Moped geht an den Start – Earlybird und Co. investieren in das Berliner Start-up

Schon seit etlichen Monaten geistert der Name Moped (www.moped.com) durch die Gründer- und Investorenszene. Bisher wussten aber die wenigsten, was sich genau hinter Moped verbirgt – nur einige ausgesuchte Zeitgenossen durften den ansehnlichen […]
Moped geht an den Start – Earlybird und Co. investieren in das Berliner Start-up

Schon seit etlichen Monaten geistert der Name Moped (www.moped.com) durch die Gründer- und Investorenszene. Bisher wussten aber die wenigsten, was sich genau hinter Moped verbirgt – nur einige ausgesuchte Zeitgenossen durften den ansehnlichen und leicht zu bedienenden web-basierten Kommunikationsdienst bisher ausprobieren. Damit ist jetzt aber zum Glück Schluss: Nach gefühlt jahrelanger Vorbereitungszeit geht das Start-up von Schuyler Deerman, der aus San Francisco nach Berlin gekommen ist, nun endlich zeitgleich mit einer iPhone-App an den Start. Zum Startschuss pumpen Betaworks, Lerer Ventures, SV Angel und Earlybird eine Million US-Dollar, momentan knapp 800.000 Euro, in das Start-up.

Moped-Gründer Deerman beschreibt seinen Kommunikationsdienst als eine Mischung aus Instant Messaging und SMS. Der Vergleich passt. Obendrauf kommt dann noch eine Prise Twitter, denn Moped ist ähnlich simpel aufgebaut wie der bekannte Kurznachrichtendienst. Vergleichbare Produkte wie Yammer (www.yammer.com) oder swabr (www.swabr.com) sind im Vergleich zu Moped völlig überfrachtet und unübersichtlich. Zum Konzept von Moped: Registrierte Nutzer können über die übersichtliche und fast schon spartanische Plattform mit anderen Nutzer in Kurzform kommunizieren. Anders als Twitter ist Moped aber eine geschlossene Veranstaltung: Man kann und muss niemandem folgen und niemand kann sehen, was man mit anderen Nutzern über Moped austauscht. Moped ist eine Art geschlossenes Kurznachrichtensystem, eine Art E-Mail-Ersatz.

@-Verknüpfungen wie bei Twitter

Ein Anwendungsbeispiel: Statt seinen Arbeitskollegen eine weitere E-Mail zuzuschicken, kann man mit allen über Moped kommunizieren und über die Plattform Projekte besprechen, Termine koordinieren und Meetings vorbereiten. Auch das Anhängen von Dokumenten ist bei diesen Gesprächen dank Dropbox-Verknüpfung möglich. Hilfreich ist auch ein Chrome-Plugin, mit dem man überall direkt Links tauschen oder ein Gespräch starten kann. Die Kommunikation bei Moped funktioniert ähnlich wie bei Twitter über @-Verknüpfungen. Auch Hashtags lassen sich setzen – was das Auffinden von Nachrichten zu einem Thema deutlich erleichtert. Das gute dabei: Moped ist nicht an eine Plattform gebunden und funktioniert über die Desktop-Version oder die angesprochene iPhone-App (Android kommt bald). So ist jederzeit ein schneller Austausch möglich.

Der Nachteil: Der Start in die Moped-Welt ist ernüchternd: Zum Start wissen sicherlich viele Nutzer nicht, mit dem sie kommunizieren können und sollen. Einzig eine Twitterverbindung (über Twitter läuft momentan die Anmeldung bei Moped) hilft, dass man nicht völlig allein ist bei Moped. Ob man mit diesen Kontakten aber über Moped austauschen will, sei einmal dahingestellt. Ein Anfang ist dies aber schon einmal.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Ralf Schulze

    Also ich muss eine Inflation verpasst haben. Geld ist anscheinend nichts mehr wert.

    Und mal im Ernst”gefühlt jahrelanger Vorbereitungszeit ” ?

    Das Ding kann von 2 fähigen Hobbyprogrammierern unter Nutzung eines Frameworks innerhalb von nem langen Wochenende aufgesetzt werden.

    Oder ist das wie bei den Wunderkindern gelaufen 10 Bwl Studenten fürs Geld ranholen und ein IT Student im ersten Semester fürs Programmieren?



  2. Ana

    Okay, ich kann mich also nur via Twitter-Account bei einer “Twitter-Kopie” anmelden. Finde ich irgendwie speziell. Macht aus meiner Sicht keinen Sinn.



  3. Thomas

    Ein langes Wochenende wohl nicht, da es nicht einmal für eine eigene Anmeldung gereicht hat. Oder warum nur Twitter, also genau die Zielgruppe die ihre Nachrichten nicht privat sondern am liebsten der ganzen Welt aufhalsen möchte?



  4. Andre

    Braucht sowas noch jemand?

