Miflora.de liefert Blumen im Abo – Venture Stars kopiert H.Bloom

EXKLUSIV Gerade erst hat Venture Stars, der Inkubator von netzathleten-Mitgründer Stefan Pfannmöller und Co., ePetWorld mit seinen Ablegern Hundeland.de und Katzenland.de auf die Reise geschickt und mit einer Millionensumme ausgestattet (siehe: “ePetWorld gewinnt […]
Miflora.de liefert Blumen im Abo – Venture Stars kopiert H.Bloom

EXKLUSIV Gerade erst hat Venture Stars, der Inkubator von netzathleten-Mitgründer Stefan Pfannmöller und Co., ePetWorld mit seinen Ablegern Hundeland.de und Katzenland.de auf die Reise geschickt und mit einer Millionensumme ausgestattet (siehe: “ePetWorld gewinnt Blumberg Capital als Investor und sammelt Millionensumme ein“), da starten die Bajuwaren mit Miflora.de (www.miflora.de) schon das nächste Projekt. Wie der Name schon erahnen lässt, versteckt sich hinter Miflora.de ein Blumenlieferservice. Das Start-up beliefert seine Kunden auf Wunsch regelmäßig – sprich im Abo – “mit wechselnden Premium-Blumen”. Lieferfrequenz und Menge der Blumen können die Kunden dabei freiwählen.

Ein Konzept auf das international H.Bloom (www.hbloom.com) setzt. Das Start-up aus New York, welches seine Blumen bisher nur in wenigen Städten ausliefert, ging 2010 an den Start und sammelte gerade erst 18 Millionen US-Dollar Risikokapital ein. In Deutschland setzt Bloomy Days (www.bloomydays.de) bereits auf Blumen im Abo. Zudem steht mit getblumen (www.getblumen.de) ein weiteres Blumen-Start-up in den Startlöchern. “Wir bieten unseren Mitgliedern frische luxuriöse Blumen zum selbst arrangieren. Schon bald geht’s los”, teilt das Team aus Mülheim an der Ruhr mit. “Jede Woche suchen wir die frischten Schnittblumen auf dem Markt aus und versenden sie noch am gleichen Tag. Qualität, Leidenschaft und Professionalität sind unser Anspruch bei allem was wir tun”, heißt dagegen aus dem Hause Bloomy Days. Geführt wird das Unternehmen von Franziska Scheidel, ehemals 7trends-Enamora, Zalando und mybrands. Das Blumenabo bei Bloomy Days kostet 19,90 Euro. Die Abonnenten können ihr Abo aber jederzeit aussetzen oder beenden. “Frische Blumen – ohne feste Bindung” – lautet dementsprechend das Motto des Start-ups. Auf der Miflora.de-Website ist von Kosten ab 24,90 Euro die Rede.

Marktvolumen: 13 Milliarden Euro

Als Zielgruppe von Miflora.de hat Venture Stars-Macher Pfannmöller vor allem Geschäftskunden im Visier: “Etwa die Arztpraxis die Ihre Patienten mit frischen Blumen begrüßen will. Aber auch circa ein Drittel der Privatkunden kauft Blumen regelmäßig zu Dekorationszwecken ein – dieser Bedarf wird aktuell online noch nicht bedient”. Pfannmöller verweist zudem auf die Marktzahlen: “Bei einem europaweiten Marktvolumen von circa 13 Milliarden Euro werden allein in Deutschland jährlich 3 Milliarden Euro mit Schnittblumen umgesetzt”. Dabei wachse der Online-Marktanteil im deutschen Markt im zweistelligen Bereich.

Simon Grünenwald, Venture Manager bei Venture Stars, ergänzt: “Wir haben einen sehr hohen Customer Lifetime Value da Blumen als verbrauchbares Gut von unseren Kunden regelmäßig eingekauft werden. Die Retourenquote tendiert gegen Null, auch die Margen sind attraktiv. Vor allem die hocheffizienten und auf Kurzfrist-Bestellungen ausgelegten Lieferketten machen das Modell spannend – wir benötigen kein Lager und können auf Bedarf bestellen, unsere Kunden erhalten damit frischeste und beste Qualität und wir haben keinen Verschnitt wie etwa der Blumenhandel um die Ecke”. Zum Start setzt Miflora.de auf “Schnittblumen in natürlichen und einfachen Arrangements anstatt komplexer Blumensträuße”. Mittelfristig soll es aber bei Miflora.de auch Home-Deko und Topfpflanzen geben.

