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10 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

Mister Wong feuert Mister Wong

Montag, 30. Juli 2007 17:56

Der Social-Bookmark-Dienst “Mister Wong” hat sich nach Rassismusvorwürfen von seinem Comic-Maskottchen getrennt. Der verschmitzt lächelnde Asiate kam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht gut an. Kurz vor dem Start des Bookmark-Dienstes in den USA kann Kai Tietjen, Geschäftsführer beim Betreiber construktiv, eine solche Diskussion gar nicht gebrauchen und schickt das eigentlich recht lustige Comicfigürchen kurzerhand ins Datennirvana. Im amerikansichen “Mister-Wong”-Blog nimmt er zu den Sache ausführlich Stellung: “It was never my intention, nor that of my company, to hurt anyone with the use of the illustration. We are extremely sensitive to this issue and the feelings of others”.

Um dauerhaft in den USA Fuss zu fassen, ist der Rausschmiss des Comic-Maskottchens (auch wenn sich in Deutschland bisher niemand darüber beschwert hat) der richtige Schritt, denn Kooperationspartner hätten die Bremer mit einer Rassismusdiskussion im Hintergrund vermutlich ansonsten keine gewinnen können. Das Corporate Design von “Mister Wong” ist nun aber völlig im Eimer.

Artikel zum Thema
* Gerüchte um Mister Wong
* Mister Wong wird erwachsen
* construktiv übernimmt popuri.us

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10 Kommentare »

1.

Besseres PR kann der Herr Wong doch nicht bekommen… jeder Blog und jede Nachrichtenagentur hat die Story aufgegriffen. Well done, Wongers!

Kommentar von Kai — 30. Juli 2007 @ 20:22

2.

sie könnten die situation natürlich nutzen und einen Logowettbewerb in USA und DE draus machen, das könnte man so ja vielleicht sogar ein wenig größer aufziehen…

Kommentar von tim — 30. Juli 2007 @ 20:59

3.

Tja, das schade ist nur dass Mister Wong damit sein “Gesicht” verloren hat. Aber dennoch war die Entscheidung richtig. Es ist zwar schade, dass die Rassismus-Karte immer so schnell gespielt wird und das auch noch von den US-Amerikanern. Mister Wong ist ja schon länger in China unterwegs und vor dort gab es ja bisher auch keine Beschwerden. Und der Slogan “ping pong, king kong, Mister Wong” war ja auch wirklich bescheuert…

Kommentar von Martin Randelhoff — 30. Juli 2007 @ 21:16

4.

Man muß aber nicht gleich sein CD ändern, nur weil ein drittklassiger Blog einem ans Bein pisst. Sorry, aber als Unternehmer braucht man etwas mehr Standfestigkeit. Gleich bei ein wenig Gegenwind die Segel streichen, ist lächerlich.

Kommentar von Cheater — 30. Juli 2007 @ 22:04

5.

Da fragt sich nur, warum noch niemand etwas gegen Super-Mario und Luigi von Nintendo unternommen hat. Da sind die italienischstämmigen US-Amerikaner wohl nicht sensibel genug. Diese politische Korrektheit wird immer absurder.

Kommentar von Karl — 31. Juli 2007 @ 00:18

6.

Die USA ticken einfach anders. auch um andere Werfiguren wie Uncle Ben’s gab’s es zuletzt heftige Diskussionen.

siehe FAZ

Kommentar von Alexander Hüsing — 31. Juli 2007 @ 09:49

7.

Ein guter Vergleich. Nur hat Mars trotz aller Kritik an Uncle Ben festgehalten, weil sie wußten, wie wichtig Ikonen (Icons) sind. Mit bildlichen Marken kann man Menschen viel leichter ansprechen als mit reinen Wortmarken. Bilder können Emotionen leichter transportieren. Eine entsprechende Auswertung von Startup-Logos wäre ein interessanter Artikel.

Kommentar von Karl — 31. Juli 2007 @ 11:50

8.

Ikonen sind wichtig. Mars ist aber auch eine Nummer größer als construktiv. Ein Großkonzern kann so eine Sache einfacher durchziehen als eine kleine Agentur. Und auch wenn Mars an Uncle Ben festhält, ist die Sache für das Unternehmen noch nicht ausgestanden. Die Sache kommt immer wieder hoch. So etwas kann ein kleines Unternehmen komplett lähmen.

Kommentar von Alexander Hüsing — 31. Juli 2007 @ 12:03

9.

Es gibt sachen die sind nur noch lächerlich und das gehört definitiv dazu. schade das man immer gleich an rassismus denkt nur weil es nicht jeden in die tüte passt

Kommentar von Michael — 31. Juli 2007 @ 13:15

10.