  5. @Ralf Schule

    Ein weiße Leinwand im Museum.
    Sagt der Besucher zum Künstler: “Das soll Kunst sein? Das kan ich auch!”
    Künstler: “Sie haben es aber nicht gemacht.”



  6. Robert

    Yep ich frag mich auf immer wieder was Investoren dazutreibt in solche 0 Umsatzgeschichten wie Amen, 6Wunderkinder und jetzt eben Moped zu investieren…dieser Messaging und ToDoList Markt ist doch schon lange gesättigt…



  7. Sven

    Schade, braucht man nicht – in Sachen, die schon Umsätze generieren und Mehrwert haben, aber Mainstream sind und nicht aus Berlin kommen, wird nichts hineingesteckt. Ist ja nicht hip genug.

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  9. Range Rover

    Ja, der Hippness Faktor ist extrem wichtig.
    Zum einen natürlich das adäquate Äußere, d.h. die passende Brille, evlt. einen Rauschebart und die entsprechende Kleidung.
    Dann natürlich ganz wichtig die Hippster Attitüde.



  10. Rob

    Wirklich schade um die gute Domain, die produktorientiert hätte verwendet werden können!

  11. Man kann sich bei einem Twitter Klon per Twitter anmelden und quasie Twitters DMs da versenden? Interessant…

  12. Scheint auch wirklich von Hobbyisten entwickelt worden zu sein. Sicherheitlücke direkt im Login:

  13. Also echt, für soetwas ist VC Geld da. Noch eine Twitter Kopie. Da kann ich ja gleich bei http://status.net/ vorbeischauen und mir die Opensource Variante runterladen. Gibts übrigens schon seit mehreren Jahren und man muss nicht bei Twitter angemeldet sein um sich einzuloggen.



  14. Commentator

    Keine Ahnung wer sowas braucht. In 1 Jahr ist die Mio. verbrannt und das wars dann. What a waste!



  15. Toto

    Das sieht man wieder das die Idee egal ist. Es reicht schon wenn man aus San Francisco kommt ^^. Der Dienst ist ja nicht schlecht, aber es gibt schon so viele ähnliche á la whatsapp. Und auch da sehe ich in Zeiten von Flatrates keinen wirklichen Nutzen. Na ja



  16. Klassiker

    Ein bisschen weniger Gehate bitte. Ich bin zwar auch kein großer Fan/potentieller Kunde von Moped, aber einige der Kommentare hier sind echt lächerlich. Da fragt man sich ob der-/diejenige überhaupt schonmal eine funktionierende Web-App programmiert hat oder aber 0 von Business/Pitching versteht und jetzt rumweint weil die Jungs es geschafft haben Geld zu raisen und man selbst mit seiner super-duper Idee nicht.

    Wer SV Angels und Earlybird kennt, weiß dass die nicht dumm sind und auch kein Geld verschenken.

  17. Nutzen würde ich den Service auch nicht, da es nichts neues ist. Aber mich würde interessieren – wieso die VC´s in solche Unternehmen investieren.



  18. martin

    Ein Wort: Schrott!

  19. Ist denn schon Sommerloch?



  20. Dieter

    Immer wieder putzig die Kommentare!
    Dafür dass man “es nicht braucht”, “es doch schon gibt” oder einfach “Schrott” ist, finde ich es doch erstaunlich wie hoch das Interesse an solchen Dingen ist, die Anzahl Postings belegen dies eindrucksvoll.



  21. Manuel Geitner

    Twitter hat in Dtl noch nicht wirklich ne CommunityAufgebaut…
    Vllt versucht Moped das zu schaffen und dann einen exit der dann wiederum Twitter in Dtl den Durchbruch bringt…

    Ziemlich optimistische Denke aber meiner Meinung nach die einzige realistische Begründung für Earlybird und Co.



  22. Commentator

    @ Klassiker: Geld zu raisen bringt gar nichts, wenn dein Produkt bei den (potenziellen) Usern nicht ankommt. Leider sehen wir gerade in Berlin viel zu viele Start-Ups, die zwar echte Pros beim Pitchen, aber es nicht schaffen ein sinnvolles Produkt zu entwickeln.

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  25. martin

    @Dieter21 – Viele Kommentare bedeuten nicht hohes Interesse an einem Produkt, sondern in diesem Fall genau das Gegenteil. Die, die hier posten, nutzen moped nämlich nicht und kritisieren den Nutzen, etc. Musst halt lesen können…



  26. Larissa

    Immer wieder lustig. Investoren verballern ihr Geld wie nichts Gutes. Die Gründer lächeln smart, haben einen ordentlichen Hochschulabschluss und versprechen viel.

    Das Ganze sieht für mich aus, wie eine Testumgebung des ersten ICQ-Clients. *kopfschüttel*

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  29. Nikkki

    Der Exit von Yammer an Microsoft könnte ein Grund für das Investment sein.



  30. Nikkki

    I’d prefer using Skype than Moped.

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