Barzahlen gewinnt AWD-Gründer Carsten Maschmeyer als Investor

EXKLUSIV Alternative Strategic Investments (Alstin), die Beteiligungsfirma des AWD-Gründers Carsten Maschmeyer, steigt nach Informationen von deutsche-startups.de beim Berliner Start-up Barzahlen (www.barzahlen.com). Alstin investierte zuletzt Millionenbeträge in die chinesische E-Commerce Plattform 88tc88 und Orderbird, […]
Barzahlen gewinnt AWD-Gründer Carsten Maschmeyer als Investor

EXKLUSIV Alternative Strategic Investments (Alstin), die Beteiligungsfirma des AWD-Gründers Carsten Maschmeyer, steigt nach Informationen von deutsche-startups.de beim Berliner Start-up Barzahlen (www.barzahlen.com). Alstin investierte zuletzt Millionenbeträge in die chinesische E-Commerce Plattform 88tc88 und Orderbird, ein Bestell-, Kassen- und Abrechnungssystem für die Gastronomie. Zudem investierte der umstrittene AWD-Gründer einen Millionenbetrag in seine Neugründung papagei.tv, eine Online-Fremdsprachenangebot. Somit darf man getrost davon ausgehen, dass nun auch Barzahlen einen Millionenbetrag erhält.

Das Berliner Start-up will das “Payment-Segment revolutionieren” (siehe auch: “In der deutschen Gründerszene toben dutzende Revolutionen“). “Mit unserer Geschäftsidee ermöglichen wir es Konsumenten, online bar zu bezahlen. Unser Bezahlsystem ermöglicht jedem Kunden den einfachen und sicheren Einkauf im Internet”, teilen Achim Bönsch, Tobias Eichler, Sebastian Seifert und Florian Swoboda (siehe oben), die Gründer von Barzahlen mit. Nach dem Online-Einkauf müssen die Nutzer einen Zahlschein ausdrucken und diesen in einer der Barzahlen-Partner zahlen. Dabei wird der Zahlschein wie ein Pfandbon gescannt.

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Anschließend überträgt das Kassensystem des Partners die Zahlungsbestätigung in Echtzeit an den Online-Shop, der die Ware sofort an die hinterlegte Adresse versendet. Offen ist noch, wer die Einzelhandelspartner von Barzahlen sind. Das Konzept von Barzahlen erinnert an PayNearMe (www.paynearme.com). Bei diesem US-Bezahldienst können Kunden ihre Online-Einkäufe offline in einem von 6.400 7-Eleven-Läden bezahlen. In Deutschland bearbeitet BarPay (www.barpay.de) bereits das Segment “Online kaufen, offline bezahlen”. BarPay wurde von der EZV Gesellschaft für Zahlungssysteme in Kooperation mit Lekkerland und der Wirecard Bank entwickelt. Lekkerland stellt hierzu seine Terminals als Akzeptanzstellen zur Verfügung, die im stationären Handel an mehr als 18.000 Points of Sale installiert sind.

Bisher wurde Barzahlen von verschiedenen Business Angels wie Project A Ventures-Macher Christian Weiß, idealo-Gründer Martin Sinner, Ron Hillmann, Arend Lars Iven, Florian Heinemann, Uwe Horstmann, Oliver Roskopf, Thies Sander und Just Beyer finanziell unterstützt. Alstin sicherte sich nun stattliche 30 % der Barzahlen-Anteile.

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* Bar zahlen bringt das Bargeld in den E-Commerce

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Petra Panther

    1. Ich liebe konterrevolutionäre Geschäftsideen.

    2. Aber trotzdem frage ich mich, warum man nen Anzug anzieht, aber das Hemd nicht bügelt. (bzw. den Kragen nicht: Mitte)

    Um Aufklärung wird gebeten.



  2. Anonympps

    was für Lauchs



  3. wigger

    Wenn man gerade steht, sollte man auch diese Form des Investments nicht machen finde ich. Alleridngs die Kohle zu haben um seinen Traum zu verwirklichen ist schön. Dass es 99% egal ist wo die Kohle herkommt muss man akzeptieren. Man sollte dann aber den Ball flach halten und sich nicht als innovativ und open und social bezeichnen. Vielleicht auch mal ne Mail an Abramovitch schicken.

