brands4friends zieht Bilanz
Vor rund einem Jahr erblickte die geschlossene Shopping-Community brands4friends (www.brands4friends.de) das Licht der Webwelt. Bei einem Pressegespräch in Berlin sprachen die beiden Gründer Constantin Bisanz und Christian Heitmeyer über die Bilanz der ersten zwölf Monate. “Wir sehen unsere Strategie durch die erfolgreiche Entwicklung im letzten Jahr absolut bestätigt”, sagt Bisanz. Vor allem das ungebremste Mitgliederwachstum sei wirklich spektakulär. Mit über 1,1 Millionen Mitgliedern sehen sich die Hauptstädter als Deutschlands größten Online-Shopping-Club. Die meisten Mitglieder sind Frauen (60 %). Das Durchschnittsalter liegt bei knapp 30 Jahren. Vor allem Kooperationen mit den stark frequentierten sozialen Netzwerken wie wer-kennt-wen, studiVZ oder MySpace dürften für das rasante Mitgliederwachstum gesorgt haben.
Rund 80 Mitarbeiter sind derzeit für brands4friends tätig, die meisten davon traten ihren Dienst in diesem Jahr an. Wo die vielen Mitarbeiter arbeiten? Die meisten natürlich im Einkauf und der Produktion – zu den diversen Aktionen produziert brands4friends Fotos und Filmchen. Inzwischen laufen drei oder mehr Verkaufsaktionen gleichzeitig bei der geschlossenen Shopping-Community. Diese Schlagzahl will Bisanz beibehalten und rechnet mit rund 1.000 Verkaufsaktionen pro Jahr. Allein in diesem Jahr schickte brands4friends nach eigenen Angaben bereits 400.000 Pakete auf die Reise. Der durchschnittliche Wert eines Warenkorbes lag dabei bei rund 70 Euro. An einigen Tagen erwirtschafte brands4friends bereits einen Tagesumsatz im höheren sechsstelligen Bereich, sagt Bisanz, der vor einigen Jahren TruckScout24 gründete. Der monatliche Umsatz sei siebenstellig.
Internationalisierung angedacht
In den kommenden Monaten will die brands4friends-Mannschaft ihren Vorsprung vor der Konkurrenz nicht nur verteidigen, sondern ausbauen. Gelingen soll dies unter anderem durch “Exklusiv-Kooperationen” mit international angesagten Markenherstellern. “Wir holen die Trendmarken zuerst nach Deutschland”, sagt Bisanz. Dabei denkt er unter anderem an die in Deutschland bisher kaum bekannte US-Marke Laguna Beach. Daneben sollen weiter bekannte Marken bei brands4friends in die digitale Auslage kommen. Die Macher betonen, dass bei brands4friends ausschließlich Originalwaren angeboten würden. Beim angesagten US-Modelabel Abercrombie & Fitch lag brands4friends scheinbar daneben. Ein Lieferant jubelte dem Unternehmen offenbar Fälschungen unter. Ebenfalls auf der Agenda von brands4friends steht das Thema Internationalisierung. Geschäftsführer Heitmeyer denkt dabei an alle an Deutschland grenzenden Länder. Einen schnellen Start in Frankreich, wo Vorreiter vente-privee.com den Markt dominiert, schließt er allerdings aus. Den polnischen Markt findet er aber “spannend”.
Artikel zum Thema
* Mangrove Capital Partners steigt bei brands4friends ein
* Startup des Jahres – Stimmen zu brands4friends
* brands4friends legt los
|
|
|
|
|
|
|
8 Kommentare »
3 Trackbacks »
-
[...] der einen Seite wird brands4friends beweihräuchert vom Szene-eigenen Sprachrohr Deutsche Startups, auf der anderen Seite flattert bei brands4friends oder deren Anwälte eine Einstweilige [...]
Pingback von brands4friends: Hochgelobt und doch untendurch? | Alles 2null - Die Web 2.0-Welt — 01. Oktober 2008 @ 17:46
-
[...] Die Shopping-Community brands4friends (www.brands4friends.de) gelangte kürzlich wegen Markenpiraterie in die Schlagzeilen. Im konkreten Fall erwirkte das US-Modelabel Abercrombie [...]
Pingback von Kurzmitteilungen: Anschlusstor, brands4friends, Christbook, Troovi :: deutsche-startups.de — 17. November 2008 @ 16:55
-
[...] zum Thema * brands4friends zieht Bilanz * Mangrove Capital Partners steigt bei brands4friends [...]
Pingback von Kräftige Finanzspritze für Shopping-Club brands4friends :: deutsche-startups.de — 25. November 2008 @ 10:32
No Tweetbacks »
Einen Kommentar hinterlassen oder mit deinen Profil kommentieren
ein persönliches Profil anzulegen um sich der Community zu präsentieren.











Und was ist mit der Einstweiligen Verfügung von A&F?!
