#Interview

Ein Hamburger, der “die Bildaufhängung revolutionieren” will #DHDL

"Publicity kann ein entscheidender Hebel für Erfolg sein. Die Vox-Gründershow ist aus unserer Sicht das einzig wahre Startup Format im Fernsehen. Die Sendung ist fernab von billiger Unterhaltung und Zuschauer-Voting", sagt Alexander Schophoff von flexylot.
Ein Hamburger, der “die Bildaufhängung revolutionieren” will #DHDL
Dienstag, 17. März 2020Vonds-Team

Auch in der siebten Staffel der VOX-Erfolgsshow “Die Höhle der Löwen” wittert die Jury wieder fette Beute. Vor die Löwenrunde tritt in der zweiten Folge der siebten Staffel unter anderem  Alexander Schophoff, Leiter einer Galerie. Er stellt den Löwen flexylot vor. “flexylot ist der neue Weg der Bildaufhängung. Grundsätzlich war es an der Zeit, das Prozedere bei der Bildaufhängung zu vereinfachen und flexibler zu gestalten”, sagt er. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der Gründer sein Projekt einmal ganz genau vor.

Welches Problem wollt ihr mit flexylot lösen?
flexylot ist der neue Weg der Bildaufhängung. Grundsätzlich war es an der Zeit, das Prozedere bei der Bildaufhängung zu vereinfachen und flexibler zu gestalten. Allerdings war das Thema unter dem Gesichtspunkt der reinen Hilfestellung mit etwas Zeitersparnis nicht attraktiv genug, um Menschen wirklich zu begeistern. Wir wollten mehr. Also verfolgten wir folgende Vision: Die Bildausrichtung an der Wand muss so variabel werden, dass ein Nachjustieren von mehreren Zentimetern einfach und präzise ermöglicht wird. Abstände zwischen Bildern sollten veränderbar sein, auch um bei der Dekoration an der Wand wirklich neue Wege zu gehen. Schlussendlich ist mit flexylot ein Produkt entstanden, dass genau all diese Funktionen vereint. Sie können Ungenauigkeiten ausgleichen, Höhen und Abstände korrigieren, unnötige Bohrlöcher vermeiden, oder bei leichteren Bildern gleich ganz weggelassen und vor allem bei Mehrteilern die Position nachträglich angleichen. Mit diesem neuartigen Ansatz wird das Aufhängen von Bildern nicht nur eine lässige Angelegenheit, wir möchten auch Neugier entfachen, denn es gibt ein enormes Potenzial. Unsere Handys und Speicherplätze sind voll von Bildern mit besonderen Momenten und schönen Augenblicken, die uns berühren und uns an das Erinnern, was wirklich wichtig ist. Fotografen liefern dank technischem Fortschritt atemberaubende Bilder aus allen Teilen unserer Erde, Künstler bereichern unseren Alltag mit Farben und Denkanstößen. Aber in digitaler Form bleiben all diese Eindrücke flüchtig, denn die volle Kraft kann sich erst an unseren Wänden entfalten.  Bilder stiften Ruhe und Identität. DIY schafft Kreativität und flexylot ist das Element für eine freiere, leichtere Umsetzung an der Wand.

Wie ist die Idee zu flexylot entstanden?
Direkt dort, wo das Problem immer wieder auftaucht, an einer Wand. Die Entscheidung fiel während einer Bild-Installation in einem frisch renovierten Business Club direkt an den Hamburger Landungsbrücken. Das war im Herbst 2014. Die Aufgabe, in unterschiedlichen Räumen Reihen- und Blockhängungen anzubringen, beschäftigte uns mal wieder einen ganzen Tag. Diese Problematik wird immer dann offensichtlich, wenn mehrere Bilder nebeneinander, oder als Mehrteiler aufgehängt werden sollen, denn das menschliche Auge registriert jeden Millimeter, der nicht im Lot ist. Durch altmodische Aufhängemöglichkeiten an der Wand, als auch an Bildern und Rahmen, entstehen immer wieder langwierige Aufmaße mit ungewissem Ausgang. Ungenauigkeiten sind fast unvermeidbar. Jede spürbare Nachjustierung ist gleichbedeutend mit einem neuen Bohrloch, oder mit viel Improvisation. Es lag also auf der Hand, dass der technische Fortschritt im Druckmedienbereich die Bildaufhängung als solches vergessen hatte. Die Idee war gleichzeitig eine Frage:  Was wäre eine wirklich innovative Bildaufhängung?

Wo steht flexylot in einem Jahr?
Wir etablieren uns neben unseren großen E-Commerce Partnern auch im stationären Handel und beginnen den Markt zu durchdringen. Hierbei sind auch die vielen kleineren Händler, Bilderrahmengeschäfte und Galerien im Fokus. Das passt auch zu unserer Markenbotschaft, die neben dem „Do it yourself“ Ansatz auch darauf beruht, mit lokalen Künstlern und Fotografen zusammenzuarbeiten. Wir unterstützen uns gegenseitig und wollen die Aufmerksamkeit aus der VOx-Gründershow “Die Höhle der Löwen” nutzen, um so viele Menschen wie möglich zu motivieren, ihre ganz persönlichen Lieblingsbilder an die Wand zu bringen und lange Freude daran zu haben. Der Spaß beginnt ab jetzt schließlich schon beim Aufhängen.

Warum hast Du Dich entschieden, bei “Die Höhle der Löwen” mitzumachen?
Publicity kann ein entscheidender Hebel für Erfolg sein. Die Vox-Gründershow ist aus unserer Sicht das einzig wahre Startup Format im deutschen Fernsehen. Die Sendung ist fernab von billiger Unterhaltung und Zuschauer-Voting und man erhält die Chance, mit wahren Größen der Investoren-Branche in den direkten Pitch zu gehen. Was gibt es Besseres?

Wie nervös warst Du kurz vor Deinem TV-Pitch?
Ziemlich nervös. Das ist man hoffentlich immer. Ich wusste erst relativ kurzfristig vor Drehbeginn, dass wir am Start sind, musste noch die gesamte Requisite aus dem Boden stampfen und war der letzte Pitch am Drehtag. Als es dann mit ca. drei Stunden Delay schlagartig losging, musste ich innerhalb kürzester Zeit wieder hochfahren und mich fokussieren.

Euer Tipp an andere Gründer, die mit einem Auftritt bei “Die Höhle der Löwen” liebäugeln?
Spaß haben. Ich fand es hilfreich, einen klaren Plan zu erarbeiten und mir den möglichen, positiven Ablauf des Pitchs immer wieder vor Augen zu führen. Auch gut: zu wissen was man kann und was man nicht kann. Im Pitch und als Geschäftsführer. Man muss ja nicht alles wissen und es wird auch nicht vorausgesetzt, aber in authentischer Weise für seine Idee zu brennen, hilft enorm und verzeiht Fehler. Der vorhandene Plan bringt einen dann wieder zurück ins Spiel. Und wenn der Vorhang fällt – tief durchatmen und genießen.

Lesetipp: “Die Höhle der Löwen” – Deals (2019), “Die Höhle der Löwen” – Deals (2018), “Die Höhle der Löwen – Deals (2017)“, Die Höhle der Löwen – Deals (2016)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2015)“, “Die Höhle der Löwen – Deals (2014)“. Für mehr Spaß vor der Glotze am besten unser “‘Die Höhle der Löwen’– Bullshit-Bingo” herunterladen.

Tipp: Alles über die Vox-Gründer-Show gibt es in unserer DHDL-Rubrik

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Foto (oben):  TVNOW / Bernd-Michael Maurer