  4. Pingback: Kurz vor 9: Carsten Maschmeyer, Amazon, Händlerbund, Estee Lauder, Zappos, Ecommerce Alliance, F-Commerce, LinkedIn | etailment



  5. steve

    extrem sinnlos:
    die generation, die sowas nutzen könnte, wären die alten, die vllt nicht erkennen ob das ein seriöser shop/bezahlungsmethoden sind. aber genau diese zielgruppe shoppt erst garnicht im internet.
    der jungen generation ist das doch egal. die haben den durchblick und wissen, dass sie im zweifel bei google schauen können ob der shop seriös ist und dann auch bequem via paypal/etc bezahlen …

    das ding hat maximal eine laufzeit von 3-5 jahren.. wenn diese visagen überhaupt das erste jahr überleben



  6. Dav

    @Petra, haha ;) Auch wenn es hier vordergründig um Business geht, fiel mir auch die doch etwas “überhölzerne” Bekleidung der Jungs auf. Du musst auch in einen Anzug passen und das nach außen darstellen, nicht nur für ein Gruppenfoto schnell das Sacko anziehen.

    Zum Business: Ja, wieso gibt man nicht offen zu, dass man einfach aus den USA kopiert hat?

    Ich mag diesen “Wir haben das Problem gesehen” Ansatz überhaupt nicht.



  7. Paul Panther

    Erster Eindruck, genau wie bei Petra: Warum trägt der Junge rechts ein ungebügeltes Hemd? Wenn ich eines von WHU-Buben erwarte, dann dass sie sich wenigstens ordentlich kleiden.

  8. Inzwischen ist der Einstieg offiziell. wie erwartet investiert Carsten Maschmeyer einen Millionenbetrag in Barzahlen.



  9. Mike

    Soso, jetzt klonen die Deutschen nicht nur die Ideen sondern auch sich selbst. *auf anzüge und frisuren schaut*



  10. martin

    Oh mein Gott. Sorry, das Modell ist doch einfach nur grausam. Wen soll das ansprechen? Ich kaufe seit Jahren online ein (Paypal, Kreditkarte, was auch immer) und so machen das alle in meinem Alter. Der Aufwand, erstmal einen Zettel auszudrucken, damit dann zu einer Zahlstelle zu gehen und BAR zu zahlen… wow… zeitauwendiger geht’s wohl kaum. Schlimm, schlimm…

  11. Ich kann mich martin nur anschliessen! Wer bracuht dies warum – oder bin ich zu wenig revolutionär?



  12. c

    macht vielleicht in Südeuropa sinn, aber nicht hier

  13. Pingback: Meine Links des Tages – 30.08.2012 – André M. Bajorats Link Sammlung



  14. Commentator

    ein riesen Schwachsinn! Wer außer H4 und Rentnern hat denn schon Zeit für sowas?
    In 2 bis 3 Jahren ist die Kohle vom Maschmeyer verbrannt und dann wars das…



  15. Toto

    Da bin ich wohl mit meiner Meinung nicht alleine, dass ich den Dienst totalen Schwachsinn finde. Wenn ich etwas online kaufe, dann werde ich es auch online bezahlen. Wo ist denn da der benefit, dass ich noch in eine Filliale gehen muss? Checke ich total nicht.

    Wenn Herr AWD einen “Millionenbetrag” = 1 Mio oder vielleicht 1.5, aber sicher nicht mehr, dann gehört den Jungs doch gar nichts mehr. Sozusagen sind die dann wirklich nur noch Angestellte und das direkt am Anfang? hm…

  16. Also das mit den Hemden geht wirklich nicht…



  17. Sven Ivo Brinck

    Für mich wäre das Modell auch nichts zur privaten Verwendung und mit Carsten Maschmeyer verbinde ich jetzt auch nichts positives – kenne ihn aber auch nicht. Dennoch kann ich mir vorstellen, das gerade ein so skeptisches Volk wie wir ein Bezahlsystem wie dieses annimmt. Es gibt heute noch mehr als ausreichend Menschen die eben nicht online einkaufen, weil sie Angst haben gerippt zu werden. Teilweise ja auch nicht zu Unrecht. Dieses Problem kann hier rein theoretisch gelöst werden. Und das sieht ja nicht nur der AWD-Carsten so, sondern ein illustrer Kreis von Angels, die teilweise online deutlich was auf die Beine gestellt haben. Sicherlich spannender als der x-te “social shopping club” o.ä….



