#Interview “Mittlerweile kann meine Großmutter unser Startup selbst schon pitchen”

"Flugzeugräder und -bremsen bedarfen einer regelmäßigen, adäquaten und aus Kundensicht auch preisgünstigen Wartung und Reparatur in einem zertifizierten Betrieb. Das können wir bieten, womit wir das Bedarfsproblem lösen", sagt Stanislav Grytsenko von AeroMates.
“Mittlerweile kann meine Großmutter unser Startup selbst schon pitchen”

Anfang 2020 gründeten Patrick Mohr, seit über 12 Jahren in der Luftfahrtbranche tätig, und Stanislav Grytsenko das Startup AeroMates, einen Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsbetrieb für Flugzeugräder und -bremsen. Die Kölner beschreiben ihr Unternehmen als “Maintenance-, Repair- und Overhaul (MRO)-Betrieb”. “Zu Beginn half die Umschreibung, dass wir so eine Art Werkstatt und Prüfstätte für Flugzeugräder und -bremsen sind. Damit sorgen wir dafür, dass das Fliegen sicherer wird”, führt Mitgründer Grytsenko weiter aus. Im Interview mit deutsche-startups.de stellt er das junge Unternehmen einmal ganz genau vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter AeroMates erklären?
Mittlerweile kann meine Großmutter unser Startup wahrscheinlich selbst schon pitchen. Aber zu Beginn half die Umschreibung, dass wir so eine Art Werkstatt und Prüfstätte für Flugzeugräder und -bremsen sind. Damit sorgen wir dafür, dass das Fliegen sicherer wird.

Welches Problem genau wollt Ihr mit AeroMates lösen?
Es ist weniger ein Problem als ein Bedarf, welchem wir uns annehmen. Flugzeugräder und -bremsen bedarfen einer regelmäßigen, adäquaten und aus Kundensicht auch preisgünstigen Wartung und Reparatur in einem zertifizierten Betrieb. Das können wir bieten, womit wir das Bedarfsproblem lösen.

Jede Woche entstehen dutzende neue Startups, warum wird ausgerechnet AeroMates ein Erfolg?
Die AeroMates zeichnen sich durch ein handverlesenes und leistungsstarkes Team aus.

Wo steht AeroMates in einem Jahr?
Die Arbeit unseres Startups steht in einem Jahr auf sämtlichen Flughäfen verteilt, sowohl an großen als auch kleinen Flugzeugen.

Reden wir über den Standort Köln. Wenn es um Startups in Deutschland geht, richtet sich der Blick sofort nach Berlin. Was spricht für Köln als Startup-Standort?
Zum einen hat Köln geografisch betrachtet eine super Lage, insbesondere für den Frachtverkehr. Besonders in unserem Fall ist das mit dem Flughafen KölnBonn, welcher einer der wenigen in Deutschland mit einem 24-Stunden-Betrieb, ein wichtiger Faktor.

Was genau macht den Reiz der Startup-Szene in Köln aus?
Köln als Großstadt ist sehr divers, was toll ist. Außerdem liegt Köln in einem Ballungsraum, umgeben von weiteren Großstädten. Das ist ein erfolgskritischer, wirtschaftlicher Faktor.

Was ist in Köln einfacher als im Rest der Republik?
In Köln ist es aus unserer Sicht einfacher, mit Personen ins Gespräch zu kommen und das „Du“ wird schnell angeboten, was eine angenehme Atmosphäre schafft.

Was fehlt in Köln noch?
Ein Five Guys

Zum Schluss hast Du drei Wünsche frei: Was wünscht Du Dir für den Startup-Standort Köln?
Einen Fast-Track bei allen behördlichen Angelegenheiten für Startups und viel mehr Sonnentage im Jahr.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.