Einfach mal nach “brands4friends” und “fake” googlen… Das sieht böse aus!
Kommentar von Maddin — 01. Oktober 2008 @ 15:16
1,1 Mio. Mitglieder sind eine phantastische Zahl nach einem Jahr, herzlichen Glückwunsch. Aber bei einem Shop zählt nicht, wieviele Besucher er hat, sondern wie viele Kunden. Rechnen wir doch mal, oder vielmehr, spekulieren wir: 400.000 Pakete bei 1,1 Mio. macht 3 Mitglieder pro Kunde, in der Realität dürfte diese Quote eher bei 1:10 liegen, weil einige wenige sehr viel häufiger kaufen dürften. Aber auch 100.000 zahlende Kunden wären selbstverständlich ein voller Erfolg. Andererseits sind 400 Pakete pro Aktion bei 1,1 Mio. Mitgliedern und 100.000 Kunden jetzt nichts, was mich komplett beeindruckt. 70 Euro Bon wiederum wären sehr ordentlich. Also, wie auch immer: Die beiden haben schon eine Menge richtig gemacht, und haben mit StudiVZ ja auch einen schönen Absatzweg gefunden, der sogar die Weihen einer der Kernstrategien von Markus Riecke bekam. Ich bin gespannt, ob sich dieses Modell wirklich skalieren läßt, oder ob es dem Tchibo- und Starbucks-Phänomen erliegt, dass die Exklusivität oder Begrenzung doch ein fundamentaler Grundstein des Erfolges ist.
Kommentar von Mark Pohlmann — 01. Oktober 2008 @ 15:19
Leider hat sich brands4friends bei mir disqualifiziert, weil man mit Emails überschüttet wird. In der Standardeinstellung sollten gar keine Emails geschickt werden.
Kommentar von Jonathan — 01. Oktober 2008 @ 15:19
Es wird immer der Eindruck erwecket, als käme das Mitgliederwachstum insbesondere über soziale Netzwerke und private Einladungen der bestehenden Mitglieder. Reell scheinen die Neumitglieder jedoch eher “auf Masse” über Co-Registrierungsmethoden sowie Gewinnspiele und “Umfagen” generiert. Generell spricht da auch nichts dagegen, aber das passt natürlich nicht, wie auch generell die Hohe Mitgliederzahl, zum “Schein” des achso “exklusiven” Shopping-Clubs. Insofern bleibt bei mir persönlich weiter ein etwas unsympathischer Eindruck. Auch sehe ich immer noch ein Problem in der Frustrationsrate solcher Modelle. In zahlreichen Kundenberichten liest man immer wieder über Enttäuschungen, weil solche Aktionen zu schnell ausverkauft seien. Zudem zweifele ich am langfristigen Nutzen für die Hersteller, wenn deren “Premiummarken” bereits bei Markteinführung “verrammscht” werden. Normalerweise werden solche Verkaufsmethoden doch erst am Ende des Lebenszyklusses angewandt, um die Ladenhüter aus dem Lager zu bekommen. Insofern widerspricht sich da die “Trendmarken-Strategie” meines Erachtens etwas.
Kommentar von CBS — 01. Oktober 2008 @ 16:11
schön wie Brands4friends gelobt wird…und die Schattenseiten die erwähnt mal wieder keiner ne. Es ist nicht alles Gold was glänzt!
Gegen Brands4friends liegt eine einstweilige Verfügung vor wegen unerlaubtem Verkauf von Abercrombie&Fitch Produkten, die dann oberndrauf auch noch gefälscht sein sollen.
Kommentar von Michael — 02. Oktober 2008 @ 11:23
hmm… “Mit über 1,1 Millionen Mitgliedern sehen sich die Hauptstädter als Deutschlands größten Online-Shopping-Club.”
Naja dass ist glaube ich falsch. BuyVIP (www.buyvip.de) hat so um die 2 Millionen Mitglieder und ist doch somit deutlich größer als brainds4friends.
Kommentar von P.L. — 02. Oktober 2008 @ 11:46
Es ist völliger Schwachsinn, erst von “ungebremstem Mitgliederwachstum” zu sprechen und sich gleichzeitig als “geschlossene Shopping-Community” zu bezeichnen. Das sind mal wieder solche dummen Marketing-Hülsen, um eine nicht vorhandene Exklusivität vorzugaukeln.
Letztendlich ist es ein ganz biederer Online-Shop mit einer sehr begrenzten Auswahl, der nur überleben kann, wenn er die Mitglieder ständig zum Kauf von Produkten überredet, die sie eigentlich gar nicht benötigen.
Kommentar von Cheater — 02. Oktober 2008 @ 12:48
B4F hat mich persönlich nicht überzeugt und ich bin nicht allein: http://playground.ebiene.de/198/fehler-im-e-commerce-oder-was-brands4friends-definitiv-verbessern-sollte/
Kommentar von Webby — 06. Oktober 2008 @ 20:26