QR-Code Erkennung: Sminna macht Plakate multimedial erlebbar

Immer häufiger sieht man auf Plakaten oder in Zeitschriften QR-Codes: Nutzer scannen sie per Smartphone ein und landen auf Landingpages, wo sie weiterführende Infos erhalten. Ein Management-Tool namens Sminna (www.sminna.com) erweitert diesen Service […]
QR-Code Erkennung: Sminna macht Plakate multimedial erlebbar

Immer häufiger sieht man auf Plakaten oder in Zeitschriften QR-Codes: Nutzer scannen sie per Smartphone ein und landen auf Landingpages, wo sie weiterführende Infos erhalten. Ein Management-Tool namens Sminna (www.sminna.com) erweitert diesen Service nun und macht Printprodukte wie Plakate und Zeitungsartikel multimedial erlebbar. Nach Einscannen des QR-Codes werden User nicht auf eine Infoseite weitergeleitet sondern können aus unterschiedlichen Diensten auswählen: Anhören eines Konzertausschnitts, Ticketbestellung und vieles mehr. Werbetreibende suchen die passenden Inhalte im Vorfeld über ein Content Management System aus.

Milabent, die Hamburger Firma hinter Sminna, wendet sich vor allem an Markenartikler, Händler, Veranstalter und Verlage. Diese können ihre mobilen Branding- und Abverkauf-Kampagnen mit Sminna vereinfachen und steuern. Als Medium dienen Bar- oder QR-Codes, die man an sämtliche Produkte wie Waren, Verpackungen, Schaufenster, Messestände oder Printmedien anbringen kann. Der Vorteil für Werbetreibende: Sie brauchen die Dienste nicht zu programmieren sondern wählen sie aus dem Portfolio aus, darunter Angebote wie Termin merken oder Direktkontakt mit einem Kundenberater aufnehmen. Es geht darum, Endkunden selbst auswählen zu lassen: “Wir machen Pull- und nicht Pushmarketing. Kunden können selbst aussuchen, welche Serviceangebote sie interessieren”, sagt Gründerin Judith Gentz.

Angedacht: Weitere Erkennungsmechanismen

Ein weiterer Vorteil für Werbetreibende: Sie können ihre Angebote ständig anpassen. “Ein Fallbeispiel ist das Reeperbahn Festival in Hamburg. Im Vorfeld könnte die Stadt mit Sminna die Veranstaltung bewerben. Während der Veranstaltung stellt sie über den QR-Code einen Taxiservice zur Verfügung und hinterher ermöglicht sie, Fotos und Eindrücke abzurufen.” Zu einem späteren Zeitpunkt sind weitere Erkennungsmechanismen in der Pipeline; bisher ist die Erkennung auf Codes beschränkt. Preislich sind drei Pakete (Basis, Advances, Unlimited) vorgesehen, wobei sich die monatliche Nutzungsgebühr im unteren vierstelligen Bereich bewegt. Zur aktuellen Startphase gibt es auf alle Pakete 20 % Rabatt.

Völlig neu ist der Ansatz nicht: Auch mit Barcoo (www.barcoo.de) scannen Smartphonebesitzer Barcodes auf Produkten. Dort geht es allerdings darum, im Netz verfügbare Preisvergleiche und Verbraucherinfos zu bekommen – ein völlig anderes Marktsegment. Über das Schweizer Start-up kaywa (www.reader.kaywa.com) erhalten Nutzer ebenfalls zusätzliche Infos, indem sie QR-Codes abfotografieren. Auch die App vooh! (www.stroeer.de/Vooh.vooh.0.html), ein Produkt von Stroer, bietet Plakat-Bilderkennung inclusive weiterführender Infos an (ohne QR-Codes). Auf jeden Fall ist das Thema Objekterkennung ein wichtiges und wachsendes Thema im sich ausbreitenden Mobile Commerce. Interessant wird es, wenn ein Unternehmen all diese Möglichkeiten zusammen anbietet – dies jedenfalls ist das Ziel von Sminna.

Artikel zum Thema
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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Marc Kaufmann

    Das Ganze funktioniert auch schon ganz ohne sichtbare Codes und wird unter dem Stickwort “Augmented Print” vermarktet: http://ironshark.de/isbuysight.html

  2. Interessant wird dieses Thema in meinen Augen dann, wenn ich nicht mehr extra eine App brauche, um Inhalte zu scannen/fotografieren/XY.

    Wenn der Anbieter es dann noch schafft, wirklichen Mehrwert auf den Zielseiten zu präsentieren, kann er sich selbst auf die Schulter klopfen.
    Die Frage ist, wie lange dieser zweite Schritt dauern wird…..der erste sollte in absehbarer Zeit realisierbar sein.



  3. Ö

    wirklich sinn macht es wenn man das ganze mit einem banking portal / Sofortüberweisung/mobile Paypal o.ä. verbindet und damit wirkliches mobile-spontan-Einkaufen ermöglicht. Ich laufe irgendwo vorbei, sehe den QR code, scanne und bezahle mit 1 oder 2 klick. done.



  4. Ben

    @Ö – sowas hab ich schon gesehen: die Shopgate App.

    Die hat zwar kein PayPal, aber Sofortüberweisung, ClickandBuy und Kreditkarte installiert und hat schon krass viele Shops.

    Die wollen auch genau das machen, was Du auch vorschlägst:
    http://www.shopgate.com/de/about

  5. Ich habe bei QR Codes den Eindruck, dass Werbeagenturen deswegen so begeistert von diesem Konzept sind, weil es etwas ist, dass ihren Erfahrungshorizont nicht übersteigt, weil man’s eben drucken kann.

    So richtig massenkompatibel oder gar bei einem breitem Zielpublikum erfolgreich sind QR Codes allerdings vermutlich nicht. Ich denke, dass wahrscheinlich mehr Leute Dienste wie foursquare oder Facebook Places nutzen als QR Codes.

    Anders kann ich mir die ungelenken Versuche seitens der Werbebranche auch nicht erklären, den Erfolg von QR Codes herbeizureden.



  6. Benjamin

    @Bjoern: Genau meine Meinung, viele aus meinem Bekanntenkreis interessiert der QR-Code nicht. Sie halten es eher für eine Art “BARCODE” und haben somit weniger Interesse an dem ganzen Ding. Ich selbst, kann bis heute auch eine einseitige Statistik von genau 0 QR-Codes aufweisen.

  7. QR-Codes sind heute Türöffner, um von der Offline-Welt in die digitale Welt zu verlängern. Nach meiner Beobachtung nimmt die Nutzerschaft mit der großen Verbreitung von Smartphones deutlich zu; das belegen auch neueste Studien. QR-Codes sind zwar nicht schön, aber immerhin zeigen sie an, dass es hinter dem gedruckten Papier weitergeht. Leider verweisen viele Werbetreibende auf nicht mobile-friendly Websites oder verwenden statische links, hinter denen der Content oftmals nicht den Bedürfnissen der Nutzer entspricht. Das führt zwangsläufig zu Enttäuschung. Wir, milabent, bieten mit sminna hierfür ein Mobile Campaign Management-System an. Damit wäre es ein Leichtes, wirkliche Mehrwerte anzubieten… http://www.milabent.de

  8. Pingback: QR-Codes verbinden Print-Produkte und Online-Medien :: deutsche-startups.de

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