  18. deine mudder

    richtig unsympathisch.



  19. Petra Panther

    Ich revidiere meine Meinung! Das Geschäftsmodell ist revolutionär!

    Perfekte Art, um mit schwarzem barem Geld auch online shoppen zu können!

    Aber das Hemd bleibt ne Katastrophe.

  20. Ich verstehe irgendwie den Sinn nicht ganz. Also ich bestelle online. Dann muss ich zur Bank Bargeld holen und dann womöglich noch woanders dieses Bargeld einzahlen. Ganz schön umständlich und auch gefährlich für die Verkäufer, denn der Käufer könnte unterwegs ein paar tolle Offline-Läden entdecken. Wenn jemand online kauft, dann weil er keine Zeit und/oder Lust hat offline rumzurennen. Warum sollte man dann wegen der Bezahlung offline rumrennen? Die Zielgruppe dürfte wohl sehr gering sein. So was mag vielleicht in den USA funktionieren. Da ist doch das Bank-System angeblich sehr hinterwäldnerisch. Wenn ich drankdenke, dass ich Parterprogrammauszahlungen die ersten Jahre noch als Scheck erhalten haben. Die Amis leben doch teilweise echt hinterm Mond.



  21. Rotes Kliff

    @Sven: “und mit Carsten Maschmeyer verbinde ich jetzt auch nichts positives – kenne ihn aber auch nicht. ”
    .
    Carsten Maschmeyer hat ein Vermögen von mind. €500 Mio. aus dem Nichts gemacht und macht mit seinem PE Fonds einen Return von guten 20% p.a. Der Mann weiß was er macht, im Gegensatz zu den Losern die hier schreiben und sich an ungebügelten Hemden stören. Hier gehts um schnelles, aggressives und hartes Business Jungs und nicht um Bügeleisen!
    Wie Panther richtig gesagt hat, das eignet sich hervorragend für alle Schwarzarbeiter die online kaufen wollen, für Drogendealer, H4-ler mit “Nebeneinkommen” etc. => alles Leute die “offiziell” kein Geld haben, aber trotzdem auch gern online kaufen.
    Da gibts ne Menge von. Könnte mir vorstellen wenn das Ding abhebt dann wird es von Reguliererseite Ärger geben…



  22. Cooz

    Das beste ist aber das Investmentstatement auf der Alstin Website von Maschmeyer. Ich zitiere:

    “ALSTIN investiert in innovative, dynamisch wachsende Unternehmen, die in strukturell nachhaltigen Sektoren tätig sind und insbesondere folgende Kriterien erfüllen:

    – Technologisch führend / besonderes Know-How
    – Bereits im Markt eingeführte Produkte oder Dienstleistungen / keine Start-Up’s
    -Beteiligungshöhe je Transaktion EUR 5-50 Mio (Mehrheiten und Minderheiten)
    – Unternehmensbewertung zwischen EUR 10-200 Mio
    – Profitabel, stabile Ertragssituation / keine Restrukturierungsfälle oder Projektfinanzierungen ”

    Stimmt davon irgendwas auf dieses Startup oder Papagei Tv zu. Mach ich was falsch? ROFL. Mehr muss man nicht sagen.



  23. Petra Panther

    also das Argument mit den Business Angels zieht nicht so ganz. Paradebeispiel: Luupo, mit den Kunst-Brüdern. Keine Ahnung, bescheuertes Geschäftsmodell und doch Business Angels und sogar ein Preis vom .. was war das? BMWi?



