Pictorama am Ende: App-Fotomarktplatz schließt die Pforten

Das Hamburger Start-up Pictorama (www.pictorama.com), ein digitaler Marktplatz für Fotos, hat ein schnelles Ende gefunden. “Unfortunately not as many clients as we expected bought our pictures. This forces us to shut down Pictorama […]
Pictorama am Ende: App-Fotomarktplatz schließt die Pforten

Das Hamburger Start-up Pictorama (www.pictorama.com), ein digitaler Marktplatz für Fotos, hat ein schnelles Ende gefunden. “Unfortunately not as many clients as we expected bought our pictures. This forces us to shut down Pictorama due to insufficient funds. Unfortunately this also means we are not able to pay out your account balance any further even if you have already requested the pay out. We are so sorry”, heißt es auf der Website. Für Smartphone-Fotografen, gleichgültig ob Amateur oder Profi-Knipser, positionierte sich Pictorama als Marktplatz, auf dem sich Geld verdienen lässt. Jedenfalls dann, wenn die eigenen Fotos auch auf Pictorama angenommen wurden.

Und so funktionierte Pictorama: Die kostenlose Pictorama-App auf das iPhone laden, mittels der App ein Foto schießen, es verschlagworten (taggen) und zu Pictorama hochladen. Bekam ein Bild von der Pictorama-Community genügend positive Bewertungen – hier gab es keine festgelegte Anzahl – wurde das Foto noch von den Pictorama-Prüfern auf Qualität und rechtliche Bedenkenlosigkeit geprüft. Befanden auch sie das Bild für ok, wurde es kategorisiert und auf dem Marktplatz eingestellt. Leider wollte dann aber niemand die Fotos kaufen – siehe auch “Pictorama: Der Marktplatz für Bilder vom Smartphone“. Vielleicht auch, weil der Markt für Microstockfotos schon arg überfüllt ist und ein neuer Mitspieler in Form einer App einfach einen langen Atem braucht, um neben produzenten auch Abnehmer für die Fotos zu finden.

Als Investoren waren bei Pictorama Truventuro und Klaas Kersting, Gründer von Gameforge und Flaregames, an Bord. Ein mittlerer sechsstelliger Betrag floss in die Jungfirma, die von Christopher Becker, zuvor unter anderem Head of Business Development bei der EOL Group und Leiter Social Media bei Cocomore, geführt wurde. Als Abschiedsgruß schreibt Becker: In 2011 we had a dream. We wanted to create an application enabling the people who enjoy smartphone photography as much as we do, to publish their pictures and sell them to people and businesses worldwide. In other words: we wanted to turn the existing microstock market upside down. When we found an investor to realize our idea we couldn´t believe it. Over the last year we assembled a team of motivated and capable professionals who helped us to create the Pictorama. We put a lot of heart and effort into making our dream finally come true. The app launched and you, as well as hundreds of other users started sending in pictures and we enjoyed reviewing them und putting the majority of them online”.

Artikel zum Thema
* Pictorama: Der Marktplatz für Bilder vom Smartphone

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. martin

    The app launched and you, as well as hundreds of other users started sending in pictures and we enjoyed reviewing them und putting the majority of them online”.

    Hundreds? Na, Glückwunsch.

    Erschreckend, dass überall wo App draufsteht, Geld reingesteckt wird. 500k Euro verbraten, Wahnsinn. Ich sage nur getamen.com als nächstes.

  2. ich finde es immer schade wenn ein startup den bach runtergeht. Aber wer kauft bilder und wofür werden diese verwendet? Dies wäre meine erste Frage gewesen. Wer Bilder kauft nutzt diese meist für Websites oder print. auch wenn die smartphonekameras immer besser werden sind smartohonepics einfach nur für private Zwecke zu gebrauchen. Genau das ist der Grund weshalb ich dieser Idee von Anfang an keine Chance gegeben hätte. in meinem Notizbuch hätte ich die Idee aufgenommen. Aber das wäre es dann auch schon gewesen.



  3. Mike

    Was für ne stumpfsinnige Idee! Damit haben die Geld eingenommen?



  4. steve

    fand die idee sehr toll.

    schade… sicher zur falschen zeit.. in 2-3jahren sollte die qualität der kameras den bedürfnissen des marktes genügen, da dann printmagazine langsam ins internet wechseln sollten ..

    hättest das projekt lieber nebenbei laufen lassen sollen..



  5. Klobo

    Truventuro hat lustigerweise ihr Announcment von der Website genommen:
    “Beteiligung an Pictorama. Hamburg, 20.07.2012 – Die TruVenturo GmbH beteiligt sich an Pictorama. Die Pictorama GmbH vertreibt eine Kombination aus …”

    vielleicht zu peinlich? ^^

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