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Kraft Heinz kauft Just Spices – Flink sammelt 750 Millionen ein – Greenforce bekommt 15 Millionen

Der #DealMonitor, unsere Übersicht über Investments und Exits, bietet werktäglich alle Deals des Tages. Heute geht es um Kraft Heinz und Just Spices, TA Associates, tech11 und Adcubum, Flink, Greenforce, enspired, Wirelane sowie Hakuna.
Kraft Heinz kauft Just Spices – Flink sammelt 750 Millionen ein – Greenforce bekommt 15 Millionen
Freitag, 10. Dezember 2021VonTeam

Im aktuellen #DealMonitor für den 10. Dezember werfen wir wieder einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

MERGERS & ACQUISITIONS

Just Spices
+++ Der Lebensmittelgigant Kraft Heinz übernimmt die Mehrheit an Just Spices. Kraft Heinz übernimmt alle Anteile der bisherigen Investoren und hält nun 85 %  der Anteile an Just Spices. “Die drei Gründer Florian Falk, Ole Strohschnieder und Béla Seebach, die Just Spices auch weiterhin als eigenständiges Unternehmen führen werden, behalten die übrigen 15 %”, teilt das Unternehmen aus Düsseldorf mit. Die D2C-Jungfirma, die Gewürze verkauft, wurde 2014 gegründet. Five Seasons Ventures aus Paris, Coefficient Capital aus New York und Bitburger Ventures investieren zuletzt 13 Millionen Euro in das Startup. Zudem waren Döhler Ventures und Howzat Partners am Unternehmen beteiligt. Döhler Ventures hielt zuletzt 19,1 % an der Jungfirma. Coefficient Capital hielt 14 % und Five Seasons Ventures 12,5 %. Die Gründer hielten vor dem Exit noch 37,1 % an ihrem Unternehmen. “Just Spices is an innovative start-up, trailblazing the high-growth taste elevation category with annual sales of approximately €60 million”, teilt Kraft Heinz zum Deal mit. Im Jahr 2019 erwirtschaftete Just Spices einen Umsatz in Höhe von 17,3 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei 2,5 Millionen Euro. 150 Mitarbeiter:innen arbeiten derzeit für das Unternehmen. Mehr über Just Spices

tech11 / Adcubum
+++ Das Private-Equity-Unternehmen TA Associates investiert in tech11 und Adcubum. “Durch das Investment von TA Associates ergeben sich vielfältige Synergien, die eine schnellere Expansion in neue Länder und Versicherungssegmente ermöglichen. Das Ziel ist der Aufbau eines europäischen Insurance Powerhouse”, teilt der Geldgeber mit. Das, Unternehmen tech11, das 2018 von Pierre Dubosq und Matthias Reining gegründet wurde, entwickelt eine digitale Plattform für die Policen- und Schadenverwaltung. Der High-Tech Gründerfonds (HTGF), der nun aussteigt, investierte zuletzt eine siebenstellige Summe in das Würzburger InsurTech. Adcubum positioniert sich als “Standardsoftware-Hersteller für die internationale Versicherungswirtschaft. Kernprodukt ist ein “flexibles, modular aufgebautes und Cloud-fähiges System für Kranken- und Schaden-/Unfallversicherer”.

INVESTMENTS

Flink
+++ Jetzt endlich final offiziell: Der US-Lieferdienst DoorDash, Mubadala Capital und weitere neue und alte Investoren (darunter der Einzelhändler Rewe) investieren – wie bereits mehrfach durchgesickert ist – 750 Millionen US-Dollar in Flink (und damit noch mehr als zuletzt berichtet). Die Pre-Money-Bewertung liegt nun bei 2,1 Milliarden Dollar. Das Berliner Startup Flink, das Lebensmittel in bis zu 10 Minuten liefert, wurde im Dezember 2020 von Oliver Merkel, Julian Dames und Christoph Cordes gegründet. Wie bereits berichtet, hält nun knapp 15 % an Flink, Rewe ist mit 5 % an Bord. Flink sieht sich derzeit als “Marktführer im neuen Quick-Commerce in Deutschland und den Niederlanden”. Derzeit ist das junge Unternehmen nach eigenen Angaben in vier Ländern in über 60 Städten mit rund 140 Standorten unterwegs. Wettbewerber Gorillas wurde zuletzt mit rund 3 Milliarden Dollar bewertet. Delivery Hero investierte kürzlich gemeinsam mit den Altinvestoren rund 1 Milliarde Dollar in den Quick Commerce-Dienst Gorillas. Mehr über Flink

Greenforce
+++ Institutionelle Investoren, deren Namen das Startup nicht nennt, sowie Moderator Joko Winterscheidt und Feinkost-Macher Michael Käfer investieren 15 Millionen Euro in Greenforce. Das Münchner Food-Unternehmen, das 2020 von Thomas Isermann gegründet wurde, setzt auf Fleisch- und Milch-Alternativen. “Die generierten Mittel werden maßgeblich zur Beschleunigung des Wachstums, zur internationalen Expansion und zum kontinuierlichen Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in München verwendet”, teilt das Unternehmen mit.

enspired
+++ Emerald Technology Ventures, 360 Capital, EnBW New Ventures, Helen Ventures und i5invest investieren 7,5 Millionen Euro in enspired. Das Unternehmen aus Wien, das von Jürgen Mayerhofer, Wolfgang Eichberger und Mario Schmoltzi gegründet wurde, kümmert sich um die Flexibilisierung der Stromnetze. “Wir treiben die Energiewende voran, indem wir die flexiblen Anlagen unserer Kunden am kurzfristigen Strommarkt kommerziell optimieren und deren maximalen Wert durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und modernster Technologie realisieren”, teilt das Startup mit.

Wirelane
+++ Momeni Digital Ventures investiert eine siebenstellige Summe in Wirelane. Das Münchner Unternehmen, das 2016 von Constantin Schwaab gegründet wurde, bietet kostenlose Ladesäulen an. Abacon Capital, gehört zum Büll Family Office, und Co. investierten gerade erst 18 Millionen Euro in Wirelane. Das Münchner Unternehmen, das 2016 von Constantin Schwaab gegründet wurde, bietet kostenlose Ladesäulen an. Vito Ventures, Coparion, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Ritter Starkstromtechnik investierten zuvor zudem bereits 4 Millionen Euro in das Startup. 2019 übernahm Wirelane das gescheiterte E-Mobilität-Startup Eluminocity.

Hakuna
+++ Jetzt offiziell: Der Berliner Geldgeber Visionaries Club und Discovery Ventures investieren – wie bereits Ende November im Insider-Podcast berichtet – in Hakuna. In der Investmentrunde, in der auch SumUp-Gründer Marc Christ und Klarna-Gründer Victor Jacobsson in Hakuna investieren, fließen 1,5 Millionen Euro in das junge Unternehmen – siehe Linkedin und Gründerszene. Das Startup, das von den beiden abracar-Gründern Sebastian Jost und Orhan Köroglu sowie Rupert Mayer gegründet wurde, kümmert sich um die Vermittlung von Versicherungen. “Wir bieten Händler jeder Größe und Branche die Möglichkeit, ihren Kunden den perfekten Produktschutz direkt in seinem E-Commerce-Shop anzubieten”, teilt das Unternehmen mit.

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Foto (oben): azrael74