Ex-Rocket-Duo gründet Paul Secret, einen Curated Shopping-Dienst

EXKLUSIV Auf der Echtzeit Berlin XIII, die Anfang März stattfand, wollten Anna Alex, die sich in der Vergangenheit beim Inkubator Rocket Internet um das Thema Business Development gekümmert hat, und Julia Bösch, zuletzt […]
Ex-Rocket-Duo gründet Paul Secret, einen Curated Shopping-Dienst

EXKLUSIV Auf der Echtzeit Berlin XIII, die Anfang März stattfand, wollten Anna Alex, die sich in der Vergangenheit beim Inkubator Rocket Internet um das Thema Business Development gekümmert hat, und Julia Bösch, zuletzt Head of International Business Development, beim E-Commerce-Giganten zalando, noch nicht über ihr neues Start-up reden. Jetzt ist die Katze mehr oder weniger aus dem Sack: Das Gründerinnen Duo aus dem Rocket-Umfeld wagt sich nach Informationen von deutsche-startups.de an das Thema Curated Shopping, einem der 10 Trends, die die deutsche Gründerszene momentan bewegen. Paul Secret (www.paulsecret.de) heißt ihr Einkaufsservice für Männer, die nicht gerne einkaufen.

In einer ganz frischen Stellenanzeige beschreiben die Berliner ihr Start-up wie folgt: “Paul Secret ist ein neues Fashion-Unternehmen in der Hauptschlagader der Berliner Startup-Szene und wir haben einen klaren Auftrag: die Befreiung der Männerwelt von der Qual des Shoppings!” Zum Team heißt es in aller Kürze: “Unser junges Team vereint die Erfahrung aus führenden Positionen bei Zalando, Groupon und smava”. Auf eine Beschreibung des Konzeptes gibt es noch: “Wir bieten einen individuellen Shopping Service für Männer, die gut gekleidet sein wollen, aber vielleicht nicht die Zeit und Lust haben, aufwendig einkaufen zu gehen. Im persönlichen Gespräch suchen unsere reizenden Style Expertinnen handverlesene Kleidungsstücke aus, die am besten zu unseren Kunden passen”.

Das Konzept Curated Shopping wird in den USA von Firmen wie Trunkclub (www.trunkclub.com) oder Cakestyle (www.cakestyleme.com) vorangetrieben. In Deutschland sind bereits zwei Anbieter unterwegs, die Männern perfekt auf sie zugeschnittene Kleidungsstücke versprechen: Modomoto (www.modomoto.de) und Modemeister (www.modemeister.com), beide aus Berlin. Die Modomoto-Gründerin Corinna Powalla kaufte für ihren Freund regelmäßig stapelweise Kleidung ein und ließ ihn zu Hause dann auswählen, was ihm gefiel. Ein Service, den sie nun allen Männern anbietet: Auf der Modomoto-Webseite beantworten Männer einen kurzen Fragebogen, in dem sie Angaben zu Stil- und Kleidungsgrößen machen. Im Anschluss stellt ein „Experte“ ein Paket mit zwei bis drei Outfits, also mit acht bis zehn Kleidungsstücken, zusammen und schickt es dem Kunden zu. Dieser schaut was ihm gefällt und schickt den Rest wieder zurück – der Versand und die Experten-Dienstleistung sind kostenlos. Auch bei Modemeister stehen Frauen hinter dem Unternehmen, das sich eigentlich ausschließlich an Männer richtet: Kareen Günther und Tanja Bogumil bieten mit ihrem Service „eine Lösung für das Problem, dass die wenigsten Männer gerne Kleidung einkaufen gehen – entweder weil sie Shopping nicht mögen oder einfach keine Zeit für ausgedehnte Einkaufsbummel haben.“

Artikel zum Thema
* Modomoto und Modemeister setzen auf Curated Shopping

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. “reizenden Style Expertinnen”

    aha

  2. Ich glaube dieser Tage hatte ich noch zum Thema mit NBlick auf deutschland geschrieben: zwei beispiele sind ein Trend, drei beispiele ein Markt. zack nun ist es kein Trend mehr, sondern ein markt. Fehlen jetzt nur noch die spin-offs für unterschiedliche Altersklassen

  3. @Olaf

    Ich denke, da kommen noch mehr ähnliche Konzepte. Im Grunde eigenartig, dass Rocket Internet dieses Konzept bisher noch nicht umgesetzt hat.



  4. Sam

    Nun fehlt nur noch der Online-Friseur.

  5. Es bleibt die Frage: Paul, wer ist eigentlich Paul?



  6. Herrenausstatter Braun // Hamburg

    Ist das nicht nur ein weiteres Feature für einen e-commerce fashion retailer?
    Das kann ein zalando, trendfabrik, amazon, herrenausstatter braun, depauli group etc. doch einfach in den Shop aufnehmen? Fragebogen + Datenbank mit Outfits; dann ne spezielle Landingpage / minishop für die Zielkunden. Fertig ist der Lack.
    Das ist kein USP der ausreicht, um sich vom bestehenden Wettbewerb abzugrenzen.



  7. Max

    @Alex hat eines dieser Startups einen externen Investor? Wenn ja, wen?

  8. Da kann ich nichts zu sagen…

  9. Pingback: Paul Secret ist ein neuer Shop für modebewusste Herren | Berlin Valley

  10. Pingback: Kurz vor 9: Google, Shoedazzle, BestBuy, Hailo, Paul Secret, Zalando, bvh, Spreadshirt, Square, Paypal, Social Commerce | etailment



  11. Leo

    Ich finde das Konzept sehr spannend. Eigentlich wäre es ein Feature für zalando und Co., aber eine eigene Marke dafür bringt irgendwie ein besseres Gefühl. Bei einem großen Shop wie zalando hätte man immer das Gefühl, die würden so nur ihre Restposten unter die Leute bringen.

  12. Pingback: 5min für den Kleiderschrank als Erlösquelle und die düstere Zukunft des Call Centers | Smart Service



  13. hans

    @Sam:
    Hehe
    @Leo: Auch hier habe ich das Gefühl, dass die nur ihre Restposten verscherbeln wollen…

    Ansonsten glaube ich nicht dran, da das quälendste Element beim Einkaufen für mich ja die Verkäufer sind. Jetzt lauern die mir auch noch beim Online-Shoppen auf? Furchtbar.

  14. Pingback: Paul Secret macht Männern Bekleidungs-Shopping leicht :: deutsche-startups.de

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