  24. Patrick Maria Heist

    Ich bin mir gerade nicht sicher, worüber ich mehr gelacht habe. Über das Foto oder das Business-Model.
    Aber ich bin trotzdem gespannt, wie lange die Jungs ihr Leben sich damit von VCs finanzieren lassen können. Viel Glück :)



  25. Wolle

    @Petra Panther et al.
    Jetzt ist der Groschen gefallen ;-) Für Geldwäsche sind solche Systeme per se geeignet. Um eine lukrative Zielgruppe muss man sich wohl keine Sorgen machen. Allerdings gibt’s sowas Revolutionäres schon längst und auch die Geldwäscheproblematik ist erkannt. Siehe dazu z.B. die Meldung bei heise vom Juni 2011:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anonyme-Online-Zahlungen-durch-Geldwaeschegesetz-moeglicherweise-vor-dem-Aus-1269409.html

    Tatsächlich wurde das anonyme Bezahlen z.B. bei paysafecard etwas erschwert. Heute heisst es auf deren Website:
    “Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage dürfen Verkaufsstellen in Deutschland paysafecard PINs nur noch bis zu einem Gesamtwert von 100 EUR pro Person verkaufen. Wenn du paysafecard PINs im Wert von über 100 EUR erwerben willst, wirst du aufgefordert, dich in deiner Verkaufsstelle auszuweisen.”



  26. Rotes Kliff

    @Cooz: “Mach ich was falsch? ROFL. Mehr muss man nicht sagen.”
    .
    Alstin hat mehrere hundert Mio. Assets under Mgt und macht schöne 20% p.a. – also was ROFL?
    Das ist eine Gelddruckmaschine mit einem absoluten Elite-Investmentteam.
    Grüße aus FFM
    .
    @Wolle: Das ist in der Tat eine Sauerei. In Italien sind Barzahlungen über 1.000 € generell verboten (!). In D kommt das früher oder später auch, weil der verdammte Staat das Geld braucht für den ESM. Vorwand natürlich Geldwäsche…

  27. Rotes Kliff 31:

    Wenn du eine der Partei aus dem linken Einheitsblock oder noch besser erst gar nicht wählst, dann bist du auch daran mit schuld.



  28. TheRiddler

    “Hier gehts um schnelles, aggressives und hartes Business Jungs und nicht um Bügeleisen!”

    Yep. Mit den drei Steve Urkels wird der (M)arschy dass bestimmt voll krass hinbekommen. Bin mal gespannt, welche Bürger er diesmal über den Tisch zieht.



  29. Daniel

    Geniale Diskussion, ich hoffe, noch mehr von unseren drei WHU-Jungs zu hören. (und vor allem Bilder zu sehen ;))

    Weiter so, Start-Up Community!

  30. Diese Art des Bezahlens beinhaltet einen Medienbruch (online –> offline). Die Konversionsrate wird gering sein. Die Bezahl- Kosten sind außerirdisch hoch.

    Das Ding macht auch nach meiner Meinung nur für Käufe mit Schwarzgeld Sinn. Ein Markt könnte also durchaus bestehen.

    Ich denke, Maschi weiß, was er macht.

  31. Pingback: Die Woche im Rückblick: Barzahlen, Delivery Hero, Mobile Payment :: deutsche-startups.de

  32. Yep. Mehr Bilder. Schickt mal die Jungs zu einem Nassen-Hemd-Wettbewerb, damit wir alle ihre haarigen Hühnerbrüste sehen können. *lach* … Olaf hat es erfasst. An den Medienbruch dachte ich auch, aber habe es vergessen zu schreiben. Woher kennst du die Bezahlkosten. Die stehen doch nirgends. Außer das sie marktüblich sind.



  33. Sven

    Das Investment passt doch zum Lebenslauf von Maschmeyer! Was halt mit einem faden beigeschmack…



  34. Lars Froh

    Es gibt schlechtere Ideen die mehr gehyped werden. Bsp.: whyown.it wird niemals eine nennenswerte Summe Geld verdienen, aber wird trotzdem gehyped ohne Ende.
    Klar das Projekt hier ist nicht in die Zukunft gerichtet, aber Geld kann man damit schon verdienen.

  35. Pingback: Online kaufen, offline bezahlen – Barzahlen startet mit dm und mobilcom-debitel als Partnern :: deutsche-startups.de

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