#Gastbeitrag 5 Tipps wie Startups und PR-Agenturen zum Dream-Team werden

Bereits für den Auswahlprozess von Belang, noch mehr jedoch für die Zusammenarbeit, ist die offene Kommunikation von Erwartungen. Fragen, die jeder PR-Verantwortliche sich stellen sollte: Was versprechen wir uns von der Zusammenarbeit mit einer Agentur?
5 Tipps wie Startups und PR-Agenturen zum Dream-Team werden

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Startups und PR-Agenturen ist nicht selbstverständlich. Entgegen der weitverbreiteten Annahme sorgt die Beauftragung einer Agentur nicht für direkte Ent-, sondern zunächst für zusätzliche Belastung. Denn neben Geld, kosten sie zu Beginn vor allem Zeit. Ein Investment, das sich jedoch lohnt – denn hat man sich erstmal aufeinander eingespielt, lassen sich gemeinsam herausragende Ergebnisse erzielen. Aber wie werden ein Startup und dessen Agentur zum unschlagbaren Dream-Team? Diese fünf Tipps erklären, worauf es ankommt.

Passende Agentur wählen
Der erste Schritt auf dem Weg zum Dream-Team ist die Wahl der richtigen Agentur. Somit fängt das Zeitinvestment bereits bei der Suche des richtigen Dienstleisters an, denn eine gute Recherche ist die halbe Miete. PR-Agenturen gibt es etliche, umso wichtiger ist es sein Augenmerk auf etwaige Spezialisierungen zu legen. Als Technologie-Unternehmen wäre man mit einer auf Fashion spezialisierten Agentur schlecht beraten. Denn Branchenkenntnisse, das passende Journalistennetzwerk und entsprechende Themenerfahrung der Berater sind das A und O für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und erleichtern auch den Start maßgeblich. Ebenso die Kultur der Agentur, ihre Größe und letztlich die sprichwörtliche Chemie spielen eine wichtige Rolle.

Erwartungen kommunizieren, ehrliches Feedback akzeptieren
Bereits für den Auswahlprozess von Belang, noch mehr jedoch für die Zusammenarbeit, ist die offene Kommunikation von Erwartungen. Fragen, die jeder PR-Verantwortliche sich stellen sollte: Was versprechen wir uns von der Zusammenarbeit mit einer Agentur? Welche Ergebnisse sollen im Idealfall erzielt werden? Was ist uns besonders wichtig? Um es vorwegzunehmen: NIE werden alle vorherigen Erwartungen erfüllt. Agenturen, die zu allem „Ja und Amen“ sagen, sind nicht aufrichtig, sondern machen schlicht falsche Versprechungen. Man sollte also seine Erwartungen kommunizieren, aber ebenso auch ehrliches Feedback akzeptieren. Dies ist sowohl für den Start als auch für die fortlaufende Zusammenarbeit wichtig.

Informationsaustausch gewährleisten & PR-Verständnis aufbauen
Die Geschichten liegen oft nicht direkt auf der Hand. Aufgabe einer guten PR-Agentur ist es die spannenden Stories zu suchen, zu identifizieren und für die Medienansprache aufzubereiten. Umso wichtiger ist es, seiner Agentur einen Einblick in das Unternehmen zu gewähren. Wie wird das Produkt entwickelt? Welche internen Prozesse gibt es? Was macht die Unternehmenskultur aus? Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche bieten Futter für jede Menge Stories. Zudem sollte PR nicht als notwendiges Übel allein beim PR Manager abgeladen werden. Vielmehr ist PR (auch) Chefsache – denn die Reputation eines Unternehmens hängt maßgeblich von der Kommunikationsart & -fähigkeit des Gründers ab. Und hat die gesamte Belegschaft verstanden, dass PR mehr ist als ab und an ein Clipping zu verbuchen, arbeiten alle mit beim Reputationsmanagement.

Maßnahmen planen, evaluieren und neuausrichten
„Ab und an mal eine Pressemitteilung versenden“ ist weder eine Strategie, noch wäre sie eine, die aufginge. Jedes Unternehmen sollte mit seiner Agentur an einer Kommunikationsstrategie arbeiten, die Ziele und davon abgeleitete Maßnahmen impliziert. Bewährt haben sich drei- bis sechsmonatige PR-Pläne, die nicht zu festgefahren sind. Denn sowohl schnellwachsende Technologieunternehmen als auch die Medien selbst unterliegen einer gewissen Schnelllebigkeit und stetem Wandel. Hier gilt es auch PR-mäßig Schritt zu halten. Zeitlich kürzer festgelegte Maßnahmenpläne sind zudem immer eine gute Gelegenheit die eigene Strategie zu evaluieren und entsprechend an den veränderten Gegebenheiten neuauszurichten.

Gegenseitiges Vertrauen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe
Wie in jeder funktionierenden Beziehung zahlt sich gegenseitiges Vertrauen auch in der Zusammenarbeit von Startup und PR-Agentur aus. Und damit ist vor allem das Vertrauen in die Expertise und die Erfahrungen der Agentur gemeint. Unternehmen sollten darauf vertrauen, dass die Agentur weiß was zu tun ist, um die Kommunikationsziele zu erreichen. Nicht selten kommt es vor, dass wir dem vehementen Ausspruch „wir brauchen sofort Coverage auf TechCrunch.com“ gegenüberstehen, obwohl das überhaupt keinen oder wenig Sinn macht. Die PR-Agentur sollte Berater sein und nicht reiner Erfüllungsgehilfe. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist maßgeblich für den Erfolg. Ganz davon abgesehen, dass selten Kommunikationsziele mit Berichterstattung in einem einzigen Medium zu erreichen sind.

Zur Autorin
Als General Managerin Germany leitet Katja Waldor die deutsche Niederlassung der internationalen Tech-PR-Agentur Ballou. Für das Unternehmen ist sie insgesamt bereits seit 2015 tätig. Umfangreiche PR-Erfahrungen sammelte Waldor zuvor bei einem Startup-Inkubator, einer Software-Agentur, einem Wirtschaftsverband sowie als freiberufliche Beraterin. Inzwischen blickt der PR-Profi auf eine über zehnjährige Karriere mit tiefgreifenden Branchenkenntnissen zurück. Dabei hat Katja Waldor die unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Branchenakteure kennengelernt und bringt dieses Wissen heute in die tägliche Arbeit als Agenturchefin ein.

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