#Hintergrund Ein Startup, das Workflow-Automation ohne SaaS-Produkte stemmt

Mit der Software von n8n können Nutzer verschiedenste Webanwendungrn ohne Programmierkenntnisse miteinander verbinden bzw. synchronisieren. Sequoia Capital investierte bereits in das Startup. Es ist das erste Seed-Investment des Top-Geldgebers in Deutschland.
Ein Startup, das Workflow-Automation ohne SaaS-Produkte stemmt

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das junge Unternehmen n8n. Wobei das 2019 von Jan Oberhauser gegründete Startup, derzeit noch extrem unter dem üblichen Szene-Radar fliegt. Die Jungfirma selbst bezeichnet sich als “Free and Open Workflow Automation Tool”. Mit der Software des Startups können Nutzer verschiedenste Webanwendungrn ohne Programmierkenntnisse miteinander verbinden bzw. synchronisieren.

Der amerikanische Geldgeber Sequoia Capital, Runa Capital, firstminute, Philipp Moehring und System.One, also Maximilian Claussen, investierten bereits in n8n. In der Seedrunde flossen 1,5 Millionen US-Dollar in das Startup. “As talent is becoming more scarce, every organization is looking to get more from the great people they have”, sagt Matthew Miller von Sequoia zu Investment. “This is driving a surge in automation solutions in every industry. We were impressed by n8n’s early adoption in the open source community and Jan’s vision to build an open and flexible solution in this space, and we’re thrilled to have n8n as our first seed investment in Germany”.

Die Kollegen von t3n beschrieben n8n kürzlich als “eine Node-basierte Zapier-Alternative zum Selberhosten. Das Tool ist vor allem für diejenigen interessant, die bei der Workflow-Automation keine SaaS-Produkte einsetzen wollen”. Das Startup selbst sieht sich so: “n8n is a free and open node-based Workflow Automation Tool. It can be self-hosted, easily extended, and used with third party web applications or custom in-house tools to automate repetitive tasks. With n8n, for the first time, people can move beyond simple integrations to build multi-step workflows that combine both 3rd party APIs and your own internal tools to create easy to use automations that snap together all the pieces of what would otherwise be very complex, disconnected systems”.

Klingt nach einem spannenden Tool, made in Berlin. Und Sequoia Capital als Seed-Investor zu haben, ist schon einmal eine Ansage. 1,5 Millionen sind zwar keine Riesensumme, aber wenn n8n funktioniert, ist der Weg schon jetzt frei für deutlich größere Summen.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.