Designer gesucht? 5 lohnende deutschsprachige Designer-Marktplätze

Design fürs Business gehört eigentlich immer in professionelle Hände. Wie man grobe Fehler bei kleinen, eben doch selbst zu lösenden Design-Aufgaben vermeiden kann, ist im Buch Das Design-Buch für Nicht-Designer beschrieben. Aber grundsätzlich […]
Designer gesucht? 5 lohnende deutschsprachige Designer-Marktplätze

Design fürs Business gehört eigentlich immer in professionelle Hände. Wie man grobe Fehler bei kleinen, eben doch selbst zu lösenden Design-Aufgaben vermeiden kann, ist im Buch Das Design-Buch für Nicht-Designer beschrieben. Aber grundsätzlich gilt: Profis ranlassen, wenn es professionell aussehen soll. Nun hat aber nicht jedes Unternehmen Inhouse-Designer oder bereits die externen Designer seines Vertrauens gefunden – Start-ups meist schon gar nicht. Und dann geht das Gesuche los: Xing durchstöbern, Netzwerkpartner fragen, eine Vorauswahl treffen – und husch: Sind ein paar Wochen vorbei, und man hat immer noch keinen Designer gefunden. Für diese Fälle gibt es Lösungen:

Designer-Marktplätze nämlich. Das sind Portale, in denen Auftraggeber ihren Designwunsch mit möglichst gutem Briefing und sein Budget einstellen, woraufhin sich diverse Designer an die Arbeit machen und Entwürfe liefern. Und innerhalb weniger Tage hat man von verschiedenen Designern Entwürfe in deren unterschiedlichen Stilen vorliegen, kann nachbriefen, feintunen und hat am Ende meist ein ansprechendes Ergebnis.

Denn auf diesen Portalen sind mitnichten nur Hobby-Designer tätig, sondern vor allem professionelle Designer, für die diese Marktplätze unterschiedliche Nutzen generieren:

Auch wenn die Bezahlung der über Marktplätze akquirierten Jobs recht niedrig ist, lassen sich damit freie Arbeitszeit-Ressourcen füllen.

Oft resultieren aus solchen Aufträgen deutlich besser bezahlte Folgeaufträge, weil Kunden mit der Arbeit eines Designers sehr zufrieden sind und zukünftig – unabhängig von Ausschreibungen auf einem Portal – mit ihm zusammenarbeiten wollen. So fungiert das Portal als Möglichkeit, Arbeitsproben am realen Projekt zu liefern und – wenn auch nicht exorbitant gut dafür bezahlt zu werden – zumindest nicht komplett gratis liefern zu müssen.

Bei den meisten Portalen bzw. Angebotsformen sehen die Designer die Arbeiten der Kollegen, die Entwürfe für dasselbe Projekt liefern. So finden sie dort eine stetige Quelle der Inspiration und die Möglichkeit, ihr Kollegennetzwerk zu erweitern.

Für die Auftraggeber liegen die Vorteile der Portale auf der Hand:

  • Sie bekommen viele verschiedene Angebote, ohne Designer recherchieren zu müssen.
  • Sie brauchen nur ein Briefing zu schreiben, nicht zig verschiedene.
  • Honorarverhandlungen sind nicht nötig, der Auftraggeber legt sein Budget fest und es nehmen nur Designer an der Ausschreibung teil, die bereit sind, für dieses Honorar zu arbeiten.
  • Sie lernen die Arbeit diverser Designer kennen, können am praxisrelevanten Projekt vielleicht schon den zukünftigen Designer ihres Vertrauens finden.

Hier sind 5 deutsche oder zumindest deutschsprachige Designer-Marktplätze, zwischen denen Sie wählen können:

99 Designs

Der Platzhirsch in diesem Segment und in Amerika ansässig. 99 Designs hat aber eine Dependance in Berlin und eine komplett deutschsprachige Website.