 

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* Bloomy Days bietet Blumen im Abo

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Tolles Geschäftsmodel. Vor allem weil jeder vor Ort wohnende zum Großmarkt fahren und ein paar Blumen kaufen kann und dann die Arztpraxen und Restaurants in seiner Gegend beliefern kann.



  2. DB Vorstand

    Safferthal erklärt mal wieder die Welt.

  3. @Rainer Safferthal

    Sorry, ich kenne niemanden, der man eben zum Großmarkt fährt und sich ein paar Blumen kauft bzw. diese dann weiterverkauft. Und wenn es so einfach ist, warum macht es dann keiner? Theoretisch wären Blumenläden dann völlig überflüssig. Wie quasi alle Läden…

  4. Pingback: Kurz vor 9: Groupon, Start-up-Verband, Miflora, Peek & Cloppenburg, Fab.de, Nielsen, Bloomingdale`s, Facebook, Couponing | etailment



  5. Dieter

    Ich kenne Arztpraxen die lassen sich die Blumen wöchentlich vom Blumenladen um die Ecke liefern.
    Das Geschäftsmodel von Miflora ist zwar einleuchtend, klingt aber etwas zu einfach, weil es die Realität leugnet: es gibt nunmal viele Blumenläden die das genau so machen.

  6. Alexander Hüsing: Vielleicht weil noch keiner drauf gekommen ist. Aber das ist doch ein prima Service den Blumenläden so nebenbei anbieten könnten. Außerdem können doch die ganzen anderen schon vorhanden Online-Blumen-Buden auch ein Abo anbieten. Läden sind doch angeblich auch mehr oder weniger überflüssig, wenn man öfters auf DS liest. Alles mögliche soll doch im Abo kommen. Von der Ananas bis zum Zucker.



  7. steve

    da gibt es genug anbieter, die praxen etc mit blumen beliefern. das machen auch blumenläden.

    nur weil du es nicht kennst, heißt es nicht, dass es das nicht gibt – mr. allwissend ;)

  8. Das Spannende sind sicher die geringen Retouren. Doch muss man erstmal flächendeckend Frische garantieren können. Und das ist nicht einfach.

  9. Es gibt in der Tat etliche Blumenläden, die einen solchen Service anbieten. Und: Es gibt viele Praxen, Büros etc, die solche Dienstleistungen nutzen. Spricht im Grunde nur für ein Abo-Blumen-Konzept per Internet. Vorteil: Man kann alles besser verwalten…



  10. Dieter

    Das Abo-Konzept ja, aber doch in Verbindung mit den Blumenläden und nicht mit einer gesonderten Infrastruktur die zudem eine direkte Konkurrenz darstellt.



  11. Alex

    Wenn es so viele mögliche Lieferanten gibt, vielleicht würde hier ein Marktplatzmodell aufgehen



  12. Peter

    Wahrscheinlich sind die aus dem Internet dann einfach billiger – die können doch mehr dann einkaufen und dementsprechend günstiger verkaufen. Oder?



  13. steve

    lob an alex, dass er auch kritische kommentare zulässt.. bei gründerszene ist das nicht so.. ( verstehe sowieso nicht warum deren langsame seite & ignorantes team überhaupt leser anzieht)



  14. Dieter

    @Peter: dann müsste man aber eine eigenes Lager, Infrastruktur, usw. aufbauen, das kostet Geld. Und ohne Bestellungen zu haben, wäre das ein großes Risiko.

    @Steve: Ich weiß sowieso nicht wo bei den meisten Portalen das Problem liegt. Durch die kritischen Kommentare können die Betreiber sich auch besser mit Ihrem Konzept außeinandersetzen und evtl. Rückschlüsse ziehen.

    @Michael: lol, wie geil. Aber gut, “die anderen” stellen sich halt nur geschickter an.
    Auf “das sagen unsere Kunden” gebe ich persönlich schon lange nichts mehr.



  15. Peter

    @ Dieter: Aber die wissen doch was sie einkaufen müssen, wenn die es im Abo verkaufen. Dann haben die also auch keine Blumen, die sie wegwerfen müssen, wie der Händler um die Ecke.

  16. Peter: Das weiss doch der Blumenladen und die Gärtnernei um die Ecke doch auch, wenn sie im Abo verkauft.

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  19. Georg

    Hundeland ist bereits völlig überfordert. Wer Bestellungen nicht liefert sondern nur die Vorkasse einkassiert und sich dann totstellt, der versucht ein Geschäftsmodell, das nicht neu ist. Ausserdem funktioniert es nachweislich nur kurz…
    Ich sehe die investierten Millionen gefährdet!

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