Alle bisherigen Kommentare oben bestätigen die deutsche Sicht der Dinge. Menschen andere Kultur werden hierzulande viel zu oft durch in den Medien Kakao gezogen. Für auto-normalen Deutsche ist das nicht schlimmes – man ist ja schließlich nicht direkt betroffen.
Versucht erstmal nach zu denken, wie weit Vorteile sind verbreitet sind, dass Manschen nicht mal in der Lage sind diese als solche zu erkennen! Immer nur Ami-Bashing anstatt Selbstkritik. Ein echt ein armes Zeugnis!

Kommentar von Gordon Smith — 25. Oktober 2007 @ 14:02

7 Trackbacks »

  1. [...] Mister Wong hat sich nach heftigen Protesten in den USA bekanntlich aus dem öffentlichen Leben verabschiedet. Inzwischen genießt die bunte Gallionsfigur ihr unfreiwilliges Rentner-Dasein. “Mister Wong is full of joy today”, heißt es im amerikanischen Blog des Social-Bookmark-Dienstes. Grund für diesen Glückszustand ist der US-Start der gleichnamigen Cyber-Plattform. [...]

    Pingback von Mister Wong geht nach Amerika :: deutsche-startups.de — 02. August 2007 @ 17:41

  2. [...] Die typische Bildmarke der “Social Bookmarking”-Anwendung wird seit einigen Tagen nicht mehr angezeigt. Wo ist Mister Wong? Visum abgelaufen? Verschleppt? Nein, es hat einen anderen Hintergrund. In den letzten Wochen gab es einen weiteren Karikaturenstreit. Diesmal in den Neuen Medien. Man möchte politisch korrekt sein und reagiert damit etwas überstürzt auf absurde Rassismusvorwürfe. Man geht ja auch nicht hin und unterstellt den weltweiten stereotypen Darstellungen von Lederhosen tragenden Figuren, sie wären eine Beleidigung für alle Deutschen. Aber genau das macht einer der Autoren von 8Asians, indem er den Machern von Mister Wong vorwirft die Zeichnung eines verschmitzt grinsenden Asiaten wäre anstößig. Kai Tietjen, den Gründer von Mister Wong hat er jedenfalls überzeugt. Klar, im Zuge der weiteren Expansion versucht man Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Ein schlechtes Image wäre da sicherlich wenig hilfreich. Bei Deutsche Startups und auch im Netzlogbuch kann man mehr dazu lesen. Wie dem auch sei. Nun soll ab kommenden Dienstag in einem großen Logo-Wettbewerb ein neues Signet gefunden werden. Insgesamt werden hierfür 12.000 US$ ausgelobt. Man darf gespannt sein. Vielmehr noch als die Form dürfte die politische Sauberkeit hierbei im Vordergrund stehen. [...]

    Pingback von Design Tagebuch — 03. August 2007 @ 06:08

  3. [...] Mister Wong hat sich nach heftigen Protesten in den USA bekanntlich aus dem öffentlichen Leben verabschiedet. Aber nun Startet Mister-Wong.com durch! [...]

    Pingback von Mister-Wong.com - Social Bookmarking - USA Launch » Bloglike - WEB 2.0, SEO & Webdesign — 03. August 2007 @ 17:48

  4. [...] Wer es noch nicht bemerkt hat: Mister Wong feuert Mister Wong auf deutsche startups [...]

    Pingback von DimidoBlog » Bloglinks der Woche 30.07.-05.08.2007 — 05. August 2007 @ 22:01

  5. [...] Weniger gute Nachrichten gibt es von dem Social Bookmarkdienst Mister Wong zu berichten. Dieser trennt sich nach Angaben von Deutsche Startups von seiner Comicfigur und reagiert damit auf Rassismusvorwürfe. Derartige Diskussionen in den USA könne sich das Unternehmen kurz vor der Auslandsexpansion nicht leisten. Allerdings ist bisher noch unklar wie das neue Coporate Design aussehen soll. [...]

    Pingback von gründerszene » Gründer-Rückblick - Interessante Themen der letzten Woche — 06. August 2007 @ 00:38

  6. [...] Juli dieses Jahres trennte sich der Social-Bookmark-Dienst nach Rassismusvorwürfen von seinem Comic-Maskottchen. Der [...]

    Pingback von Mister Wong enthüllt sein Logo :: deutsche-startups.de — 19. Dezember 2007 @ 19:04

  7. [...] gibt es von dem Social Bookmarkdienst Mister Wong zu berichten. Dieser trennt sich nach Angaben von Deutsche Startups von seiner Comicfigur und reagiert damit auf Rassismusvorwürfe. Derartige Diskussionen in den USA [...]

    Pingback von Gründerszene » Blog Archive » Gründer-Rückblick - Interessante Themen der letzten Woche — 12. November 2008 @ 16:57

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