Seit Februar 2013 bietet 99 Designs Agenturen ProTools: “Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch, den wir von Agenturen und größeren Unternehmen erhalten. Um ihnen die Zusammenarbeit mit unserem Marktplatz so komfortabel wie möglich zu gestalten, war es für uns wichtig, ein auf ihre besonderen Ansprüche zugeschnittenes Tool zu entwickeln“, sagt Patrick Llewellyn, Vorsitzender und CEO von 99designs. „In den nächsten Monaten werden wir uns intensiv mit unseren Agentur-Kunden austauschen, um das Tool weiter zu entwickeln und zu verfeinern.”

Neben einer vereinfachten Abwicklung und verbesserten Zusammenarbeit profitieren Agenturen von einer geschützten Privatsphäre und einem Mehr an Sicherheit. Die neuen “Invite-Only”-Wettbewerbe ermöglichen es, für eine Ausschreibung einen Pool an Talenten zusammenzustellen, mit denen man auch in Zukunft zusammenarbeiten will. Freelancer, die keine Einladung erhalten, können nicht teilnehmen. Die Agentur entscheidet mit der Option ‘geheim’, ob jeder Designer nur seine eigenen Entwürfe sieht oder alle teilnehmenden Designer gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

12 Designer

Als Kopie von 99 Designs angetreten, wurde dieser Kreativ-Marktplatz im August 2012 vom Original aufgekauft. Mehr dazu im Artikel 99designs schluckt 12designer. Nach wie vor ist die Plattform aber unter eigenem Namen aktiv.

designenlassen.de

Dieses Portal hat als einziges seit Februar 2013 eine mobile App – auch hier leider zunächst nur für iOS -, von der aus die Auftraggeber über den Stand ihrer Projekte benachrichtigt werden. Mehr dazu im designenlassen-Blog: Die designenlassen.de-App ist da!

Mehr zu designenlassen bei deutsche-startups.de: Kurzmitteilungen Juni 2011, Kurzmitteilungen April 2010.

brandsupply

brandsupply versteht sich als europäischer Marktplatz für Grafikdesign – ist international organisiert und bietet seine Website entsprechend auch in mehr als 7 Ländern an.

wilogo

wilogo hat sein Branding auf Design-Marktplatz Logos abgestellt, bietet aber auch, wie alle anderen Marktplätze, die Möglichkeit, Designentwürfe für Banner, Webdesign oder Flyer in Auftrag zu geben.

Allen Marktplätzen ist gemein, dass schon auf der Startseite kommuniziert wird, wie viele Projekte derzeit laufen, wie viele Designer registriert sind usw.

Große inhaltliche oder funktionelle Unterschiede sind auf Anhieb nicht zwischen den einzelnen Portalen festzustellen, so dass die Entscheidung rein nach persönlichem Geschmack getroffen werden kann.

Vielleicht sollte man einfach alle einmal durchprobieren, um festzustellen, welches Angebot einem am nutzerfreundlichsten erscheint.

Foto oben: bonvivant, stock.xchng

Elke Fleing aus Hamburg unterstützt Start-ups und SMB bei Positionierung, Kommunikation und Wachstum. Sie wird gerufen als strategische Sparrings-Partnerin, Business-Coach und Workshop-Leiterin. Folgerichtig widmet sie sich auch hier vor allem Tools und Themen, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen. Außerdem ist sie Texterin und Webdesignerin, Speakerin und Moderatorin bei diversen Business-Events.



  1. Andreas

    “Profis ranlassen, wenn es professionell aussehen soll”

    Dann würde ich aber die Finger von solchen Plattformen lassen. KEIN professioneller Gestalter nimmt Aufträge über solche billigplattformen an.

    You get what you pay for. Das ist bei Design eben auch nicht anders.



  2. Dominique

    Auf diesen Portalseiten ist die Arbeit zum überwiegenden Teil leider mitnichten auf professionellem Niveau. Professionellen Unternehmen die hochwertige Ergebnisse wollen rate ich deshalb: Finger weg!

  3. Pingback: Lass-andere-schreiben.de vermittelt zwischen Ghostwritern und Auftraggebern :: deutsche-startups.de

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