy durch Getyourguide ist bereits die zweite Übernahme im kleinen Segment der Event-Marktplätze: Im vergangenen Jahr schluckte Regiondo den Wettbewerber Yasuu. “Die Idee gemeinsam den Markt zu bearbeiten hat sich dann auch in den letzten Monaten entwickelt. Regiondo.de zeigt das schnellste Wachstum, das Team ist einfach super und die Vision stimmt”, sagte Oliver Nützel, Gründer und Geschäftsführer von Yasuu damals. Offenbar ist das Segment zwar spannend, aber schwer zu erobern. In diese Richtung deutet auch eine Wortmeldung von Nikolaj Nyholm von Sunstone Ventures gegenüber dem Wall Street Journal hin: “It became clear during the past year that building the supply side of the marketplace was much more sales heavy than expected. GetYourGuide had the resources and better forward momentum to capitalize on this”.

Edial Dekker über Investoren und Berlin

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* Ashton Kutcher investiert in Event-Marktplatz Gidsy

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Petra Panther

    Zum K**** verrückt werden. Ach Mensch Alex, ich weiß, Du wirst dann zu weniger Parties eingeladen, aber wäre eine nüchterne kritische Sicht auf die Dinge mal möglich?

    Dieses Blabla “übernimmt”…

    Fakt ist doch:
    Das Gidsy Team war nichts mehr als ein bisschen Design und viel heiße Luft und ist gescheitert.

    Warum sind Sie gescheitert? Gute Frage.

    Ich sehe einen der Hauptgründe im Hoffen auf ein “soziales”, virales Wunder und der fehlenden Priorisierung auf Inventar. Sie haben Ihr Geschäft nicht verstanden, es war keine Sales Sau dabei, die KOMMERZIELLE Anbieter akquiriert hat. Denn das macht das Hauptbusiness aus.

    Schaut Euch Airbnb an… die haben viel Wind um ihre soziale Zimmerrevolution gemacht, aber hauptsächlich am Anfang professionelle Anbieter (oder private, die mehrere Wohnung hatten und schon auf anderen Seiten präsent waren) akquiriert. So wirds gemacht.

    Und die Sachen mal kritisch zu hinterfragen, das wünsch ich mir hier (vergeblich)

  2. Ich kann nur wiederholen, was ich oben geschrieben habe:

    Gefühlt kam Gidsy nie vom Fleck, war zuletzt eher scheintot, ein Zombie-Start-up ohne Aussicht auf Rettung. Man gönnte der deutschen Zielgruppe, die bekanntlich nicht nur aus Mitte-Hipstern bestehen sollte, zum Start noch nicht einmal eine deutschsprachige Plattform (die kam erst viel, viel später). Nur optisch und in Sachen Außendarstellung konnten die Berliner überzeugen. Das äußerst stylische Gidsy-Design war aber auch ein Problem: Es entsprach so gar keiner gelernten Online-Erfahrung, dass selbst gestandene Onliner kaum die Tiefe der Event-Datenbank von Gidsy erkunden konnten. Gefühlt gab es bei Gidsy drei Angebote, die man buchen konnte.

  3. Pingback: GetYourGuide neemt Gidsy over - TravelNext

  4. Schade, ich fand die sichtbare Arbeit großartig. Alles war persönlich und individuell. GetYourGuide ist groß im Geschäft, aber die machen ihren Umsatz mit Standard-Events.

    Aber klar, das Hoffen auf Viralität ist halt nicht genug.

  5. Gerade noch eine Aussage von Nikolaj Nyholm (Sunstone Ventures) ergänzt.



  6. steve

    was würde ich für ein script wie das von gidsy ( in einfacher form ) geben…wer da ein clonescript hat/kennt oder ähnlichen lasst mal hören



  7. wigger

    ich brauchte nur das design zu sehen und zu lesen, – das in Berlin, Zürich und Las Vegas ansässige Unternehmen und man weiss wohin die Reise geht(siehe comments letztes jahr hier), Ashton Kutcher noch drauf und irgendjemand glaubt dann daran.

  8. @steve: Also jetzt ist es für einen Klon aber definitiv zu spät! ;)

  9. Ich frage mich warum kein Preis angegeben wird. Kann doch eigentlich nur heissen, dass der Preis überraschend niedrig ist, was wiederum schlecht für GetYourGuide wäre, weil sie ein schwaches Tier gekauft hätten.



  10. steve

    JMCQ87 – kannst du mir helfen?
    ich denke ein Klon kann profitabel sein. Konzept liegt in der Schublade..fehlt nur ein Script, welches sich preisgünstig erwerben lässt..



  11. toto

    Danke @Petra Panther, da bin ich ausnahmsweise mal nicht alleine der Meinung, dass die Übernahme kein Indiz für Ergolf, sondern für Versagen ist. Sind die aber auch selber Schuld, alleine keine deutsche Plattform anzubieten ist äußerst dämlich in so einem Segment. Den Kaufpreis wüsste ich auch mal gerne, aber ich denke der wird, wenn überhaupt im sehr niedrigen einstelligen Bereich sein, so dass die Investoren noch knapp ihre Kohle rauskriegen, wenn überhaupt…



  12. Peter

    Interessante Mutmaßungen hier. Glaubt ihr wirklich an einen 7-stelligen Kaufpreis? Ich nicht. Im Leben nicht!

  13. @Steve: Ich verlange 5%! ;)

    2, 3 kurze Google-Suchen später…
    http://www.agriya.com/services/website-clones/etsy-clone

    Hier wäre schon mal ein Etsy-Script, also grob in die richtige Richtung. Alternativ gibt’s vom gleichen Anbieter auch einen Airbnb-Klon. Gidsy ist wahrscheinlich schon zu speziell und in Indien nicht bekannt genug, aber mit etwas Arbeit lässt sich sowas ja anpassen. Viel Erfolg!



  14. steve

    ne das hatte ich auch schon gefunden.. getyourguide clone würde ja auch gehen – haha ;)

    selbst die großen amerikanischen vorbilder wurden noch nicht geclont..



  15. Too Cool

    Hätte ein Script



  16. mike

    Was soll man erwarten, das Team wurde von Amateuren geleitet. Ich finde Startups sollten grundsätzlich 12 Monate auf eigenen Beinen stehen, selbst Kunden aquirieren und selbst code schreiben, bevor sie auch nur einen Cent von nem Vc sehen.



  17. Doberstein

    @steve
    Ich hätte da durchaus eine passende Möglichkeit. Bei Interesse gern melden.

  18. tja, ich dachte die E-Mail-Adresse wird sichtbar: kontakt at ub-doberstein.de



  19. steve

    türlich hab ich Interesse.
    ich brauch nur die kontaktdaten(mail) – dann kann ich mich auch melden :)



  20. Peter Dornbusch

    @Steve: Ja, meld dich unter webmaster_at_fabsoft.de. Sollte Deine Vorstellungen ziemlich nahe kommen.

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